Knorr Suppenbasis – Kartoffel-Lauch-Suppe mit Wienerle und Senf

Dieser Artikel wurde zuletzt am 22. Juni 2014 aktualisiert

Ich hoffe Ihr habt noch etwas Geduld mit mir – nach dieser liegen noch zwei weitere Tütensuppen von Knorr vor uns…

Faszinierend ist ja über diese Suppe im Aktionsforum bei den Konsumgöttinnen nachzulesen – handelt es sich doch den Wortmeldungen zufolge um die, mit weitem Vorsprung, beliebteste Suppe der vier. Bei Variationen wie „Schmelzkäse“ hinzugeben weiss ich dann wieder wo ich bin.

Und mich schüttelt es, nicht nur angesichts der Zutatenliste:

50 % Kartoffeln, pflanzliches Fett, Stärke, jodiertes Speisesalz, Speisesalz, Milchzucker, Hefeextrakt, Milcheiweiss, Fruchtzucker, Gewürze, Gemüsesaftkonzentrate (Sellerie, Karotten. Lauch, Zwiebeln), Thymian, Aroma (mit Sellerie)

Das muss man noch dazugeben damit aus 65 g Pulver 1 Liter zu je 4 Tellern a 200 Kalorien Suppe wird:

– 1 Esslöffel Öl
– 200 g Lauch
– 2 Wienerle
– 1 Esslöffel Senf mittelscharf
– 750 ml Wasser

Meine Fragen zur Zutatenliste und die Antworten von Knorr kann man hier nachlesen.

Die Suppe:

Zunächst mal wird wieder überdeutlich, dass hier auf die 200-Kalorien-Diätgrenze hin gearbeitet wurde. In meinem ganzen Leben habe ich noch in keiner Kantine gesehen dass jemand ein halbes Würstchen in seine Kartoffelsuppe bekommt, und auch auf keinem deutschen Teller, es sei denn es herrscht bittere Armut, oder jemand ist auf Diät. Die Portionsgrösse ist, wie auch schon bei der Zwiebelcremesuppe mit Emmentaler, eine hypothetische.

Warum heisst die Suppe eigentlich nicht Kartoffelcremesuppe mit Lauch? Kartoffeln kommen hier zwar als Hauptbestandteil des Pulvers, aber eben nur als solches, zum Einsatz – Kartoffelpüreepulver mit (Instant-) Brühe aufgegossen ergibt aber, mit Verlaub, keine Kartoffelsuppe, sondern schleimige, geschmacklose Pampe. Und so kommt der Haupt-Geschmack dieser Suppe denn auch aus dem von mir zugegebenen Dijon-Senf sowie den Würstchen.

Nichtdestoweniger erinnert die Konsistenz an Magenschonkost aus der Krankenhausküche, und der Geschmack ist schlicht widerlich, das Beste daran sind – erwartungsgemäss – Senf und Würstchen. Ohne den Lauch wäre die Suppe vollkommen ungeniessbar. Mein Schatz hat es etwas knapper mit einem tief empfundenen ‚bäääääh‘ ausgedrückt.

Wie auch schon bei der Zwiebelsuppe – hätte ich mir hier Lauch, Kartoffeln, Brühe und Würstel vorgenommen, ohne den Beutel dazu zu tun, dafür meinen Gewürzschrank bemüht, es wäre eine vernünftige Suppe geworden, das jedoch kriegt einfach nur den Daumen nach unten. E-kel-haft. Wie man sowas lecker finden kann werde ich nie verstehen.

Ein paar Ideen für eine anständige Kartoffelsuppe:

 

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Appetit bekommen? - Hungry for more?

11 Antworten

  1. Claus sagt:

    Nochmal Hut ab vor deinem Mut. Spätestens hier hätte ich aufgegeben – oder Post vom Anwalt meiner Frau bekommen…

  2. rike sagt:

    Respekt!! Bei mir kommt so was nicht mehr auf den Tisch. Nur meine Mutter macht mittlerweile auch so banale Dinge wie Kaiserschmarrn oder Grießbrei(!!) mit Tüte(nhilfe) und ist durch nichts davon abzubringen, dass das doch viiiel schneller ginge (Grießbrei??) Da fehlen mir die Worte und ich bleibe bei meinem Essen. Viel Erfolg für den nächsten Versuch, bist Du noch optimistisch??

  3. FoodFreak sagt:

    Optimistisch, nein nicht wirklich… wir haben derweil alle 4 Suppen verkostet – die Zutatenlisten haben auch keinen Spielraum für Hoffnung gelassen. Von den noch ausstehenden 2 Sorten war immerhin eine so dass ich sie als essbar bezeichnen würde.

  4. Mestolo sagt:

    Unglaublich traurig, was für ein widerliches Zeug einem mittlerweile alles als „Lebensmittel“ angepriesen wird.

  5. Ulli sagt:

    Küchengöttin lasse ich mir ja gerade noch gefallen, aber eine Konsumgöttin ….
    LG

  6. Johannes sagt:

    Ich bewundere Deinen Mut, aber warum tust Du Dir das alles eigentlich an?

  7. Jutta sagt:

    Du bist meine Heldin – und Torsten auch (ein Held natürlich). Ich glaube, wenn ich geschieden wäre, mitten im Wald fern der Zivilisation lebte und zwei gebrochene Arme und zwei gebrochene Beine hätte, nur dann würde ich in Betracht ziehen, das zu essen.

    Wieso kaufen die Leute das? Petra, bleib‘ dran! Solange ich nur lesen muss, was du uns vorsetzt, bleibe ich dir treu 🙂

  8. FoodFreak sagt:

    Jutta, ich verspreche, wenn wir damit durch sind gibt’s hier auch wieder richtiges Essen zu sehen 🙂

  9. FoodFreak sagt:

    so bitter das auch ist, aber wenn es niemand kaufen (und lecker finden) würde, wäre das Zeug längst aus den Regalen verschwunden.

  10. Birgit sagt:

    Ich muss echt gestehen, das Blogs wie diese und mein jährlicher Aufenthalt in einem Bio-Hotel mich dazu gebracht haben, sowas nicht mehr zu kaufen. Vor kurzem hab ich sogar das erste Mal in meinem Leben Bio-Milch gekauft – man was ist das für ein Genuß!
    DANKE für Eure Arbeit und ganz besonders Dir Petra.
    LG
    Birgit

  1. 16. Februar 2016

    […] habe, weglässt, ist sie vegetarisch. Von den jungen Herren gab es ein thumb up. Alles ohne überflüssige Fertigbasis, bei diesen Temperaturen wäre der fesche Gärtner eh nicht […]

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