Aufgrund vieler guter Bewertungen bei QYPE habe ich neulich in Aachen das (Sushi-Restaurant) Oishii aufgesucht.
Das Oishii liegt in der Pontstraße, also einer gastronomisch sehr aktiven Ecke von Aachen, und ist entsprechend auch am Sonntag abend gut besucht. Wir hatten nicht reserviert, haben aber dennoch ein Plätzchen gefunden, was sehr angenehm war.
Überrascht war ich erst mal von der Grösse des Ladens, tritt man ein wähnt man sich in einer japanisch engen traditionellen mit Holz ausgestatteten Sushi-Bar, aber das Restaurant ist sehr viel grösser als es den Anschein hat, und die weiteren Räumlichkeiten sind eher modern-loungemässig ausgestattet. Leider habe ich keine Fotos gemacht, wegen der Beleuchtung hätte ich sonst arg viel blitzen müssen.
Die Karte ist sehr bunt gemixt, ich würde es als japanisch-asiatische Fusion-Küche bezeichnen. Die viel gelobte Miso-Ente, am Nebentisch gesehen, sah sehr gut aus. Wir haben uns für Sushi entschieden – eine Platte für zwei, plus ein extra bestelltes Hotategai-Nigiri, plus Gyoza vorweg, und dazu Grüntee mit Reis.
Der Service ist durchwachsen und teilweise ein wenig planlos, Standard-Ausdrücke aus japanischen Restaurants waren unbekannt. Die Qualität des Essens war ebenfalls durchwachsen – positiv der offenbar selbst eingelegte Ingwer, störend die mehr als deutliche Note europäischen Meerrettichs im Wasabi; die Teeportion lachhaft für den Preis – dafür gibt’s anderswo eine Kanne oder free refill (Wasser auf die Teeblätter).
Die Jakobsmuschel-Sushi waren für das Gebotene überteuert – in Hamburg gibt es für denselben Preis eine besser dimensionierte Portion derselben. Die Sushi insgesamt würde ich als annehmbaren Durchschnitt werten, das habe ich aber selbst an “billigen” Sushi-Laufbändern schon besser gegessen.
Besonders flexibel ist man auch nicht – am Nebentisch wollte ein Gast eine der Vorspeisensuppen als große Portion; das gehe nicht beschied die Bedienung gerade heraus. Weil’s nicht im Kassensystem steht? Da das Oishii andere Suppen in großen Schalen verkauft wäre es wohl kein Problem gewesen eine doppelte oder 1 1/2 Portionen in einer großen Schale zu servieren.
Schliesslich die Tische – in dem Lounge-Teil in dem wir saßen, waren die Tische sehr winzig, wer mehr als nur ein paar Sushitellerchen vor sich hat gerät schnell an die Kapazitätsgrenze; es ist ausserdem relativ beengt und die Akustik gewinnt auch nicht dadurch, dass die Musik relativ laut ist und man dennoch die Gespräche der Umgebungstische problemlos mithört. (Wenn diese auch bisweilen unfreiwillig erheiternd sein können).
Begeistert hat mich das Oishii nicht – das Essen war okay, die selbst gemachten gyoza nebst Dippsauce lecker, aber auch das habe ich schon besser gegessen. Vielleicht ist das für Aachener Verhältnisse ja ungewöhnlich gut, für das was ich an Sushi kenne, ist es aber nur sehr durchschnittlich. Kurzum, wir wurden satt, es hat geschmeckt – aber wiederkommen würde ich hier nicht zwingend.
Oishii Sushi
Pontstr. 83
52062 Aachen
täglich 12-24 Uhr
Website (komplett Flash, Speisekarte nur auszugsweise):
www.oishii.de
(Hinweis: Dieser Text entsprichend weitestgehend auch meiner Rezension auf QYPE)






[...] Foodfreak » Oishii, Aachen [...]
Culinaria galore…
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Habe den Laden schon paar mal im Fernsehen beobachtet und laufe mehrmals die Woche an ihm vorbei, habe aber noch nie das Bedürfnis gehabt, da rein zu gehen… Dieser Bericht unterstützt nur die Aussagen meiner Freunde…
hi, ich weiß das gegenvorschläge nich so viel sinn machen, aber ich hätte da einen. wenn du jemals in berlin sein solltest geh ins sasaya. mit der einzige laden in berlin wo auch die japaner essen gehen. gutes sushi und auch sonst eine sehr gute warme küche. und lass dich nicht durch die ausschließlich positiven bewertungen bei QYPE abschrecken
Vielen Dank für den Tipp, ist vorgemerkt