Ben & Jerrys – Bohemian Raspberry

Dieser Artikel wurde zuletzt am 22. Juni 2014 aktualisiert

Is this the real life?
Is this just fantasy?
Caught in a landslide
No escape from reality
Open your eyes
Look up to the skies and see:

Ben & Jerrys – Bohemian Raspberry Eiscreme

Eiscreme mach ich sehr gern selbst, aber das hier ist dennoch *mein* Eis des Jahres. Ben & Jerrys wirbt ja gern damit, „von allem zuviel“ in seine Eiscremes zu tun – hat aber auch die vermutlich abgefahrensten Eiscremesorten im Premium-Segment aufzubieten, von „Dublin Mudslide“ (eine meiner Lieblingsfassungen) über „Cherry Garcia“ bis zu „Phish Food“ (mit Schokofischen drin). In Geek-Kreisen geniessen die Eiscremes Kultstatus, mir sind viele davon zu süß und zu überladen – die Sorte Bohemian Raspberry ist da eine Riesenausnahme.

Nicht zufällig ist der Name auf den Song „Bohemian Rhapsody“ gemünzt, zumindest in USA gehen vom Verkauf jedes Pint-Bechers 15 Cent an die MercuryPhoenix Stiftung von Queen, die sich für die Bekämpfung von AIDS einsetzt. Aber weg vom poppigen Becher und der Popstar-Reminiszenz zum Eis – was steckt drin?

Die Zutatenliste:

Vanille-Eiscreme mit Schokogebäckstücken (14%), durchzogen mit Himbeersauce (11%). Zutaten: Sahne (29%), entrahmte Milch, Zucker, Wasser, Brombeerpüree, Himbeerpüree, Eigelb, Weizenmehl, Kakao, Butter, natürliches Aroma, Ei, Eiweiß, Glukose-Fruktose-Sirup, Stabilisatoren (Johannisbrotkernmehl, Guarkernmehl, Carrageen), Sojamehl, Salz, Backtriebmittel (Natriumcarbonat), Vanilleextrakt, Säureregulator (Citronensäure).

Auf Carrageen könnte ich nun gut verzichten, dito auf Glukosesirup und Citronensäure und Aroma, der Rest liest sich ganz prima.

Die Eiscreme selbst ist sahnig-cremig und schmelzig, ohne das schaumige Mouthfeeling von Standard-Supermarkt-Eiscreme, nur ganz dezent nach Vanille schmeckend, durchzogen mit einem fruchtigen „Swirl“ Himbeerpüree (die Brombeeren sind sicher der Farbe wegen drin), sowie kleinen und grösseren Stückchen von weichen „halb gebacken“ wirkenden superschokoladigen Brownies. Hier ist nichts überladen, nichts aromatisiert, und vor allem auch erfreulicherweise nichts quietschsüss – das ist eine wirklich wirklich leckere Eissorte, die ich jederzeit wieder kaufen würde – und unbedingt nachbauen muss. (*Zu Küchenlatein blinzel*).

Noch ein Detail am Rande: die Eiscreme schmeckt so reichhaltig dass wir es tatsächlich geschafft haben den Becher nicht in einem Durchgang zu inhalieren, man kann sich die tolle Geschmackskombo gut einteilen. Nicht billig – aber genial lecker.

Der guten Ordnung halber hier noch das Video zum Eis 😀 (dank GEMA nicht die Version von Queen…)

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Appetit bekommen? - Hungry for more?

9 Antworten

  1. Gabi sagt:

    Klingt, so als ob ich es unbedingt probieren müsste 😉 Ich finde B&J sonst auch zu süß und verwende daher viiiel weniger Zucker, wenn ich ihr Eis zuhause „nachbaue“, siehe hier:

    http://www.usa-kulinarisch.de/cgi-bin/rezepte.cgi?RezeptNr=796

  2. FoodFreak sagt:

    Ich hab das Grundrezept auch schon für Cookies’n’Cream benutzt und finde es sehr gelungen, vor allem weil man nicht erst Anglaise rühren muss, und die Konsistenz ist auch sehr gut. Die meisten kommerziellen Eiscremesorten sidn sehr süss, aber B&J ist halt in der Hinsicht auch sehr amerikanisch.

  3. Sophie sagt:

    Das ist auch mein liebstes, nicht *zu* süß, perfekt 🙂

  4. Knutsen sagt:

    Ich bin auch schon länger Fan von Ben&Jerrys und versuche es in homöopatischen Dosen zu genießen. In dieser Menge mag ich dann auch das quietschsüße. Ich glaube, Caramelsutra schlägt in dieser Hinsicht alles. Bohemian Raspberry gehört aber auch zu meinen Lieblingen. 🙂

  5. zorra sagt:

    Als kürzlich diese Marke hier entdeckte musste ich mir einen kleinen Becher kaufen. Ich fand das Eis auch viel zu süss und vor allem viel zu teuer. 😉

  6. Christina sagt:

    Das verführt zum ausprobieren. Klingt nach einer leckeren Versuchung.

    Liebe Grüße,
    Christina

  7. Ulrike sagt:

    Also gut, ich bin vom Zaunpfahl fast erschlagen, ich werde daran arbeiten.

    Ich habe heute einem Honig-Vanilleeis das erste Mal ein wenig Guarkernmehl zugesetzt und ich muss sagen, das Mundgefühl ist viieeel cremiger und weniger Eiskristalle.

  8. Kaffeebohne sagt:

    Wir haben B&J während eines USA-Urlaubs Ende der 90 besichtig. Dort hatte ich das erste Mal von ihnen gehört und das Eis gegessen, dass in USA in B&J-Eisdielen in Bällchen verkauft wird. Die Betriebsbesichtigung war sehr informativ und wir hatten kurzfristig überlegt, ob wir nicht unsere Jobs kündigen und Qualitätstester von B&J werden sollen. Zum Abschluß der Führung gab es dann eine Probe einer neuen Sorte und man durfte Namensvorschläge abgeben. Ich glaube, dass bei jeder Sorte ein bestimmter Prozentsatz vom Umsatz an ein Projekt geht. Die Spende aus dem Eis mit den Schokofischlein wurde – soweit ich mich erinnern kann – für die Erweiterung des Fischbestands des Lake Champlains verwendet.
    Die Dame, die die Führung gemacht hat, hat uns erzählt, dass die Eiscreme in Vermont schon zur Zweitwährung geworden ist, da jeder Mitarbeiter im Monat eine bestimmte Anzahl an Bechern mitnehmen darf.

  9. Sivie sagt:

    Das Eis hört sich ja gut an. Ich hoffe dann auch mal auf Ulrike. Auf den Glukosesirup würde ich lieber nicht verzichten, der macht das EIs nämlich auch schön cremig.

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