Federvieh deluxe – Huhn mit Birnen und Rosmarin

Dieser Artikel wurde zuletzt am 28. August 2015 aktualisiert

Das Bild, das sei dem Rezept gleich voran geschickt, wird dem Gericht nicht im mindesten gerecht. Ein schönes Huhn beim Geflügelhändler liess mich zu All about Braising: The Art of Uncomplicated Cooking greifen, einem meiner liebsten Kochbücher, und ausgesucht habe ich mir Whole Braised Chicken with Pears and Rosemary.

Huhn mit Birnen und Rosmarin

Das im Ganzen geschmorte Huhn mit Birnen und Rosmarin ist am Ende nicht nur supersaftig, sondern fällt beinahe schon vom Knochen, dazu gibt es karamellisierte Birnenspalten und ein aus dem Schmorfond gezogenes Sößchen – zum Niederknien gut und wunderbar einfach zu machen.

Molly Stevens benutzt ein deutlich grösseres Huhn als ich an diesem Tag – im Gegensatz zu ihr belege ich auch mein zu schmorendes Geflügel nicht extra mit Pergamentpapier, der Deckel meines schweren Bräters aus dem schwedischen Möbelhaus schliesst ebenso gut wie die der ähnlichen Modelle von Staub oder Le Creuset, so dass alles ohne Dampfverluste schön vor sich hin schmurgeln kann. Auch bei den Zutaten habe ich dies und das weggelassen oder verändert… hier meine Fassung:


Huhn mit Birnen und Rosmarin

adaptiert nach Molly Stevens, „All About Braising“

Ergibt: 4 Portionen

Zutaten

HUHN

  • Salz und Pfeffer
  • 1 feste Birne, gerade so eben reif
  • 4 Rosmarinzweiglein von je 10 cm Länge
  • 2 Esslöffel Entenschmalz
  • 1 grosse Lauchstange, nur das Weisse und Hellgrüne, fein geschnitten
  • 2 mittlere Schalotten, gehackt
  • 60 ml Weisswein, trocken
  • 250 ml Hühnerbrühe

BIRNEN

  • 2 feste Birnen, eben so reif
  • 2 Esslöffel Butter
  • 2 Esslöffel Puderzucker
  • 1 Teelöffel Rosmarinnadeln, fein gehackt
  • Salz und Pfeffer
  • 1 Esslöffel Balsamessig

SOWIE

  • Butter, eiskalt, zum Sauce montieren

Zubereitung

  1. Das Huhn rundum und innen waschen, trockentupfen, aussen und innen salzen und pfeffern. Die Birne waschen und mit Kerngehäuse vierteln. Viertel in die Bauchhöhle des Huhns stecken (Zwei mit dem Stielende zuerst, zwei mit dem Blütenende zuerst) und 2 der Rosmarinzweige dazu stopfen. Das Huhn mit Küchengarn binden.
  2. Entenfett im Bräter erhitzen und das Huhn darin rundum goldbraun anbraten. Aus dem Topf nehmen, Fett bis auf ca. 1 Esslöffel abschöpfen. Schalotten und Lauch darin anschwitzen, dann mit dem Weisswein ablöschen. Restlichen Rosmarin zugeben. Den Wein fast einkochen lassen. Brühe zugießen, und sobald die Brühe heiss ist, das Huhn auf das Gemüse setzen. Deckel auflegen, bei 175 Grad im Ofen auf der untersten Schiene 1 1/2 Stunden schmoren lassen, dabei ein- bis zwei Mal mit dem Schmorfond beschöpfen.
  3. Für die Birnen-Beilage die Birnen schälen, vierteln, entkernen und in Scheiben schneiden. Butter mit Rosmarin in einer beschichteten Pfanne aufschäumen lassen, darin die Birnenspalten knapp andünsten, mit dem Puderzucker bestreuen und karamellisieren lassen. Wenn die Spalten rundum golden sind, salzen und pfeffern, den Balsamico angiessen, und vom Herd nehmen.
  4. Huhn aus dem Bräter heben und warm stellen. Etwas vom Schmorfond in einen kleinen Topf giessen und reduzieren lassen. Nach Wunsch binden.
  5. Huhn zerteilen, mit Birnenspalten und etwas von der Sauce anrichten.

Stevens schlägt als Beilage Polenta oder ein Reis-Pilaw vor, ich fand eine simple Scheibe Baguette durchaus passend, dafür haben wir uns an die Weinempfehlung gehalten – Sauvignon Blanc, aber ich würde das nächste Mal eher einen schmelzigen Chardonnay dazu auswählen.

Note: unglaublich lecker. Wandert sofort in die Favoritenliste.

Print Friendly, PDF & Email

Appetit bekommen? - Hungry for more?

8 Antworten

  1. MacKenzie sagt:

    Das scheitert bei mir am nicht vorhandenen Bräter, aber das schwedische Möbelhaus wäre hier ja fast um die Ecke 😉
    Ansonsten klingt das richtig lecker und macht Hunger.

  2. Barbara sagt:

    Ich finde, es sieht total appetitlich und köstlich aus – da gibt’s nichts auszusetzen. 🙂

    Bei uns müsste sich glaube ich ein eingestaubter Bräter auf dem Backofen finden lassen… noch nie benutzt… 😉

  3. FoodFreak sagt:

    na dann mal ran an den Topf 🙂 Meuth/Duttenhofer haben neulich auch sooo schöne Schmorgerichte im WDR vorgestellt… aber ein schwerer Schmortopf tuts auch und es muss nicht mal im Ofen gegart werden…

  4. Schmacht – einfach köstlich sieht das aus. Die Birne bringt da sicher den speziellen Kick – kommt auf die Liste 🙂

  5. zorra sagt:

    Als Pouletliebhaber hab ich das Rezept sofort gespeichert. Sieht zum Reinbeissen aus und ist genau nach unserem Geschmack.

  6. Barbara sagt:

    Auf dem Dachboden meinte ich… nicht Backofen… 😉

    Ja, eigentlich tolle Rezepte für Herbst und Winter. 🙂

  7. Das (Diät-) Foto lässt mich angesichts des Themas tatsächlich weinen 🙂

Kommentar verfassen