Svansø Dänischer Fruchtaufstrich Aprikosen

Dieser Artikel wurde zuletzt am 28. September 2016 aktualisiert

Meine Schwiegermutter ist ein großer Marmeladenesser, aber Diabetikerin, und deswegen freue ich mich wenn ich ihr mal eine neue Bereicherung für den Frühstückstisch mitbringen kann – darum wanderte bei einem kürzlichen Einkauf bei REAL auch dieses Glas Fruchtaufstrich in meinen Einkaufskorb.

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Interessant daran: Der Aufstrich ist mit Sucralose gesüsst (Markenname: Splenda), und der hohe Fruchtanteil klang schon mal gut.

Hinter den 100% Aprikosen steht allerdings ein Sternchen… logischerweise.

„Ohne Zuckerzusatz mit natürlichem Zuckergehalt“ wirbt das Etikett, und dann war da noch das Sternchen:

Für die Herstellung 100 g dieses Produktes werden mehr als 100 g Früchte verwendet. Hergestellt aus 102 g Früchten je 100 g.

Die Zutatenliste liest sich folgendermaßen:

Aprikosen, Geliermittel (Pektin, Xanthan), Säuerungsmittel (Citronensäure), Konservierungsstoff (Kaliumsorbat) und Süßstoff (Sucralose).

Das Sorbat hätte mich vielleicht warnen sollen, andererseits weiss ich dass die Mutter meines Liebsten nicht zu den Leuten gehört die das Zeug schmecken, ich dagegen schon. Also strich ich die bräunlichorangene Masse auf mein Frühstücksbrot und probierte.

Der Aufstrich schmeckt vor allem säuerlich – nach deutlich zu viel Citronensäure, und dann künstlich nach Süßstoff. Nach Aprikosen dagegen schmeckt er fast gar nicht. Ganz ehrlich: dann lieber ein Glas gute Wachauer Marillenkonfitüre, mit Zucker, ohne Zusatzstoffe, und davon nur die Hälfte aufs Brot – da hat man mehr von.


Schmeckt nicht, kann ich nicht empfehlen – Finger weg.

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Appetit bekommen? - Hungry for more?

6 Antworten

  1. Dominik sagt:

    Das ist für mich der Grund warum ich niemals Marmeladenähnliche Produkte kaufe. Wenn ich auf den Gläsern schon immer lese „Fruchtaufstrich“ ist mir gleich klar, dass das eine Mogelpackung, oder besser Mogelglas ist.

    Hingegen als Diabetiker hat man dann leider eine extrem eingeschränkte Auswahl. Mein Vater, hat auch Diabetis, püriert sich immer ein paar Früchte der Saison, wenn er wieder Lust auf Marmelade hat. Ist dann zwar etwas flüssiger, schmeckt dafür aber sehr gut.

  2. chilichef sagt:

    …ich schmeckt die Süßstoffe auch raus, egal wo. Ist ätzend, oder?

  3. koksschnecke sagt:

    Gerade ein Fruchtaufstrich hat allerdings tatsächlich mehr Frucht und weniger Zucker als eine Marmelade. Das ist nur eine Bezeichnung, die von der EU so vorgeschrieben wird.

  4. Dominik sagt:

    Hi, das stimmt nur teilweise: Fruchtaufstrich ist das was nicht in die Konfitürenverordnung passt. „Der Fruchtaufstrich ist ein Brotaufstrich aus Zucker und eingekochten Früchten, der nicht in eine der in der Konfitürenverordnung der EG festgelegten Kategorien fällt, weil zum Beispiel wegen zu niedrigem Frucht- oder Zuckergehalt oder dem Einsatz von nicht zulässigem Süßungsmittel die Definitionen nicht eingehalten werden.“ Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Fruchtaufstrich

    Die Fruchtaufstriche, die ich bisher getestet habe, hatten meist weniger Frucht als Konfitüre. Daher meine Aussage.

  5. Foodfreak sagt:

    Es ist aber schon so, das betrifft auch die Aufstriche mit *mehr* Frucht als die Konfitürenverordnung erlaubt (bzw. weniger Zucker), siehe z.B.meinen Bericht über die Heidelbeer-‚Konfitüre‘ von Alnatura, die streng genommen ein Fruchtaufstrich mit 70% Frucht ist. Nur: dafür gibt’s Etiketten, da steht drauf was drin ist – Aufstriche mit weniger Frucht kauft man halt nicht, so einfach ist das.

  6. Dominik sagt:

    ja, sagte ich doch, oder besser Wikipedia 😉 Koksschnecke schrieb aber das ein Fruchtaufstrich mehr Frucht als Marmelade hat, ich wollte doch nur sagen, dass es auch andersrum geht und man da aufpassen muss. Nichts für ungut 🙂

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