Vindaloo Nr. 3

Dieser Artikel wurde zuletzt am 17. September 2015 aktualisiert

Bei meinem Schweinefleisch-Vindaloo von Madhur Jaffrey hatte ich ja schon angekündigt, dass ich auch eins (oder mehrere) von Raghavan Iyer vorstellen wollte. Den Anfang macht das Vindaloo Nr. 3, das ich so nenne weil in 660 Curries drei verschiedene Varianten des scharf-würzigen Schweinefleischcurrys aus Goa zu finden sind, und dieses hier ist die dritte (und einfachste).

 

Schweinefleisch-Vindaloo #3 (nach 660 Curries)

Iyer schreibt, dass auf Goa dieses Gericht auch mit Rind, Lamm und sogar Meeresfrüchten und Fisch hergestellt wird. Im Rezept kommt (entbeintes) Schweinekotelett zum Zug, von dem ich eher die durchwachsene Fassung empfehlen würde; Iyer erwähnt auch, dass man durchaus durchwachsenere Stücke mit Knochen nehmen und entsprechend länger schmoren kann – würde ich im Wiederholungsfall wohl machen, ist aber nix für Knochen-im-Essen-Phobiker.

 

Chili-bedecktes Schweinefleisch mit Essig – Schweinefleisch Vindaloo (Version 3)
Serves: 4
nach 660 Curries
Ingredients
  • 125 ml Apfelessig
  • 1 Esslöffel Kreuzkümmelsamen
  • 5-6 cm frischer Ingwer, in Scheiben geschnitten
  • 6-8 Knoblauchzehen
  • 6-8 getrocknete rote Chilischoten, entstielt
  • 1 Zimtstange (ca. 7.5 cm)
  • 500 g Schweinekotelett, ausgelöst gewogen, in Ragoutstücken
  • 1 Teelöffel grobes Meersalz
  • 1/2 Teelöffel Kurkuma
  • 2 Esslöffel Öl
  • Koriandergrün, gehackt
Instructions
  1. Die Zimtstange würde ich möglichst gut zerbröckeln. In einen Mixer gibt man den Essig und die Gewürze einschliesslich Ingwer und püriert bis eine grobe Paste entsteht.
  2. Fleisch mit der Paste vermengen. Salz und Kurkuma zugeben und einarbeiten. Mindestens 30 Minuten durchziehen lassen, oder über Nacht (länger ist besser).
  3. Öl in einer mittelgroßen Pfanne erwärmen, das Fleisch samt Paste unter Rühren darin anbraten, bis es bräunt – das dauert etwa 10-12 Minuten. Zu Beginn dünstet es mehr, am Ende bräunt es stärker. Nun knapp 125 ml Wasser angiessen, umrühren und angebräunte Stellen vom Boden loskochen. Unter gelegentlichem Rühren 15 Minuten (oder länger, bis weich) schmoren lassen, nach Bedarf noch etwas Wasser zugeben.
  4. Koriandergrün untermischen, servieren.

Auch Herr datenhamster war der Meinung, dass dieses Vindaloo – obwohl eigentlich einfacher zu machen und weniger komplex in der Gewürzzusammenstellung – sehr viel leckerer und aromatisch runder war als das von Madhur Jaffrey. Wieder einmal zeigt sich, dass Raghavan Iyer in 660 Curries seine Gewürze und Aromen absolut gekonnt im Griff hat – mjam.

Dazu passt am besten viel lockerer Basmatireis, ein frischer indischer Salat wie khachumber, und wer mag natürlich auch ein Dal, dal geht immer.

Guten Appetit!

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