DKduW – Okt/Nov 2009

Dieser Artikel wurde zuletzt am 1. Januar 2015 aktualisiert

Zwei Monate ist der letzte Round-Up zu DKduW nun schon her – zwei Monate in denen nicht nur ich viel beschäftigt war, mit Urlauben, Krank sein und familiären Verpflichtungen, sondern in denen auch die Zahl der deutschsprachigen Blogevents rapide zugenommen zu haben scheint, jedenfalls klagen einige Blogger über Event-Müdigkeit.

Ich muss gestehen, Event-Müdigkeit befällt mich schon lange – insbesondere dann wenn Events sehr genau vorschreiben was zu verwenden sei klinke ich mich gern aus, denn ich koche nicht nach Eventplan, und wenn es nicht passt, dann passt es eben nicht. Aber genau dafür hat man doch die Vielfalt – man kann teilnehmen, muss es aber nicht. Ich mag lieber Events bei denen ich relativ frei bin, und somit auch eine grosse Bandbreite an Gerichten einreichen kann – Dein Kochbuch, das unbekannte Wesen ist ein gutes Beispiel, denn hier kann jeder egal was beisteuern, einzige Bedingung: es soll aus einem noch nie oder schon lang nicht mehr verwendeten Buch stammen.

Die Zwergenprinzessin ist die erste in dieser Zweimonatszusammenstellung – sie hat vital – Die Diät vor langer Zeit in einem Respostenbuchladen entdeckt, und auch wenn sie ihre Zweifel hatte, dass sie damit abnimmt, hat sie sich dennoch für die gesunden Rezepte daraus erwärmt – in diesem Fall

eine Gemüsepfanne mit Krabben und Zartweizen.

Ruby von Aus Rubys Küche hat sich für einen Küchenklassiker entschieden, den sie sonst immer nach einem anderen Rezept macht – ein Boeuf Bourguignon.

Das Rezept, das aus Die echte französische Küche von Susi Pirouet stammt (das Buch wird 2010 übrigens neu aufgelegt) schmurgelt ganz langsam im Ofen und hat nicht nur Ruby durch seine Einfachheit überzeugt.

Wer noch ein partytaugliches Dessert für die kommenden Feiertage sucht, wird mit einem weiteren DKduW-Newcomer, der Süßen Hex (der Name ist Programm) im Zabert-Sandmann-Kochbuch Party fündig.

Die Profiteroles mit Mandarinencreme haben zwar ein paar Tücken, aber sie gefallen mir ausgezeichnet – wie schön dass das Buch nach zwei Jahren Schlummer im Regal mal ans Tageslicht durfte!

Katja von der Kaffeebohne hat einen fruchtig-bunten Smoothie ausprobiert, aus Säfte und Mixgetränke

Mit gerade mal drei Zutaten – Wasser, Joghurt und gefrorenen Beeren – ist dieser tolle Blaubeer-Smoothie entstanden – gutes kann so einfach sein!

Mehr als nur ein Buch, gleich eine ganze Buchreihe stellt Franz von Einfach Köstlich uns vor, und an einige der Bücher aus der Reihe „Der Reichtum der einfachen Küche“ erinnere ich mich auch, ein paar stehen in der lokalen Bibliothek im Stadtteil – ein schöner Anlass, auch dort mal wieder stöbern zu gehen. Der Far Breton, ein (natürlich) ganz einfacher Kuchen aus Frankreich, sieht jedenfalls zum Reinbeißen aus!

Er stammt selbstredend aus der Frankreich-Ausgabe der Reihe, also Der Reichtum der einfachen Küche, Rezepte aus Frankreich.

Klassisch und einfach kocht auch Arthur’s Tochter – nach einem nicht näher benannten Kochbuch von Cornelia Poletto. Und sie hat für gute Freunde gekocht – das ist überhaupt einer der schönsten Anlässe zu kochen – erst recht wenn sowas leckeres wie der geschmorte Ochsenschwanz mit Selleriepüree dabei herauskommt,

dem der Blogbeitrag auch gleich ein Gedicht widmet. Wenn das Essen im Wortsinn ein Gedicht ist…

Als wäre ich nicht schon hungrig genug bei all diesen herbstlich-winterlichen Köstlichkeiten, führt uns als nächstes Barbara auf der Spielwiese in deftig-französische Gefilde, unterstützt von Culinaria – Französische Spezialitäten.

Ich bin ganz sicher, die Quiche Lorraine steht in absehbarer Zeit auch bei mir auf dem Speiseplan und wäre auch bei mir so schnell weggegessen 🙂

Hübsch anzuschauen und ganz einfach gemacht sind auch die spassigen Eierfrösche von Robert bei Lamiacucina,

noch dazu ein mehr als würdiger Vertreter für den DKduW-Event, denn Robert hat ein Maggi-Kochbüchlein aus dem Jahre anno 1948 hervorgekramt, das der guten Hausfrau helfen sollte auch mit rationierten Nahrungsmitteln schmackhaft zu kochen – voll retro, sozusagen.

Nicht ganz so retro ist sein zweiter Beitrag, dafür nachahmungswürdig – Capuns sind eine typisch schweizerische Speise, und die Capuns mit Steinpilzfüllung stammen aus einem Buch, das sich allein diesem Gericht in 130 Varianten widmet. Wow. Ich finde solche regionalen / Brauchtumsrezepte und Küchentraditionen total spannend, spannender auf jeden Fall als die globale Einheits-Fusion-Cuisine. Das wäre schon ein Grund sich die Graubündener Capuns Geschichten ins Regal zu stellen.

Nachgekocht werden die Dinger auf jeden Fall!

Nachtrag: im Spamordner fehlgelandet war anscheinend der Beitrag von Cucina Casalinga, die sich ein Buch vorgenommen hat, das mich trotz vollmundigen Lobes der Fachpresse so gar nicht anmacht, ich hab es zwar eine Weile aus der Bibliothek ausgeliehen, aber irgendwie machte es für mich nicht ‚klick‘ – Eier, von Michel Roux.

Die Pochierten Kräutereier im Kartoffelpüree-Nest konnten wohl nicht so ganz überzeugen, was aber mehr an der Zubereitung an sich als nun am Buch läge. Ich glaube, zu Kartoffelpü hätt ich auch lieber ein Spiegelei 🙂

Und noch ein Nachtrag – Mestolo hat aus dem Buch Vegetarisch durchs ganze Jahr: Fleischlos glücklich mit Genussrezepten von einfach bis ganz besonders ein äusserst farbenfrohes Gericht ausgesucht, ein Graupen-Risotto mit Rote-Beete-Chips, das bei mir allerdings doppelt keinen Blumentopf gewinnen könnte – Rote Bete steht im Hause Foodfreak auf der Neverever-Liste, und Graupen sind auch eher ein Gruselfaktor.. .

Mag man beides, hat man hier aber sicher sehr feine attraktive Herbstküche auf dem Teller.

Vielen Dank für die inspirierenden Blicke in Eure Kochbuchregale, und ich verspreche, im kommenden Monat gibt’s auch von mir mal wieder einen DKduW-Beitrag zu lesen! Bis zum Jahresende!

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Appetit bekommen? - Hungry for more?

5 Antworten

  1. FoodFreak sagt:

    danach sieht’s aus – irgendwie landest Du da gern mal, sorry. wird sofort nachgereicht 🙂

  2. FoodFreak sagt:

    anscheinend nicht, wird gleich nachgereicht

  3. kekstester sagt:

    Oha, diese Gemüsepfanne klingt nachahmenswert, wollte diesen Winter sowieso unbedingt mehr mit Getreide aller Art warm werden!

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