Spaghetti mit Steckrübenbolognese

Dieser Artikel wurde zuletzt am 22. Juni 2014 aktualisiert

Ich geb’s ja zu, Steckrüben gehören nicht regelmässig zu den Pflanzen die auf meinem Speiseplan landen – deswegen habe ich mich im Web nach ein paar Ideen umgesehen, und wurde bei den Küchengöttern fündig (hinsichtlich LSR nicht verlinkt).

 
Spaghetti mit Steckrüben-Bolognese
 

Im Grunde ist das Rezept ganz einfach zu machen, das Schnippeln der Rübe benötigt aber etwas Zeit.

Es soll Leute gebe, die meinen, für eine Bolognese-Sauce, egal welcher Art, brauche man die Fix&fertig-Tütenwürzung. Insofern passt dieses Gericht mal wieder wunderbar zu dem gemeinsamen Projekt Kochen ohne Tüte mit Küchenlatein, denn auch diese Nudelsauce kommt ohne Fertigwürze aus.

Die fix&foxi-Version von Grün-Gelb würde mit diesen Zutaten „punkten“:

33% Tomatenpulver, Weizenmehl, jodiertes Speisesalz, Stärke, Zucker, pflanzliches Fett, Zwiebeln, Hefeextrakt, Knoblauch, Paprika, Thymian, Rosmarin, Majoran, Oregano.

Gegenüber der Originalfassung habe ich nur ein paar Kleinigkeiten verändert, siehe meine unten stehenden Kommentare bzw. Anmerkungen im Rezept.

Spaghetti mit Steckrüben-Bolognese
adaptiert nach einem Rezept auf kuechengoetter.de

500 g Steckrüben
2 Zwiebeln
2 EL Olivenöl – im Original: Öl
400 g gemischtes Hackfleisch – im Original: 300 g
2 EL Tomatenmark
250 ml Gemüsebrühe – im Original: Fleischbrühe
500 g Spaghetti – im Original: 400 g
Salz
Pfeffer
250 g braune Champignons – im Original: 200 g kleine Champignons
1 Dose (400 g) gehackte Tomaten – im Original: 500 g stückige Tomaten (Tetrapak)

MEINE ERGAENZUNGEN
etwas frischer Thymian
100 ml Wasser oder Wein
1 Schuss Aceto Balsamico
etwas scharfes Chilipulver
Parmesan, optional

Die Steckrüben putzen, schälen und in feine Würfel schneiden. Die Zwiebeln schälen und hacken.

Das Öl in einem großen Topf erhitzen und das Hackfleisch darin unter Rühren krümelig anbraten. Die Zwiebeln dazugeben und glasig dünsten. Das Tomatenmark einrühren und kurz andünsten. Die Steckrübenwürfel hinzufügen, die Brühe dazugießen, aufkochen und alles zugedeckt bei schwacher Hitze 10 Min. schmoren lassen.

Die Champignons putzen, abreiben, [entstielen, die Stiele in den Gemüsesuppenbeutel geben und einfrieren], und in dünne Scheiben schneiden. Mit den Tomatenstücken [und Thymian, sowie Wasser oder Wein] zum Hackfleisch geben und alles weitere 10 Min. schmoren.

Inzwischen die Nudeln nach Packungsangabe in reichlich kochendem Salzwasser garen.

Die Sauce mit Salz und Pfeffer abschmecken. Die Nudeln abgießen, kurz abtropfen lassen und mit der Sauce anrichten.

[Sauce mit Balsamico und Chili abschmecken.]

Meine Änderungen sind oben ja schon vermerkt, ich will sie aber noch kommentieren. Dosentomaten vs. Tetrapak ist selbsterklärend – gehackte Tomaten in der Dose gehören bei mir in den Standardvorrat, und deswegen auch die zusätzliche Wasserzugabe, sonst wird’s zu trocken und brennt an.

Macht man das Gericht nach Originalrezept, kommen eher 6 als 4 Portionen (wie angegeben) Sugo dabei heraus. Mir ist es so allerdings zu süßlich und mild, es schmeckt nicht schlecht aber… wie soll ich sagen? Nach Kinderkost. Sieht man dann dass das Rezept aus dem Buch Jahreszeiten-Küche für die Familie: 250 Rezeptideen, die leicht gelingen und allen schmecken stammt, erklärt sich das schnell. Für krüsche Esser, Kinder (oder Senioren) ist das sicher gut abgestimmt so, für mich eher nicht.

Ich habe bewusst Thymian zugegeben, da mir in irgend einer Form Kräuter am Rezept fehlten. Nach dem Probieren der ersten Portionen haben wir dann den Sugo mit Balsamico und Chilipulver abgeschmeckt, die Säure und ein winziger Tick Schärfe fehlten uns an der Sauce, und so wurde dann auch eine runde Sache draus. Und wer mag, tut jetzt noch ganz klassisch frisch geriebenen Parmesan obendrauf.

Die Idee, Hackfleisch und Steckrübe so zu kombinieren, gefällt mir – das liesse sich auch kostengünstig gut mal für eine grössere Gruppe Leute vorkochen, so dass man später nur noch Nudeln kochen muss – vorausgesetzt man hat einen Küchensklaven der die Steckrüben allerfeinst würfelt 🙂


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Appetit bekommen? - Hungry for more?

5 Antworten

  1. Suse sagt:

    Stecktübe, Hack, Tomate und Kräuter passen wirklich erstaunlich gut zusammen. Als Auflauf hab ich es mal gemacht und fand es sehr harmonisch, wobei die teckrübe etwas an Deftigleit verliert.

    Zusammen mit den Spaghetti sieht es auch richtig appetitlich aus.

  2. Alissa sagt:

    Hallo
    das finde ich eine sehr gute Idee. Schmeckt man die Rübe stark raus??

  3. Anne sagt:

    Hmmmm, klingt gut! Hab mich immer schon gefragt, was man eigentlich so alles mit Steckrüben machen kann…

  4. fressack sagt:

    Man kann die Steckrübe auch an das liebe Vieh verfüttern.
    Dann schmeckt sie sogar mir.

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