Hefezopf mit gezuckerter Kondensmilch

Dieser Artikel wurde zuletzt am 22. Juni 2014 aktualisiert

Foodfreak proudly presents: eine Petra H.- und Petra H.-Coproduktion, oder chat-and-bake, oder wie man Rezepte mit 600 km Entfernung gemeinsam angeht…

Vor einiger Zeit zappte ich durch Technicolor Kitchen (wo ich unter anderem die Inspiration für das Creme Brulee Eis fand), und dabei lachte mich das Rezept für Sweetened condensed milk braided bread with poppy seeds an. Nun habe ich mit der grossartigen Safran-Challah und dem Hokkaido-Milchbrot zwar zwei perfekte Rezepte für fluffiges süsses Brot, aber wie das so ist als Foodie…

Im Chat unterhielt ich mich dann mit Chili & Ciabatta über das Brot, und sie hat es vor mir gebacken, dabei gleich ein paar Fussangeln mitgenommen und rezepttechnisch für mich ausgemerzt, so dass heute dieses hübsche Brot (und sein Zwilling) bei uns den Frühstückstisch zieren konnten:

Milchmädchen-Hefezopf

Milchmädchen (oder La lechera), weil die gezuckerte Kondensmilch eines großen Lebensmittelmultis auf diesen Namen hört – bei mir kommt aber die einfache – vietnamesische – Version (die Dose für 99 Cent im Asienladen) zum Einsatz. Und da ich keinen Mohn mehr da hatte, wurde es eben Sesam.

Meine Fassung, quasi PeHo 2.0:

Milchmädchenzopf mit Sesam

2 Laibe

Teig
1 Dose (400 ml) gezuckerte Kondensmilch
200 Gramm Wasser
100 Gramm weiche Butter
5 Eier Klasse M
50 Gramm Frischhefe
20 Gramm Salz
1 kg Weizenmehl Type 550, plus etwas mehr zum Bearbeiten

Zum Bestreichen

1 Ei
1 Eigelb
1 Esslöffel Sahne
Sesam; zum Bestreuen

Hefe im Wasser auflösen, die gezuckerte Kondensmilch und die Eier zugeben, verrühren und in die Schüssel der Küchenmaschine geben. Das Mehl zugeben und kneten. Wenn sich ein Teig gebildet hat, nach und nach die Butter und das Salz unterkneten. Nach Bedarf weiteres Mehl zufügen.

Den Teig in eine leicht geölte sehr große Schüssel geben und abgedeckt 3-4 Stunden im Kühlschrank gehen lassen.

Den Teig auf die leicht bemehlte Arbeitsfläche geben und in 6 Portionen teilen. Etwa 40 cm langen Stränge formen und jeweils 3 davon zu einem Zopf flechten. Die Zöpfe auf je ein mit Backpapier belegtes Backblech legen und abgedeckt etwa 1 Stunde gehen lassen (Petra: ein Blech im Kühlschrank aufbewahrt und erst herausgeholt, als das erste im Backofen war).

Rechtzeitig den Backofen auf 165°C vorheizen.

Ei, Eigelb und Sahne verrühren und evtl. durch ein Sieb geben. Das erste Brot mit der Eimischung bepinseln, 5 Minuten trocknen lassen, dann nochmal bepinseln und mit Sesam bestreuen. Das Blech auf die unterste Schiene des Backofens schieben. 20 Minuten backen, dann die aufgegangenen Stellen mit dem Eiwasch bepinseln, weitere 20 Minuten backen. Das Brot dann mit Alufolie abdecken und nochmal 10-15 Minuten backen.

(Das sind die Angaben von Chili & Ciabatta, bei mir durften es gern ein paar Minuten weniger sein.)

Auf einem Rost auskühlen lassen. Das zweite Brot im Anschluss backen.

Vielen Dank an Petra für das Testen und Übersetzen und Anpassen des Rezeptes. Der Zopf ist schön leicht und locker und schmeckt mit Butter und Konfitüre prima. Die Challah und das Hokkaidobrot müssen zwar ihren unangefochtenen Spitzenplatz nicht hergeben, aber in der Variante ist das Brot wirklich lecker und gefällt uns sehr gut!

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Appetit bekommen? - Hungry for more?

2 Antworten

  1. Petra sagt:

    Hihi, das beschreibt die gegenseitige Befruchtung ganz gut 🙂

  2. rike sagt:

    Ich habe den tollen Hefezopf nachgebacken! Richtig gut, waren alle sehr erstaunt, dass ich da Kondensmilch mit verwendet hatte!

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