Lindt Stengeli

Dieser Artikel wurde zuletzt am 30. November 2014 aktualisiert

Anfang des Jahres haben wir uns in Aachen bei Lindt im Werksverkauf eingedeckt. Dabei landete auch diese Zusammenstellung für den reduzierten Preis von 9,10 Euro im Einkaufskorb, versehen mit der Bemerkung, dass dies doch etwas für Schwiegermutter sein könnte. Am Ende wanderte die Schokolade aber in unsere Bäuche.

‚Diese Zusammenstellung‘ sind Schokoladenstengel, wir der eingeschweizerte Name schon sagt, die mit Alkohol gefüllt sind. Zur Auswahl stehen Kirsche, Williams und Vieille Prune (Pflaume), jedoch ungleich verteilt. Kirsche füllt die Hälfte der Packung, die anderen beiden teilen sich den Rest. Dabei hätte mir das schon an der Verpackung auffallen müssen, denn auch da hat Lindt ganz wahrheitsgemäß zwei Kirsch-Stengeli mehr abgebildet als bei den anderen Sorten.

Wie auch bei vielen Tafeln üblich, haben diese Stäbchen innen eine Zuckerschicht, die den Alkohol vor dem Auslaufen schützen soll. Zusätzlich sind sie mit Kakaopulver umhüllt. Ich hielt das erst für Schnickschnack, aber der Geschmackstest bestätigte, dass es durchaus seinen Sinn hat. Die Schokolade kann sich sehen lassen, die Zuckerschicht muss sein und fällt nicht so negativ auf wie bei manch anderen Süßigkeiten dieser Machart.

In Verbindung mit der Alkoholfüllung passt dann auch der Geschmack des Kakaopulvers aussenrum, das die Kombination abrundet. Der Inhalt wurde von uns auf zwei Arten verköstigt. Zuerst warm, also bei Zimmertemperatur. Hier konnten alle Sorten ihr Aroma ausspielen, wobei ich den Vieille Prune am besten fand. Danach folgten Kirsch und Williams. Alle drei schmeckten nach dem, was sie sollten, nur den Williams fand ich einen Tick zu alkoholisch. Kalt schlug die Stimmung um. Hier war der Kirsch der bessere, er behielt als einziges so richtig sein Aroma. Die anderen flachten stark ab. Jetzt wünsche ich mir noch eine Edel-Sorte mit schwarzer Knorpelkirsche von Augustus Rex.

Die Zutatenliste lässt wenig zu wünschen übrig:

Zucker, Kakaomasse, Kirsch (6%), Kakaobutter, Vieille Prune (3%), Williams (3%), fettarmes Kakaopulver, Butterreinfett, Magermilchpulver, Geliermittel gummi arabicum, Sojalecithin, Aroma.

Wie immer sind es die letzten beiden Punkte, die ich nicht brauche. Dazu kommt dann noch das Butterreinfett, das die Kakaobutter ersetzt.

Am Ende kann ich sagen, dass die Stengeli ziemlich gut sind. Im Vergleich zu vielen alkoholgefüllten Schokoladen schmecken sie deutlich weniger nach Alkohol. Auch die Zuckerschicht innen drin ist nicht zu aufdringlich. Diese Vorgabe hier gilt es zu schlagen.

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