DKduW – August 2010

Dieser Artikel wurde zuletzt am 22. Juni 2014 aktualisiert

Sommerzeit ist Reisezeit, Ferienzeit, auch in vielen Blogs geht es eher leise zu; das gilt nicht nur für das Foodfreak-Blog. Und weil ich nicht der schnellsten eine bin was das Bloggen angeht momentan – meine Liste an noch zu schreibenden Artikeln hat ein neues Jahreshoch erreicht – verstosse ich dieses Mal gegen meine eigenen Regeln 😉 – denn während die Deadline für Einreichungen zum Event normalerweise der 25. jeden Monats ist, nehme ich heute mal alle mit rein die es bis 31.8. geschafft haben. Das waren immerhin erstaunliche 9 Teilnehmer – herzlichen Dank für Euer unermüdliches Forschen in den Untiefen Eurer Kochbuchsammlungen!

Und wo ich schon dabei bin, fange ich dieses Mal dann auch gleich von hinten an; der aktuelleste Beitrag kommt nämlich von Päm im Mestolo-Blog.

Vegetarische Kost gewinnt ja gerade momentan in der Foodie-Gemeinde bei denen, die Jonathan Safran Foers „Tiere Essen“ gelesen haben, wieder große Akzeptanz – wenn ein Essen dermassen lecker klingt wie der Schmorfenchel mit Steinpilzen und Aprikosen-Polenta, dann macht das umso mehr Freude. Pate stand hier das offenbar treffsicher benannte Buch Vegetarisch genießen.

Tina von Lunchforone konnte nicht widerstehen, trotz des enormen Gewichts auf Reisen den neuesten Wälzer von Jamie Oliver zu erwerben: Jamie Does. Auf der Rundreise ums Mittelmeer hat der Naked Chef einige nette Sächelchen gezaubert, und der

Tomaten & Basilikum Salat daraus passt wunderbar in die Sommer- und Ferienküche.

Ans Mittelmeer, genauer (wie immer) nach Griechenland entführt uns Monambelles, dieses Mal mit einem Frühstücksgebäck ganz nach meinem Geschmack – griechisch UND mit Sesam drauf? Nehm‘ ich sofort,


Die Frühstückskekse mit dem wunderschönen Namen Koulourakia entstammen dem Buch à la Grecque von Pam Talimanidis. Wenn alles daraus so bildhübsch ist darf das Buch auch gern bei mir bald einziehen, bis dahin träume ich bei einem griechischen Mokka von Kykladeninselchen und türkisfarbenem Meer…

Weiter geht es um’s Mittelmeer, dieses Mal mit Nesrin, die in Nesrins Küche gleich zwei Klassiker auf einmal bemüht – der erste ist das Buch das sie sich ausgesucht hat: Mastering the Art of French Cooking. Wie Nesrin ist auch mir ein Rätsel warum dieses nun wirklich Standardwerk nie eine Übersetzung ins Deutsche erfahren hat.

Klassiker Nummer zwei – sozusagen Sommerküche par Excellence – ist das Gericht das Nesrin zubereitet hat,

Mit Salade nicoise – Nizza-Salat liegt man im Sommer eigentlich immer richtig. Davon würde ich auch gern einen Teller voll nehmen 🙂

Katja von der Kaffeebohne dagegen stellt uns ein vergleichsweise neues Kochbuch, oder vielmehr eine Rezeptsammlung? vor, La ricette de Giuliana 2009 ist ein Kochbuch, das von der Fattoria La Vialla, einem italienischen Feinkostversand auf einem Hof in Italien, heraugegeben wurde. Authentisch italienisch ist hier also das Thema, und angesichts dieser bildschönen Penne al sugo di melanzane bezweifelt man die Authentizität wohl ebenso wenig wie den leckeren Geschmack.

Dafür nimmt Robert von Lamiacucina uns mal wieder auf eine Reise in die Koch-Geschichte mit, auch mit einer Rezeptsammlung, in diesem Fall aus dem Jahr 1954, herausgegeben von Nelly Hartmann, der „Salatpäpstin“ der Schweiz.

Die Namenlosen Schnitzel, Escalopines sine nombre, die er dann Schnitzel Nelly tauft, passem ganz hervorragend zum mediterranen Grundton dieses DKduW.

Dem schliesst sich Rike von Genial Lecker nahtlos mit dem nächsten Küchenklassiker an: einem Pesto.

Das Buch, aus dem das Rezept entnommen ist, hat seinerseits durchaus die Chance, ein Küchenklassiker zu werden – wie fast alle Werke aus dem Hause Teubner liefert auch das Teubner Handbuch Kochen solide Grundlagen für den Anfänger und Fortgeschrittenen.

Für den kleinen Hunger zwischendurch und das Essen auf der langen Reise hat Hesting kocht einen Vorschlag aus Coffee & Espresso parat – aus Müslikeksen werden im Handumdrehen knusprige Haferkekse.

Am Besten schmecken die Kekse frisch und gerade so eben abgekühlt; vielleicht doch nicht so ideal für die Tour ans Mittelmeer, aber zu Kaffee und Espresso bestens geeignet.

Kein DKduW wäre richtig vollständig ohne wenigstens ein Dessert; das steuert dieses Mal Anna Lena von der Hüttenhilfe bei.

Angesichts von Brie mit Erdbeeren und Pfeffersoße würde ich glaub ich erst mal recht sparsam gucken (und vom Liebsten wenig Begeisterung ernten), aber die Geschmäcker sind ja bekanntlich verschieden, und attraktiv sieht es auf jeden Fall aus. Die Anregung lieferte Fun food. Tolle Rezepte für Glücksgefühl und Wohlbefinden. Ich nehm dann meine Erdbeeren mit Balsamico aber weiter ohne Käse zu mir… 😉

Merci beaucoup, moltes gracies, mille grazie, efcharisto, vielen dank für diese kleine kulinarische Rundreise durch Kuchbuchwelten – und bis nächsten Monat!

Wie immer: Ihr seid alle herzlich eingeladen, an diesem Event teilzunehmen – die Regeln stehen hier. Und sollte sich jemand mal im Round-Up nicht wiederfinden, bitte ich um kurze Info per Mail, es kann schon mal passieren dass mir ein Beitrag durch die Lappen geht; dann korrigiere ich das baldmöglichst.

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Appetit bekommen? - Hungry for more?

5 Antworten

  1. Och, ich könnte mir die Erdbeeren mit Brie durchaus lecker vorstellen – quasi Käsegang und Süßes in Einem. Käse ess ich gerne mit fruchtigen Saucen oder Chutneys. Ich klau mir gleich mal das Rezept 🙂

    Danke für die gelungene Zusammenstellung (auch wenn ich es wieder vergessen habe…)

  2. Hesting sagt:

    Eine tolle Zusammenstellung. 🙂

  3. Susa sagt:

    Fürs Sommerloch sind doch mal wieder schöne Beiträge zusammen gekommen! Viele Grüße aus Kefalonia!

  4. Monika sagt:

    Brie mit Erdbeeren und Pfeffersoße, darauf wär ich jetzt auch nicht gekommen. Sieht aber leckerer aus als es sich liest 🙂

  1. 22. März 2014

    […] Und weil ich aus Anissa Helous Mediterranean Street Food noch nie etwas zubereitet habe, ist das auch gleich mein Beitrag für die September-Ausgabe von DKduW. Die Zusammenfassung aus dem August findet man hier. […]

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