Bento 2010-01-20

Dieser Artikel wurde zuletzt am 22. Juni 2014 aktualisiert

„So ’ne Bento-Box ist mir zu viel Arbeit.“ höre ich häufiger. Und ich kann’s verstehen… realistischerweise ist das grösste Problem an einer Bento-Box aber vor allem, dass man für ein bisschen Vielfalt eben auch ein bisschen Vielfalt einkaufen muss, Stulle und Apfel alleine macht halt noch keine attraktive Lunchbox. Was aber nicht heisst dass Stulle und Apfel nicht dazu passen 🙂

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Tatsächlich ist der wesentliche Punkt beim Bentopacken, dass man dafür ein bisschen Planung braucht. Das muss nicht so weit gehen wie bei Just Bento, wo sich ein „weekly bento planner“ findet. Manchmal hilft es auch einfach, Reste in kleineren Portionen einzufrieren – die Hauptmahlzeit in der heutigen Box ist ein Rest von einem Hackfleisch-Erbsen-Curry, das ich vor einigen Wochen gekocht und von dem ich ein kleines Tütchen Reste eingefroren hatte. Dekoriert mit ein wenig lila Möhre (zu meiner Freude zweifarbig), dazu eine Scheibe Roggenbrot mit Butter, fertig ist ein Mittagessen.

Ausserdem in der Bentobox: Mandarine, getrocknete Kiwischeiben (aus Thailand), Mini-Süßkram, und dazu ein Apfel.

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Appetit bekommen? - Hungry for more?

8 Antworten

  1. Markus Sowada sagt:

    Wir versuchen gerade, mit dem Thema Essen noch ein wenig bewusster umzugehen. Ziel soll sein, dass wir weniger schlechte Kohlenhydrate essen und dafür mehr gute Kohlenhydrate und vor allem viel mehr Ballaststoffe. Kurz gesagt: Weg von allzu kohlenhydrathaltiger Nahrung, hin zu Mutter Natur.

    Dieses Vorhaben alleine birgt schon eine gehörige Portion Mehrarbeit. Bisher hatten wir bestimmte Basics im Haus und abends wurde gemeinsam entschieden, auf was man Lust hat. Da wir nicht so dieieieie Gemüsefans sind oder eigentlich, da wir keine Putz- und Schnibbelfans sind, fielen viele gesunde und doch leckere Sachen unter den Tisch. Und das, obwohl wir andererseits keine »Convenient-Food« mögen. Also, klaro mache ich nicht jeden Abend Nudeln frisch. Aber fertige Frikadellen oder Pizza oder Pommes oder fertig zubereiteter Fisch etc. kommen hier selten auf den Tisch. Mit all den neuen Intentionen gestaltet sich das Einkaufen und vor allem auch die Vorratshaltung zuhause doch deutlich komplizierter. Jetzt fragt man sich nur noch teilweise, auf was man Lust hat. Stattdessen ist ein wichtiger Teil der Fragestellung der, was weg muss, damit es nicht schlecht wird. Kochen und Essen wird deutlich komplizierter und ich hoffe, dass wir es schaffen werden, diese neue Herangehensweise auch in Streßphasen einzuhalten, in denen man nicht den Kopf hat, sich ausführlich mit der Essensvorbereitung zu befassen. 😉

    Ich kann also gut verstehen, wenn »Planung & Einkaufsmanagement« mindestens in einer Eingewöhnungsphase deutlich im Vordergrund stehen. Für Food-Liebhaber und Kochfreunde wie wir es sind, ist diese kopfmässige Herangehensweise nicht immer vergnügungssteuerpflichtig. 😉

    • FoodFreak sagt:

      Ich kenne das Problem auch gut – ich hatte ja lange Zeit (und habe wieder) eine Bio-Gemüsekiste, da bleibt es gar nicht aus dass ich mir eben auch Gedanken machen muss, was ich damit mache, was muss zuerst weg, was verdirbt, was kann ich vielseitig (und anders) einsetzen. Ich wünsche Euch bei Eurem Projekt viel Erfolg, weniger und bessere Kohlenhydrate ist auf jeden Fall der richtige Weg 🙂

      Der Tiefkühler ist in der Hinsicht auch ein wichtiges Gerät – im Zweifelsfall friert man eben mal was ein (geschnibbelt, geputzt, blanchiert…) und benutzt es wann anders wieder. Das wäre auch mein Tipp für die Streßphasen: comfort food vorbereitet zu haben – das kann bei mir dann schon mal das mediterrane Bohnenragout mit Entenconfit sein, von dem ich nur noch zwei Portionen auftauen muss, oder das Stück Tiefkühllachs, zu dem ebenf ix ein Salat gemacht wird, oder die auf Vorrat gekochten Rouladen…

  2. Markus Sowada sagt:

    Ja, das mit dem Vorbereiten bzw. eingefrorenes in Vorhalt haben, macht aus verschiedenen Gründen absolut Sinn. Paradox ist dabei, dass wir im letzten Jahr eine alte Tiefkühltruhe aussortiert und weggegeben haben und nun merken, dass wir durchaus mehr Stauraum zum Einfrieren brauchen könnten. Wir haben zwar so eine große Kühl- und Tiefkühlkombination in der Küche. Die modernen Geräte zeichnen sich aber vor allem durch dicke Wände aus (und das ist ja vermutlich aus Gründen der Energieeffizienz auch gut so). Der nutzbare Platz ist aber eben vergleichsweise gering. Es war auch absolut richtig, die alte Truhe auszurangieren. Vielleicht ist es aber eine ebenso richtige Idee, sich eine moderne, energieeffiziente Truhe neu zu kaufen. Das ist die technische Seite unseres Projektes »Besser Essen«.

    Die »Bio-Gemüsekiste« ist Teil des Umdenkens an anderer Stelle. Noch mehr Produkte als bisher direkt kaufen beim Erzeuger kaufen und dafür nicht mehr soviel Geld in den Supermarkt tragen, ist ein weiteres Ziel. Das habe ich gerade »in Planung«, will sagen, ich höre mich gerade um, wer hier auf dem Land sowas wie »Bio-Gemüsekisten« anbietet. Hofläden gibt es eigentlich genügend. Die Rundtour für einen Einkauf wird dann woanders hinführen und eben weniger als bisher in die klassischen Supermärkte. Naja, für die bleiben noch genug Waren übrig, mit denen sie an uns Geld verdienen können ;).

    Ich bedanke mich für die guten Wünsche und trage von jetzt an den Versprechungen in sich tragenden Namen »Comfort Food« mit mir herum. Der gefällt mir, weil er für mich gut transportiert, wohin wir esstechnisch wollen .. 🙂

  3. Token sagt:

    Ein wirklich gutes Beispiel, dass eine Bento-Box wirklich nicht aufwendig zu sein braucht! Dafür aber umso abwechslungsreicher und leckerer als jedes Sandwich beim Bäcker.

    Seit ich angefangen habe Bento zu machen, freue ich mich täglich auf mein Essen und muss nicht minutenlang durch die Supermarktgänge wandern um nach einem geeigneten Fertig-Produkt für Mittag zu schauen (ich hab eh alles durchprobiert :/ Kann immer noch nicht glauben dass ich 3 Jahre lang fast ausschließlich sowas gegessen hab)

    Wir essen auch im Winter oft unser eigenes Gemüse, mehr Bio geht nicht, denn es handelt sich oft um Gemüse, dass wir im Sommer gezogen und dann eingefroren haben. Zucchini, Kürbis, Brokkoli, Kolrabi Paprika. Letztens hatte ich: junge Zuchini-Triebe im Wok mitten im Winter! 🙂 Tomaten haben wir auch eingefroren, die kann man dann später auftauen und zu Soße verarbeiten – ist allemal besser als Dosen-Tomate 🙂

    Schön, dass es wieder Bento-Fotos von dir gibt!

    • FoodFreak sagt:

      @Token, ich weiss genau was Du meinst, ich kenne dieses durch Supermarktgänge streifen auf der Suche nach vernünftiger Nahrung nur zu gut, habe ich auch lang genug exerziert – meist lief es dann auf Obst, Joghurt, Würstchen / Schinken oder sowas raus, weil das ganze Fertigzeugs tendenziell ungeniessbar war…

  4. Petra sagt:

    Gemüsekisten, ja genau deshalb habe ich das nie probiert. Es fällt mir schwer zu kochen was weg muss und nicht, worauf wir gerade Appetit haben. Da hat mich mein Gemüse-Män immer schon gestresst, der 1x pro Woche vorbeikam. Vorher rief er immer an und wollte wissen, was er mitbringen soll. Ich lasse mich üblicherweise aber beim Einkaufen inspirieren, ich bin keine tolle Planerin. Was weiß ich, was ich in drei Tagen essen will? 😉

    So sehr ich Bento liebe – es hat bei uns nicht geklappt. Die Kleinen haben es meist unversehrt zurückgebracht. „Das war viel zu schade zum Essen!“
    Dafür hatte ich dann aber vorher z.T. auch zig Kleinigen aus dem Asialaden gekauft und hatte div. angebrochene Tüten.

    Die Kleinen bekommen auf ihrer neuen Schule jetzt auch Mittagessen.

    Und mir selbst ein Bento zu machen, wo ich doch hier zu Hause arbeite, das hatte ich zwar schon überlegt, aber bisher nicht umgesetzt. Das würde ich dann wohl nur wegen des Fotos machen 😉

    Markus, das mit dem „Support your local Farmer“ finde ich auch gut. Mir fehlt momentan die Zeit, die Bauernhöfe im Umland abzuklappern, aber ich bemühe mich, regionale Erzeugnisse zu kaufen. Ich hoffe auch, dass ich nicht wieder den ganzen Sommer über „Rücken“ habe und somit in diesem Jahr wenigstens die Gemüseausbeute im Garten größer ausfällt.
    Ich erinnere mich gerne an das Jahr, als wir auf einem Tiefgaragendach Tomaten und Zucchini angebaut hatten. Da wuchs alles viel besser als hier im Garten. Die 2,5-Kilo-Zucchini, gewürfelt eingefroren, haben uns noch lange Suppen und Eintöpfe verfeinert 🙂

  5. Captain Cook sagt:

    Wow! Was für eine ansprechende Box! Da läuft einem ja das Wasser im Mund zusammen…

  1. 21. Januar 2010

    […] Produkte. Oder als Anregung für das Essen in der Mittagspause ihre Bento-Box. (z.B. ihre  Bento-Box vom 20.01.2010.) Die Blogautorin hat auch an mehreren Kochbüchern […]

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