Geschmortes Huhn

Dieser Artikel wurde zuletzt am 30. August 2015 aktualisiert

Schmoren wird langsam meine Spezialität. Und weil es so schon einfach ist, möchte ich Euch heute ein Rezept zeigen, dass so einfach ist, dass jeder, der einen vernünftigen Topf oder besser einen Bräter hat, es nachmachen kann. Inspiriert wurde es von einem geschmorten Stubenküken aus einem Tomaten-Magazin. Günstiger ist Huhn, so sollte es sich auch jeder leisten können. Ich habe das Rezept mit einem ganzen Huhn gemacht. Wer es sich nicht zutraut, ein Huhn zu zerlegen, der kann natürlich auch nur z.B. Keulen nehmen. Heraus kam ein äußerst leckeres Gericht das auch noch optisch was her macht.

Geschmortes Huhn

Wie jedes andere Schmorrezept ist auch dieses nicht mal eben spontan gemacht. Als Schmorzeit sollten mindestens eine Stunde, als Gesamtzubereitungszeit 1,5 Stunden eingeplant werden. Bevor wir mit der Zubereitung loslegen noch ein paar Kommentare zur Zutatenliste. Das Original wurde mit 2 Stubenküken und frischen Kirschtomaten zubereitet. Zum Huhn habe ich ja schon eine Erklärung abgegeben. Wer möchte kann auch gerne frische Tomaten nehmen, aber meiner Meinung nach sind Tomaten aus der Dose auch nicht schlechter. Am leckersten sind wirklich die Datteltomaten in Dosen.

Geschmortes Huhn

adaptiert nach: essen & trinken von 1995

Ergibt: 4 Portionen

Zutaten

  • 1 Huhn, ganz
  • 2 EL Pflanzenöl
  • 150 Gramm Schalotten
  • 3 Knoblauchzehen
  • 2 Möhren
  • 2 Stangen Staudensellerie
  • Salz
  • Pfeffer
  • Fenchelsamen
  • 200 ml Rotwein
  • 1 Dose Datteltomaten, alternativ Pizzatomaten
  • 1 Lorbeerblatt
  • 1 Bund Petersilie
  • 1 – 2 EL Butter, kalt

Zubereitung

  1. Den Backofen auf 170 Grad vorheizen. Das Huhn zerteilen, damit zwei schöne Brüste, zwei Keulen und 2 Flügel, alles mit Haut, überbleiben. Was man mit den Resten und den Knochen machen kann, erkläre ich unten. In einem Bräter, alternativ ein ofenfester Topf oder Pfanne mit Deckel, das Öl erhitzen und die Hühnerstücke von allen seiten schön braun anbraten. Die Haut darf dabei gerne schön knusprig werden.
  2. Schalotten, Knoblauch und Möhren schälen und klein würfeln. Meine Würfel hatten etwa fünf Millimeter, der Knoblauch natürlich feiner. Die Selleriestangen in Scheiben schneiden.
  3. Die Hühnerteile wieder aus dem Bräter nehmen, mit Salz, Pfeffer und Fenchelsamen würzen und beiseite Stellen. Im verbliebenen Bratfett das Gemüse unter rühren kurz anbraten. Mit dem Rotwein ablöschen. Tomaten und Lorbeerblatt hinzugeben. Alles aufkochen lassen und die Hühnerteile auf das Gemüse setzen. Deckel drauf und in den Ofen. Alles etwa eine Stunde schmoren lassen.
  4. Die Petersilienblättchen abzupfen und hacken. Ich mache das auch gerne mal mit Stil, soweit er nicht zu fest ist. Den Bräter aus dem Ofen nehmen, das Huhn herausnehmen und zur Seite stellen und ruhen lassen. Je nach Flüssigkeitsmenge im Bräter, den entstandenen Schmorfond noch etwas einkochen lassen. Petersilie und kalte Butter zur Bindung unterrühren und alles mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Vorbereitungszeit:30 Minuten

Zubereitungszeit:60 Minuten


Fertig ist ein leckeres Gericht. Wenn dann alles schön angerichtet ist, haben wir ein Huhn mit Gemüse als Beilage, alles in einem Topf zubereitet.

Jetzt noch ein paar Worte zur Resteverwertung. Wir heben grundsätzlich alle Knochen, dazu gehört auch die Hühnerkarkasse, auf. Diese kommen zusammen mit Gemüseabschnitten, hier aus diesem Rezept die Enden und die Schale der Möhren, aber auch die Abschnitte der Schalotten und vom Sellerie, in eine Tüte und dann in den Tiefkühler. Hat sich eine gute Menge angefangen, packen wir alles mit ein paar Gewürzen und viel Wasser in den größten Bräter den wir haben und lassen es für ein paar Stunden köcheln. Heraus kommt eine tolle Brühe, die zum Beispiel für Suppen wunderbar geeignet ist.

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