DKduW – März 2010

Dieser Artikel wurde zuletzt am 22. Juni 2014 aktualisiert

Neulich in der ZDF Küchenschlacht wurde eine der Teilnehmerinnen zu ihren Kochbüchern befragt, und sagte sinngemäß, ohja sie haben superviele Kochbücher, bestimmt so um die 50 😀 – das fand ich irgendwie allerliebst.

Ich selbst bin mit meinen rund 200 Kochbüchern im Regal ein kleines Lichtlein in der Welt der Kochbuchhorter, und selbst ich finde darin immer wieder welche, die ich noch nie oder so gut wie nie benutzt habe, aber ich habe es leider im März nicht geschafft eins davon zu entstauben – dafür aber die Teilnehmer an dieser Ausgabe von DKduW, Dein Kochbuch das unbekannte Wesen.

Ganz neu dabei ist Andrea vom Kräuter und Blüten Blog (das klingt ja voll nach Frühling), und das Buch das sie uns vorstellt ist so ganz nach meinem Geschmack: Hausgemachtes. Pikantes aus dem Vorrat. Ich bin ja sowieso ein Vorräte-Horter…

Das eingemachte Schweinefleisch aus Madeira, das ganz stilecht auf Vorrat eingekocht wird, setze ich gleich auf meine Nachmachliste – danke für die schöne Inspiration!

Der Edekaner (von Chef, der Metzger hat gesagt) ist ebenfalls neu dabei, und kommt uns dem Titel seines Blogs gemäss deftig. Dafür holt er ein Buch raus, das, man mag es kaum glauben, tatsächlich ein Kochbuchklassiker unserer Zeit ist; Alfred Biolek – Meine Rezepte.

Ich finde, es muss einem nicht peinlich sein, daraus zu kochen und danach erste Gehversuche gemacht zu haben 🙂 – ich habe auch einige wirklich tolle Rezepte aus Bios Sendungen mitgenommen; der Erfolg lag ja nicht nur an seinem Dampfgeplauder, sondern auch daran dass da schon erkennbar irgendwie ein Normalo (gut) kochte…

Aus dem Hasen flämisch süß-sauer sind dann den Zutaten nach doch eher mediterran geschmorte Kaninchenkeulen geworden, aber dem Genuß tut das ja keinen Abbruch – klingt für mich jedenfalls sehr lecker.

Weiter geht’s in Lindas Bistro, und ganz und gar Bistroküche ist auch das Gericht das sie sich ausgesucht hat, eine Quiche au Boursin.

Für Gäste das Beste lautet der Titel des Betti Bossi-Büchleins, das hier als Vorlage diente – wenn ich mir das Rezept so anschaue, ist das hier durchaus ernst zu nehmen 🙂

Garantiert gästetauglich ist auch das raffinierte vegetarische Auberginentartar von Man kann’s essen.

Pate stand hier Unser Kochbuch. Auf der Suche nach Alternativen zu Fisch und Fleisch – noch einmal der Grandseigneur des deutschen Koch-TVs, Alfred Biolek, tatkräftig unterstützt von Jahrhundertkoch Eckart Witzigmann. Allerdings kann auch ein Eckart Witzigmann eine sizilianische Caponata nicht mehr viel besser machen 😉 – nur einem grösseren Publikum nochmal vorstellen…

Mal ganz anders, nämlich „Spitalküche“ kocht Robert von Lamiacucina im März für uns.

Das ungewöhnliche an diesem Rezept – ein Kalbsgeschnetzeltes mit Artischocken und Peperonigemüse – ist nicht nur, dass es aus einem Krankenhaus bzw. dessen Küche kommt (so farbenfrohes Krankenhausessen kann man sich ja nur wünschen), sondern dass es aus einem im Entstehen begriffenen Kochbuch stammt, einer Sammlung einzelner Rezepte der Küchenlinie mediterranea, die im Lauf des Jahres dann als Ringbuch herauskommen sollen.

Mittelmeergefühle wecken auch die Stubenküken mit Gremolata-Butter aus dem Hause Chili & Ciabatta.

Da würde ich mir jetzt gern so ein Hühnchen schnappen; das Buch dazu, Ad Hoc at Home: Family-Style Recipes, steht schon länger auf meinem Wunschzettel. mal sehen, wenn Petra mehr daraus bloggt wird die Entscheidung vielleicht leichter *undezent mit dem Zaunpfahl wedel* 😀

Klassisch italienische Küche serviert uns Barbara auf der Spielwiese.

Dass Safran die aromagebende Zutat eines Risotto Milanese ist, ist altbekannt, und so überrascht es auch nicht dass dieses Gericht aus einem Kochbuch über das teuerste Gewürz der Welt kommt: Gold in der Küche – Das Safrankochbuch. Dass dieses goldene Risotto göttlich schmeckt, glaube ich gern!

Schöner Tag noch! lautet der Titel von Julianes Blog. Und schön kann der Tag bestimmt werden, wenn man ihre Hähnchenbrust mit Orangengemüse nachkocht, da strahlt förmlich die Frühlingssonne vom Teller!

Kaum zu glauben dass ein so toll aussehendes Gericht „Diät“-Kost sein soll, denn das Rezept ist aus dem Low Fat Büchlein von Zabert Sandmann entliehen.

Nach so viel Frühling wird es mit Anna Lena von der Hüttenhilfe noch mal deftig. Wintergemüse, Mettenden, Speck und Kartoffeln schmurgeln auf das fröhlichste zusammen zu einem deftigen Kartoffeleintopf, der bei nasskaltem Wetter bestimmt großartig mundet.

Aus dem 1979 erschienenen Werk Moderne Küche – Grundkochbuch aus dem Ernährungsstudio stammt das Rezept – als modern würde das heute sicher keiner mehr bezeichnen, aber seien wir ehrlich: ein Eintopf soll nicht modern (und „light“) sein, oder?

Das war’s für den März, ich freue mich schon auf Eure April-Beiträge – wer gern mitmachen möchte, ist dazu herzlich eingeladen, dieser Event ist für jeden offen. Bitte die Mail an die in den Regeln erwähnte Mailadresse nicht vergessen; und sollte mir mal wieder jemand durch die Lappen gegangen oder im Spamfilter gelandet sein, bitte kurze Nachricht per Mail oder Twitter. Danke!

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Appetit bekommen? - Hungry for more?

7 Antworten

  1. Immer wieder verblüffend, was da ans Tageslicht geholt wird. Und diverse für mich neue Blogs lernt man auch gleich kennen. Danke wieder einmal für das schöne Round-up!

  2. Barbara sagt:

    Danke!

    Der Roundup liest sich ja wieder super. Tolle Rezepte, tolle Bücher – und interessante Blogs zum Weiterstöbern.

  3. Juliane sagt:

    Vielen Dank für diese Zusammenfassung, da ist doch einiges Inspirierendes dabei! Ein Blick in eingestaubte Kochbücher lohnt sich doch immer wieder.

    Viele Grüße und schöner Tag noch,
    Juliane

  4. Jutta sagt:

    Ich kann mich den Kommentatorinnen vor mir nur anschließen: neue Blogs, super Gerichte, schöne Aufbereitung und sofort regt sich der kleine Stachel, der einen piekst und daran erinnert, dass man doch auch mal wieder, eigentlich, schnellstens…

    Zurzeit erfasse ich meine Kochbücher auf librarything (ein paar mehr als 50 – wie süß! – aber auch ich bin ein kleines Licht) und mir sind etliche in die Hände gefallen, die tatsächlich noch nie „bekocht“ wurden. Ehrlich gesagt auch welche, von denen ich nicht wusste, dass ich sie überhaupt besitze 🙂

    Nun ja, ich halte mich dran mit dem Kauf von neuen Schätzchen und hoffentlich komme ich bald mal dazu, wieder etwas für DKduW zu posten. Die anderen Schätze halten mich im Moment ein wenig vom Wesentlichen ab 🙂

    Liebe Ostergrüße an dich und den Liebsten

    Jutta

  5. Linda sagt:

    Auch von mir ein großes Kompliment für die schöne Zusammenfassung. Ich gebe zu, dass ich nicht sehr viele Kochbücher besitze (50 – 60), aber darunter sind etliche, aus denen ich noch nie etwas gekocht habe.

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