Besser spät als nie: Ricotta-Gnocchi

Dieser Artikel wurde zuletzt am 20. August 2015 aktualisiert

Mit Frau Monambelles habe ich mich vor gar nicht allzu langer Zeit noch drüber unterhalten, dass es so gewisse Rezepte in der Foodie-Blogosphäre gibt, die einfach jeder mal gemacht haben muss, oder die doch so eine Art Hype geniessen; und meistens liegt das daran dass sie einfach UND großartig sind.

Die 15-Minuten-Ricotta-Gnocchi von Delicious:Days sind eines dieser Rezepte, und gestern habe ich sie endlich nachgemacht.

Damit bin ich wirklich, wirklich, wirklich spät dran. Ich vermute, es hat was damit zu tun, dass ich mit Gnocchi, erschwert durch eine bittere Niederlage im Kampf mit Kürbis-Gnocchi, ein wenig auf Kriegsfuß stehe. Völlig zu Unrecht, wie sich herausstellte.

Auch bei Fool for Food, The Noshery, Chili und Ciabatta, dem Kuriositätenladen, bei Schöner Tag noch, Hefe und mehr und sicher noch vielen anderen Blogs wurden diese Gnocchi mit einer Vielzahl von Beigaben und Saucen kombiniert, und stets waren alle zufrieden.

Ich habe mich von Frau Zorras Fassung mit Tomaten-Basilikum-Sugo inspirieren lassen.

Ricotta-Gnocchi
 


15-Minuten-Gnocchi mit Ricotta

nach: Delicious:Days

Ergibt: 2 Portionen

Zutaten

  • 250 g Ricotta
  • 1 Eigelb (M-L)
  • ¼-½ Teelöffel feines Meersalz
  • 30 g Parmesan, frisch gerieben
  • 75 g Weizenmehl, plus extra zum Bestäuben

Zubereitung

  1. Überschüssige Flüssigkeit aus der Ricotta-Verpackung abgießen (soweit vorhanden), dann Ricotta, Eigelb, Salz und frisch geriebenen Parmesan in eine große Schüssel geben und gut mit einem Kochlöffel verrühren.
  2. Das Mehl zugeben und nur kurz unterrühren bis alles eben vermengt ist – der Teig hat eine ziemlich klebrige Konsistenz. (So werden die Gnocchi sehr samtig und fluffig. Der Teig ließe sich mit mehr Mehl zwar einfacher verarbeiten, das Ergebnis wären aber zähe Gnocchi, die kleinen Gummibällen Konkurrenz machen könnten.)
  3. Das Formen ist ein wenig knifflig, aber mit ein paar Tricks funktioniert es ganz gut: Das Arbeitsbrett ordentlich mit Mehl bestäuben, einen großen Esslöffel des Teiges abstechen und auf das Brett geben. Teig und Hände großzügig bemehlen, dann den Teig sanft zu einer fingerdicken Rolle formen. In kleine Teigkissen schneiden, zwischendurch das Messer ggf. in Mehl tauchen, um ein Klebenbleiben des Teiges zu verhindern.
  4. Die Gnocchi auf einem bemehlten Brett ablegen und flott weiterarbeiten (zu lange Wartezeit machen sie matschig und lassen sie am Brett kleben).
  5. Inzwischen einen großen Topf Wasser zum Kochen bringen, großzügig salzen und die Hitze soweit reduzieren, dass das Wasser nur mehr leicht köchelt. Die Gnocchi behutsam ins Wasser gleiten lassen und einmal umrühren, um zu verhindern, dass sie sich am Boden festsetzen. Dann ziehen lassen, bis sie an der Oberfläche schwimmen, dies kann abhängig von ihrer Größe 2 bis 4 Minuten dauern. Mit einer Schaumkelle herausnehmen und sofort servieren.

Was kann ich anderes sagen, ausser: super. Wunderbar zu verarbeitende, fluffige Gnocchi, die spontan von mir und Herrn @Datenhamster den Daumen nach oben bekamen. So schnell wie die gemacht sind, gibt es keinen Grund mehr, Gnocchi nicht selbst zuzubereiten.

Appetit bekommen? - Hungry for more?

14 Antworten

  1. die hab ich auch schon gemacht. 🙂 hab sie auch mit tomaten gegessen und fand sie auch super lecker. ich bin deiner meinung, dass man eigentlich nie wieder gnocchi kaufen muss!! eigentlich…

  2. elamatrix sagt:

    und ich dachte immer, Gnocchi werden aus Kartoffel gemacht

    • FoodFreak sagt:

      Ela, ‚gnocchi‘ heisst nichts anderes als Nocken, Kartoffel-Gnocchi sind nur eine von vielen Fassungen. Ein klassisches Gericht der ital. Küche sind z.B. Gnocchi alla romana, die werden aus Hartweizengriess gemacht.

  3. elamatrix sagt:

    ah, wieder was gelernt, danke 🙂

  4. nesrin sagt:

    Es sieht lecker aus. Grüsse…

  5. Juliane sagt:

    Oh ja! Die Gnocchi nach diesem Rezept werden einfach toll. Auch bei Dir sehen sie sehr schön aus. Könnte ich eigentlich auch mal wieder machen!

    Viele Grüße und schöner Tag noch,
    Juliane

  6. Susa sagt:

    Und es lohnt sich doch, Rezepte in der Blogosphäre hin und her zu schieben und nachzukochen. Dieses hier habe ich zwar schon einmal gesehen, aber wirklich interessiert hat es mich noch nie. Bis jetzt. Kann man sie nicht auch anbraten?

    • FoodFreak sagt:

      Susa, ich glaube braten kannst Du diese hier erst nach dem Kochen – der Teig ist wirklich weich und bröckelig, beim Braten käme da wohl nur Pampe raus. Aber sie lohnen sich auf jeden Fall 🙂

  7. Ich muss die auch mal wieder auf den Speiseplan setzen. Sind wirklich ein Gedicht.

  8. Habe sie auch schon seit laengerer Zeit auf der Nachkochliste. Sehen mal wieder koestlich aus.

  9. zorra sagt:

    Und wer sich jetzt immer noch nicht traut, ich habe sogar ein Video (http://kochtopf.twoday.net/stories/kochtopf-tv-15-minuten-gnocchi-reloaded/) gedreht. Die Herstellung ist wirklich kinderleicht und das Resultat, wie man auch hier sehen kann – Grossartig!

  10. Ulli sagt:

    das schaut ja gut aus, mmmh! wieder ein rezept mehr auf meiner liste das ich ausprobieren möchte 😉

  11. nata sagt:

    Vielleicht bist Du spät dran, aber ganz bestimmt noch nicht die Letzte! Diese Gnocchi will ich schon so lange mal machen. Bei diesem Rezept ist irgendwie klar, dass es großartig sein muss, auch wenn man es noch gar nicht ausprobiert hat.

  1. 7. Oktober 2015

    […] Besser spät als nie: Ricotta-Gnocchi | Foodfreak […]

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