Kaffeewürfel – Coffee Cube

22. August 2009

Ob ich mir denn vorstellen könne mal ihre Produkte zu testen, fragten mich die Macher von CoffeeCube. Ich schaute nach was sich dahinter verbirgt, und sagte ja – langsam auf die altmodische Art gerösteter Arabica-Kaffee, noch dazu ein Hamburger Unternehmen – natürlich spiele ich da gern den Vorkoster!

100% reinen Arabica aus Mittel- und Südamerika, säurearm, schonend geröstet, verspricht Coffeecube (ich vermute dem Geschmack nach vor allem einen grossen Anteil brasilianischen Kaffee), der anschliessend mit Aromen versetzt wird – namentlich Vanille, Kokos, Erdbeer-Sahne, Haselnuss, Spanisch-Karamell und Schoko-Orange.

Wenn ich Aroma in meinen Kaffee tue, dann im Allgemeinen in der Form von Sirups von Torani oder DaVinci, aber ich verstehe durchaus den Punkt der Köpfe hinter CoffeeCube, dass es vielleicht ja auch Leute gibt die ihren Kaffee aromatisiert aber nicht süß mögen…

Grundsätzlich bin ich eher ein Gegner von zugesetzten Aromen, wenn ich auch den klassisch spanischen Kaffee (in Spanien torrefacto, hier in Hamburg bei einigen Kleinröstern als Spanisch Azúcar zu haben) sehr gern mag. So hätte ich mich über die entsprechende Geschmacksnote gefreut, hab’ aber verpeilt das anzugeben, und ein paar Tage nach dem Mailwechsel standen die beiden handlichen Kartonwürfelchen auf meinem Tisch – Vanille, und Kokos.

Auf jeden Fall zwei Aromen die mir näher sind als beispielswiese Erdbeer-Sahne.

In dem Würfel befindet sich dann eine der typischen Kaffee-Aroma-Bags, ein Metallfolienbeutel mit einem Aromasiegel, wiederverschliessbar. Inhalt: 220 Gramm. (Diese 220 Gramm, verrät mir der Webshop, kosten 6,95 Euro. Dafür kann ich allerdings Premium-Kaffees kaufen – zum Vergleich: 250 g Kenya AAplus kosten bei einer Versandrösterei meiner Wahl 6,10 Euro).

Als erstes habe ich den Kokoskaffee aufgemacht und war etwas erschlagen von dem Aroma. Aber werfen wir erst mal einen Blick auf die Bohnen.

Wie an den links rausgelegten Stücken zu sehen ist sind das keine groß verlesenen Bohnen, die Größe ist alles andere als homogen, es sind Bruchstückchen dabei, aber einen Premiumkaffee erwartet man in so einem aromatisierten Blend ja auch nicht – den trinke zumindest ich lieber pur. Man sieht allerdings an der sehr gleichmässigen Röstung dass hier jemand langsam in einem Trommelröster gearbeitet hat, und nicht das Großmengen-Heissluftschnellrösten zum Zuge kam – Daumen nach oben.

Der Kaffee an sich schmeckt wie versprochen nach einem soliden, säurearmen, wenn auch ziemlich leichtfüßigen Arabica. Die Kokosvariante fand ich nicht so überzeugend – für mich war daran zu viel Aroma und das harmonierte nicht wirklich mit dem Kaffee. Als Espresso mochte ich den Kokoskaffee noch weniger.

Die Vanilleversion dagegen fand ich großartig – egal ob aus der Cafetiére oder der Gaggia, und die roch auch sofort beim Öffnen der Tüte sehr lecker. Als Eiskaffee schön rund, gezuckert und ungezuckert heiss wie kalt gut – den würde ich auch verschenken oder Freunden empfehlen. Allerdings wäre ich nicht bereit für die schicke Verpackung so viel Geld zu bezahlen… ich kann als Hamburgerin auch einfach bei Jens Burg in Eppendorf oder bei Elbgold in Winterhude vorbeigehen und meinen Kaffee dort frisch kaufen (und die aromatisierten Sorten identischer Bauart, falls nicht sowieso Burg für Coffeecube röstet, deutlich günstiger) – dafür natürlich auch nicht im Aromabeutel und (Geschenk-) Karton.

Von der Website (mit Shop) würde ich mir noch einen richtigen Händlernachweis und etwas mehr Info zu den verwendeten Aromen wünschen.

Summa summarum, wer aromatisierte Kaffees mag, und nicht so an der Quelle sitzt wie ich, für den ist der Kaffee in Würfelform vielleicht den Versuch wert – und sei es als Geschenk für Familienmitglieder die schon alles haben ;) Ich würde dann allerdings doch lieber bei sortenreinem Kenya AA Plus bleiben…

Tags:

One Response to Kaffeewürfel – Coffee Cube

  1. Foodfreak » Kaffee vom Kaffee-Bazar on 25. Dezember 2009 at 23:56

    [...] dem CoffeeCube hat mich kürzlich Kaffee-Bazar.de kontaktiert und gefragt, ob ich mir vorstellen könne [...]

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

*


*

Bento-Boxen

Blog-Events



Cucina rapida - schnelle Küche für Genießer. Ein Blog-Event von mankannsessen.de


Fremdkochen Hüttenzauber