Besser spät als nie: Ricotta-Gnocchi

19. August 2010
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Mit Frau Monambelles habe ich mich vor gar nicht allzu langer Zeit noch drüber unterhalten, dass es so gewisse Rezepte in der Foodie-Blogosphäre gibt, die einfach jeder mal gemacht haben muss, oder die doch so eine Art Hype geniessen; und meistens liegt das daran dass sie einfach UND großartig sind.

Die 15-Minuten-Ricotta-Gnocchi von Delicious:Days sind eines dieser Rezepte, und gestern habe ich sie endlich nachgemacht.

Damit bin ich wirklich, wirklich, wirklich spät dran. Ich vermute es hat was damit zu tun dass ich mit Gnocchi, erschwert durch eine bittere Niederlage im Kampf mit Kürbis-Gnocchi, ein wenig auf Kriegsfuß stehe. Völlig zu Unrecht, wie sich herausstellte.

Auch bei Fool for Food, The Noshery, Chili und Ciabatta, dem Kuriositätenladen, bei Schöner Tag noch, Hefe und mehr und sicher noch vielen anderen Blogs wurden diese Gnocchi mit einer Vielzahl von Beigaben und Saucen kombiniert, und stets waren alle zufrieden.

Ich habe mich von Frau Zorras Fassung mit Tomaten-Basilikum-Sugo inspirieren lassen.

15 minute ricotta gnocchi

Was kann ich anderes sagen, ausser: super. Wunderbar zu verarbeitende, fluffige Gnocchi, die spontan von mir und Herrn datenhamster den Daumen nach oben bekamen. So schnell wie die gemacht sind, gibt es keinen Grund mehr, Gnocchi nicht selbst zuzubereiten.

15-Minuten-Gnocchi mit Ricotta
nach Delicious:Days
Ingredients
  • 250 g Ricotta
  • 1 Eigelb (M-L)
  • ¼-½ Teelöffel feines Meersalz
  • 30 g Parmesan, frisch gerieben
  • 75 g Weizenmehl, plus extra zum Bestäuben
Instructions
  1. Überschüssige Flüssigkeit aus der Ricotta-Verpackung abgießen (soweit vorhanden), dann Ricotta, Eigelb, Salz und frisch geriebenen Parmesan in eine große Schüssel geben und gut mit einem Kochlöffel verrühren.
  2. Das Mehl zugeben und nur kurz unterrühren bis alles eben vermengt ist – der Teig hat eine ziemlich klebrige Konsistenz. (So werden die Gnocchi sehr samtig und fluffig. Der Teig ließe sich mit mehr Mehl zwar einfacher verarbeiten, das Ergebnis wären aber zähe Gnocchi, die kleinen Gummibällen Konkurrenz machen könnten.)
  3. Das Formen ist ein wenig knifflig, aber mit ein paar Tricks funktioniert es ganz gut: Das Arbeitsbrett ordentlich mit Mehl bestäuben, einen großen Esslöffel des Teiges abstechen und auf das Brett geben. Teig und Hände großzügig bemehlen, dann den Teig sanft zu einer fingerdicken Rolle formen. In kleine Teigkissen schneiden, zwischendurch das Messer ggf. in Mehl tauchen um ein Klebenbleiben des Teiges zu verhindern.
  4. Die Gnocchi auf einem bemehlten Brett ablegen und flott weiterarbeiten (zu lange Wartezeit machen sie matschig und lassen sie am Brett kleben).
  5. Inzwischen einen großen Topf Wasser zum Kochen bringen, großzügig salzen und die Hitze soweit reduzieren, dass das Wasser nur mehr leicht köchelt. Die Gnocchi behutsam ins Wasser gleiten lassen und einmal umrühren, um zu verhindern, dass sie sich am Boden festsetzen. Dann ziehen lassen, bis sie an der Oberfläche schwimmen, dies kann abhängig von ihrer Größe 2 bis 4 Minuten dauern. Mit einer Schaumkelle herausnehmen und sofort servieren.
Notes
Toll dazu passen Tomatensauce, braune Butter mit Salbei oder jede Art von frischem Pesto. Diese Gnocchi lassen sich auch vielseitig abwandeln, z.B. kann man dem Teig Muskatnuß, abgeriebene Zitronenschale oder frische Kräuter zugeben.

 

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13 Responses to Besser spät als nie: Ricotta-Gnocchi

  1. 19. August 2010 at 11:49

    die hab ich auch schon gemacht. :) hab sie auch mit tomaten gegessen und fand sie auch super lecker. ich bin deiner meinung, dass man eigentlich nie wieder gnocchi kaufen muss!! eigentlich…

  2. elamatrix
    19. August 2010 at 12:26

    und ich dachte immer, Gnocchi werden aus Kartoffel gemacht

    • FoodFreak
      19. August 2010 at 12:28

      Ela, ‘gnocchi’ heisst nichts anderes als Nocken, Kartoffel-Gnocchi sind nur eine von vielen Fassungen. Ein klassisches Gericht der ital. Küche sind z.B. Gnocchi alla romana, die werden aus Hartweizengriess gemacht.

  3. elamatrix
    19. August 2010 at 12:31

    ah, wieder was gelernt, danke :)

  4. 19. August 2010 at 12:37

    Es sieht lecker aus. Grüsse…

  5. 19. August 2010 at 14:16

    Oh ja! Die Gnocchi nach diesem Rezept werden einfach toll. Auch bei Dir sehen sie sehr schön aus. Könnte ich eigentlich auch mal wieder machen!

    Viele Grüße und schöner Tag noch,
    Juliane

  6. 19. August 2010 at 14:38

    Und es lohnt sich doch, Rezepte in der Blogosphäre hin und her zu schieben und nachzukochen. Dieses hier habe ich zwar schon einmal gesehen, aber wirklich interessiert hat es mich noch nie. Bis jetzt. Kann man sie nicht auch anbraten?

    • FoodFreak
      19. August 2010 at 14:40

      Susa, ich glaube braten kannst Du diese hier erst nach dem Kochen – der Teig ist wirklich weich und bröckelig, beim Braten käme da wohl nur Pampe raus. Aber sie lohnen sich auf jeden Fall :-)

  7. 19. August 2010 at 15:34

    Ich muss die auch mal wieder auf den Speiseplan setzen. Sind wirklich ein Gedicht.

  8. 19. August 2010 at 16:17

    Habe sie auch schon seit laengerer Zeit auf der Nachkochliste. Sehen mal wieder koestlich aus.

  9. 20. August 2010 at 13:41

    Und wer sich jetzt immer noch nicht traut, ich habe sogar ein Video (http://kochtopf.twoday.net/stories/kochtopf-tv-15-minuten-gnocchi-reloaded/) gedreht. Die Herstellung ist wirklich kinderleicht und das Resultat, wie man auch hier sehen kann – Grossartig!

  10. 27. August 2010 at 14:42

    das schaut ja gut aus, mmmh! wieder ein rezept mehr auf meiner liste das ich ausprobieren möchte ;-)

  11. 14. Oktober 2010 at 19:43

    Vielleicht bist Du spät dran, aber ganz bestimmt noch nicht die Letzte! Diese Gnocchi will ich schon so lange mal machen. Bei diesem Rezept ist irgendwie klar, dass es großartig sein muss, auch wenn man es noch gar nicht ausprobiert hat.

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