Knackige Sommerfrische

Dieser Artikel wurde zuletzt am 22. Juni 2014 aktualisiert

Als ich The Everything Thai Cookbook: From Pad Thai to Lemongrass Chicken Skewers–300 Tasty, Tempting Thai Dishes You Can Make at Home (Everything (Cooking)) vor Monaten auspackte und darin blätterte, war meine erste Reaktion: Was für eine Geldverschwendung.

Das begann bereits damit, dass im gesamten Kochbuch (ausser in einer Glossar-Randnotiz) kein Galgant vorkommt, auch nicht bei Tom Kha Gai (Wörtlich: Suppe Galgant Huhn), ging damit weiter, dass schätzungsweise 1/4 der vorgestellten Rezepte nicht mal annähernd aus Thailand stammen, sondern ganz offensichtlich und nicht selten als solche gelabelt aus China, Vietnam, Malaysia, Singapur und Indien, ergänzt um amerikanische Pseudo-Thai-Küche. Ein Fehlgriff? Ab ins Regal? Passiert.

Und so staubte das Buch vor sich hin, während ich mich fragte wie jemand der Meinung sein kann, (mediterranes) Basilikum und Thai-Basilikum seien auch nur annähernd austauschbar.

Sieht man allerdings über die stark für das amerikanische Publikum vereinfachten Zutatenlisten und ‚Thai Chicken Pizza‘ und den unvermeidlichen ‚Cold Sesame Noodle Salad‘ hinweg, hat das Büchlein beim dritten Hinschauen durchaus auch interessante und recht authentische Thai-Küche zu bieten, die ausserdem gut erklärt und einfach zu machen ist, und ich will seit Wochen etwas daraus ausprobieren. Geworden ist es schliesslich ein Salat.

 

Der Crunchy Coconut-Flavored Salad wird im Original mit Gurke und Jicama gemacht; ich habe Gurke und Kohlrabi genommen, was hervorragend passte.

Knackiger Salat mit Kokosnoten

Author: nach: The Everything Thai Cookbook
Ingredients
  • SALAT
  • 1 Salatgurke
  • 1 Kohlrabi
  • eine Handvoll Thai-Basilikum, optional
  • DRESSING
  • 3 Esslöffel Reisessig
  • 2 Esslöffel Kokosraspel
  • 1 Esslöffel frisch geraspelter Ingwer
  • 3 Esslöffel Limettensaft
  • 1 Teelöffel Limettenschale, abgerieben
  • 2 Teelöffel Zucker
  • 1 kräftige Prise Chiliflocken
  • 1/8 Teelöffel Currypulver
Instructions
  1. Für das Dressing (‚Coconut marinade‘) den Essig leicht erwärmen, dann Kokosraspeln und Ingwer zugeben und weichen lassen. Mit den übrigen Zutaten verrühren.
  2. Die Kohlrabi schälen. Gurke und Kohlrabi in Julienne raspeln. Mit dem Dresing vermengen, 2 Stunden kalt stellen. Nach Wunsch fein geschnittenes Thai-Basilikum untermischen.

 

Der Salat schmeckt toll erfrischend, hat Crunch, das Basilikum kann man auch weglassen, die ätherische Note muss nicht unbedingt sein, gibt dem ganzen aber ein anderes Aroma. Von mir aus hätte es gern mehr Kokos sein dürfen, und ich werde das nächste Mal evtl. Kokosessig verwenden. Interessant ist auch, dass dieses Dressing weder Salz noch Öl enthält – aber dennoch fabelhaft schmeckt.

Ein schöner Sommer-Salat, mal jenseits der üblichen Gurke-mit-Dill-Kombos, der uns beiden sehr gefallen hat. Vielleicht sollte ich mich doch mal an eins der anderen Gerichte aus dem Buch wagen. Da ich aus The Everything Thai Cookbook noch nie etwas gemacht habe, ist das auch mein Beitrag für DKduW diesen Monat.

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Appetit bekommen? - Hungry for more?

9 Antworten

  1. Tatsächlich eine interessante Kombination. Das klappt echt ohne Salz? Muss ich mal probieren.

    Kohlrabi als Jicama-Ersatz ist eine gute Idee!

  2. Bentolily sagt:

    Da wollte ich nur mal schaun, wer mir einen netten Kommentar hinterlassen hat – prompt stolpere ich über das nächste leckere Rezept… Wird demnächst ausprobiert. Gurkensalat ohne Salz = bentotauglich. Prima.

  3. Susa sagt:

    Ohgottohgottohgottoh… ich bekomme bestimmt gleich Blog-Verbot, aber: Auf Kefallonia wurde mir griechischer Basilikum serviert (darunter war ein Hummerragout), der tatsächlich thailändischen ähnlicher schmeckt als dem bekannten Blumentopfbasilikum aus Italien. Ich habe noch ein paar Samen hier, sobald der wächst, machen wir mal eine Basilikum-Verkostung, okay?

    • FoodFreak sagt:

      Also von mir kriegst Du sicher kein Blog-Verbot 😀 – so eine Verkostung fände (sicher nicht nur) ich sehr spannend!

      Ich bezweifle gar nicht dass es sehr viele Sorten Basilikum mit unterschiedlichen Aromen gibt – nur ist für den (US) Normalokochbuchleser eben ‚basil‘ das Italobasilikum, und da wird auch nicht im mindesten unterschieden, ja es wird sogar irgendwo angegeben dass es keinen Unterschied mache, und das wage ich sehr wohl in Frage zu stellen. (Genauso wie ‚ginger‘ und ‚lesser ginger‘ aka Galgant eben völlig unterschiedlich schmecken). – Die bunte Welt der Kräuter ist zum Glück irrsinnig vielfältig, und ich würde mir wünschen dass diese Vielfalt mehr Leuten bekannt wird und auch erhalten (und erhältlich) wird.

  1. 11. Juni 2010

    […] Arbeitstag bis 15 Uhr, deswegen ist die Bento auch überschaubar – gebratenes Huhn, thailändisch angehauchter Kohlrabi-Gurken-Salat, und ein bisschen Snackzeugs. var flattr_wp_ver = '0.9.11'; var flattr_uid = '15157'; var […]

  2. 1. Juli 2010

    […] knackige Salat mit Kokosnoten, in dem Kohlrabi und Gurken sich zu einem gelungenen Paar vereinten, war sehr schön sommerlich […]

  3. 23. Juli 2010

    […] machen. Auch bei längerer Aufbewahrung bildet sich kaum Gurkensaft. Und hier geht’s zum Rezept bei Foodfreak […]

  4. 6. Januar 2012

    […] Knackiger Salat mit Kokosnoten (Kohlrabi-Gurken-Salat mit Thaidressing) […]

  5. 8. Februar 2013

    […] Knackiger Salat mit Kokosnoten […]

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