Bei Chili & Ciabatta waren sie schon zu bewundern, und auch beim Grillsportverein gab es die Überraschungs-Produkttester-Kiste mit Mangos und Gemüse zu bestaunen (sehr schöne Bilderstrecke).
Auch ich, bekennender Mango-Fan, hatte nichts dagegen zum Test mit reif geernteten spanischen Mangos von spanishmango.com beliefert zu werden – als mich die Mailanfrage erreichte, befand ich mich passenderweise in Thailand und konnte dort wunderbare reife Mangos geniessen.
Das hier kam dann in einem Paket ganz ähnlich dem vom Grillsportverein:

Drei Mangos, reif, eine davon sehr reif und weich, zwei kleine Gurken, zwei viel zu grosse Zucchini, ein kleiner knubbliger Rettich, und drei kleine Artischocken, die leider, kaum dass sie ihre Kiste verlassen hatten, in Nullzeit zu schimmeln anfingen.
Aber im wesentlichen ging es ja um die Mangos.
Dennoch ein Wort zum Gemüse: Es ist absolut unsinnig, Gemüse auf dem langen Postweg aus Spanien nach Deutschland zu transportieren, erst Recht wenn es sich um Gemüse handelt das ich aus dem Hamburger Umland tagesfrisch in Bio-Qualität beziehen kann. Das ist zwar eine nett gemeinte Beigabe, aber keine der ich irgendeinen Sinn entlocken kann.
Von Spanish Mangos habe ich auf dem Umweg über eine andere Website vor dieser Aktion häufiger schon mal per Mail Werbung bekommen – das war für mich aber nie interessant, da ich Mangos nicht kistenweise kaufe. Insofern ist auch die an und für sich schöne Idee einer Baumpatenschaft für mich nicht attraktiv – was soll ich mit 15 Kilo Mangos auf einen Schlag? Wenn ich, wie in Thailand, einen Baum im Vorgarten hätte von dem ich täglich reif ernten könnte… aber so? Ich denke dass so eine Sache eher schon für die gehobene Gastronomie interessant wäre, die mit solchen Mengen gut umgehen könnte.
Ich liebe Mangos, und ganz besonders reif geerntete Mangos – wie auch Petra von Brot und Rosen habe ich reife Mangos in ihren Herkunftsländern essen dürfen, und das unterscheidet sich von der banalen deutschen Supermarktmango um Längen. Auch die Mangos in dieser Lieferung waren reif geerntet, was man an Süße, Saftigkeit (bei der ganz reifen floss mir der Fruchtsaft nur so entgegen) und Geschmack merkt – kein Vergleich zur deutschen Standardware.
Allerdings sind die Mangos nicht nur sehr faserig gewesen (feine Fasern, die ich so gar nicht im Mund mag) – ich habe daraus, bis auf eine halbe, die ich für ein würziges Gericht verwendet habe, eine Mango-Erdbeer-Kiwi-Konfitüre gemacht – sondern sie schmeckten ungekocht auch deutlich nach Terpentin und hatten den typischen petrolartigen Geruch mancher Mangosorten. Beide Punkte wären für mich ein Grund, auf keinen Fall grössere Mengen dieser Sorte Mangos kaufen zu wollen. Die Mangos, die ich in Thailand und Malaysia gegessen habe, waren faserfrei und schmeckten nicht mal ansatzweise nach Terpentin. Beides verdirbt mir die Freude an dieser leckeren Frucht.
Insofern: vielen Dank an die Macher von Spanish Mango, aber Eure Mangos können mich nicht überzeugen, das Gemüse schon gar nicht – und aus den oben genannten Gründen bin ich als Kleinabnehmer auch eigentlich für Euch die falsche Zielgruppe. Vielleicht solltet Ihr es eher bei mittleren Bioläden und der Gastronomie versuchen.






Vom Geschmack her hatte ich dann ja Glück mit meinen Früchten. Deine anderen Bedenken unterschreibe ich voll und ganz.