DKduW – Mai 2010

Dieser Artikel wurde zuletzt am 22. Juni 2014 aktualisiert

Im Grunde hätte ich für den monatlichen Dauerevent Dein Kochbuch das unbekannte Wesen ja was Kanadisches kochen müssen – aber wie mir auch meine kanadischen Gastgeber bestätigten, hat Kanada, abgesehen von wenigen Dingen wie Fiddlehead Ferns und Tourtiere, kaum eine eigenständige Küche entwickelt. Und ich habe auch gar kein kanadisches Kochbuch :-). Ein Blick auf Amazon wirft mir immerhin Flavours of Canada aus… es gibt sowas also…

Wer gern kanadisch kochen möchte, dem kann ich (bei kälterem Wetter) diese Tourtiere Bon Femme empfehlen. Fürs wärmere Wetter dagegen eignet sich der Blick auf die Mai-Beiträge zu DKduW bestens.

Den Auftakt mach Nesrin von Nesrin’s Küche mit einer (natürlich) türkischen Spezialität, Dalyan Köfte.

Das Rezept, das vom türkischen TV-Koch Ümit Usta aus dessen Buch (wohl übersetzt) ‚kocht traditionelle türkische Gerichte‘ stammt, ist eher ein gefüllter Hackbraten denn eine Bulette. Auch sonst lassen sich in ihrem Blog viele interessante Gerichte der türkischen Küche finden.

Wunderbar frühlingshaft und wie bei Mestolo eigentlich immer mit einem italienischen Einschlag versehen, zaubert Päm für uns Asparagi alla Milanese.

Dieser stilecht italienische Klassiker – allein beim Foto läuft mir schon das Wasser im Mund zusammen – ist (u.a.) in Culinaria Italia zu finden. Das ist genau die grandiose kulinarische Schlichtheit die ich an Mittelmeerküche liebe.

Da, Zitat Zorra, auch diesen Monat kein Beitrag aus einem Betty Bossi Kochbuch fehlen darf, legt die Schweizerin in Spanien für den Beitrag im Kochtopf mal wieder eins der spiralgebundenen Helferlein der helvetischen Hausfrau auf den Tisch, Betty Bossis Italienische Küche von 1987.

Die Fusilli alla Cinque Pi schliessen quasi nahtlos an den letzten Beitrag an – schnörkellose Landküche mit wenigen Zutaten und viel Geschmack.

Der nächste, der italienische Küche auftischt, ist Franz von Einfach köstlich. Bei ‚Trennung auf Italienisch‘, so die Überschrift, assoziiere ich ja eher Marcello Mastroianni, aber der Anlaß ist hier keine Scheidung, sondern das Büchlein Trennkost Italien.

So richtig „getrennt“ kommen mir die Gefüllten Paprikaschoten mit Vollkornreis und Käse drin nicht vor, aber als gute Vollwertkost würde ich das durchaus durchgehen lassen.

ört.

Bei Evi in der Kyche ist die Knödelmanie ausgebrochen – wunderbar, kann ich nur sagen, denn Knödel, das sind auch Dumplings, und asiatische Dumplings von mandu bis Jiaozi gehören zu meinen Leibgerichten. In Toronto habe ich mir am Fenster eines winzigen Dumplingstands fast die Nase plattgedrückt und zugesehen, wie die Köchin mit dem (immer) dünnen Rollholz fein säuberlich Teig zu perfekten Kreisen auswalzte, mit Füllung versehen geschickt zu Täschchen, eins schöner als das andere, faltete… und beim Anblick der Zitronen-Rind-Potstickers ist es ganz um mich geschehen.

Das Rezept aus Asiatische Blitzmenüs muss ich un-be-dingt nachmachen!

Mit asiatischer Küche ganz nach meinem Geschmack ist Evi nicht allein – mipi von Man kann’s essen holt Thailand. Küchen der Welt aus dem Regal.

Die Auswahl der Rezepte war so groß, dass mipi sich schliesslich für eine Fusion aus zwei Gerichten entschieden hat, und wenn ich mir das Thailändische Hühnchen mit Ananas und Cashewnüssen so ansehe, scheint das eine sehr glückliche Fusion geworden zu sein.

Zum Abschluss gibt es zwei Desserts – Barbara hat auf der Spielwiese Jamie Oliver bemüht und ganz saisonal nach Natürlich Jamie – Meine Frühlings-, Sommer-, Herbst- und Winterrezepte gekocht.

Das Rhabarberkompott mit Blätterteigwaffeln klingt schön frisch und ungewöhnlich zugleich.

Das zweite Dessert – oder vielleicht auch Kaffeegebäck? sind Mandeltörtchen mit süßem Laub, die Anna Lena von der Hüttenhilfe gebacken hat.

Der Buchtitel, dem das Rezept entnommen ist, klingt ebenso witzig wie viel versprechend: Kochen für Angeber: Spitzenküche leicht gemacht. Aber die schmecken bestimmt auch ganz bescheidenen Köchinnen…

Update (3.6.)

Durch die Lappen gegangen ist mir, warum auch immer, der Beitrag von BesserEssen. In diesem Zusammenhang: solltet Ihr Euch hier mal nicht finden, obwohl Ihr teilgenommen habt, schickt mir doch bitte eine kurze Mail oder eine Message auf Twitter. Manchmal landen die Mails auch fälschlich im Spam – vorausgesetzt natürlich Ihr habt an die Infomail gedacht (Adresse siehe Regeln).

Und dabei erinnere ich mich nach der Anmahnung dunkel, dass ich mich über den Titel noch so köstlich amüsiert hatte… „Wildu machen ayn Schweinefilet “ ist das Rezept betitelt, das mitnichten aus einem mittelalterlichen oder Renaissance-Kochbuch, aber etwas beinahe so altem stammt: der Brigitte Rezeptkartensammlung.

Das Würzfilet in Blätterteig hätte sicher auch bei Hofe einen guten Eindruck gemacht.

Vielen Dank für Eure schönen Einblicke in Unbekanntes aus Euren Kochbuchregalen und alte und neue Kochbücher – wie immer hat das sehr viel Spaß gemacht, und ich hoffe nächsten Monat trauen sich noch mehr Blogger, ihre alten Schätze zu entstauben und darin zu schmökern.

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Appetit bekommen? - Hungry for more?

4 Antworten

  1. Hilke sagt:

    Nanny Oggs Kochbuch – jawohl! 😀 Das steht bei mir auch im Kochbuchregal (gleich neben dem Star Wars Kochbuch).

  2. Barbara sagt:

    Danke für die schöne Zusammenfassung – ich kriege Hunger! 🙂

  3. Susa sagt:

    Dank diesen Events entdecke ich immer wieder neue Blogs. Und natürlich Rezepte. Beitrag für Juni ist gerade in Deinem Postfach gelandet.

  4. Evi sagt:

    Vielen Dank fürs Zusammenfassen! Ich hoffe du kannst deinem Dumplinghunger bald nachgeben. 🙂

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