DKduW – April-Mai 2009

Dieser Artikel wurde zuletzt am 1. Januar 2015 aktualisiert

Was lange währt… die Arbeit am dann doch gecancelten Geek Cookbook und ein Urlaub haben mich davon abgehalten, den April-Roundup zu machen, und so lege ich dieser Tage endlich endlich die Beiträge zu DKduW von April und Mai zusammen vor.

Wer sich hier nicht wiederfindet, der sei noch einmal an die Regeln erinnert – was ich nicht in der Mailbox habe entgeht im allgemeinen meiner Aufmerksamkeit, und eventuell hat auch der eine oder andere das Pech erwischt im Spamordner zu landen (der nach 30 Tagen automatisch löscht) – falls Euer Beitrag hier also fehlt, sagt kurz per Mail bescheid (oder auf Twitter).

Den Auftakt machte dieses Mal ich selbst mit einem ausgesprochenen Murks-Rezept aus dem sehr hübsch anzuschauenden, aber mittlerweile den Weg auf den Verkaufstapel angetreten habenden Büchlein La nonna – La cucina – La vita: Die wunderbaren Rezepte meiner Großmutter.

Die Cipolle Ripiene waren nur noch mit Mühe als Auflauf in etwas Essbares zu verwandeln.

Sehr viel schicker und leckerer ist da schon das, was Rike von Genial Lecker herausgesucht hat, nämlich ein Warmer Salat mit Topinambur und knusprigem Speck

nach einem Rezept von Jamie Oliver, aus Besser Kochen mit Jamie – ein Buch das auch bei mir im Regal steht, immer mal wieder rausgenommen wird, dann stelle ich fest dass die Sachen ja ganz nett sind und mache dann doch was andres. Vielleicht sollte ich mir den Wälzer auch mal vorknöpfen 🙂

Völlig auf meiner Wellenlänge liegt dieses Mal auch Barbara von Barbaras Spielwiese (bei unserer gemeinsamen Leidenschaft für die Küchen Asiens kein allzu grosses Wunder) mit einem indisch angehauchten Hühnercurry mit Walnüssen.

Von dem Rezept aus Die besten Originalrezepte. Asien hat sich Barbara allerdings nur lose, dafür lecker inspirieren lassen! Und die Blümchen im Hintergrund sind ein absoluter Hingucker….

Ganz neu dabei ist Martina alias Kitchenroach, und sie hat sich ein wirklich ungewöhnliches Kochbuch ausgesucht, nämlich A Montana Table: Recipes from Chico Hot Springs Lodge, das Kochbuch eines Hotels ganz in der Nähe des Yellowstone Nationalparks in den USA, in welchem sie gern speisen geht – und uns mit einem Gericht daraus verwöhnt.

Das Kartoffelgratin mit Gorgonzola schmeckt kalt oder warm – dazu würde ich jetzt auch nicht nein sagen!

Ein weiteres neues Gesicht bei DKduW ist die Zwergenprinzessin, welche mit Sommerküche par excellence auftrumpft: Hähnchen-Fajitas.

Das Gericht kommt nicht etwa aus einem Tex-Mex-Kochbuch, wie man es vielleicht erwarten könnte, sonder aus Jamies Kochschule. Jeder kann kochen und verbindet die von Jamie Oliver gewohnte Einfachheit mit einem sicherlich super Geschmack.

Der Beste Aller Männer hat im April Nancy Silvertons Sandwich Book herausgeholt und sich an den Hot Dog Buns versucht.

Mit den labbrigen Teilen aus dem Beutel im Supermarkt haben sie nichts gemeinsam. Die Optik ist noch minimal verbesserungswürdig – aber lecker waren die Dinger!

Und weils so schön war hat nasebaer gleich noch ein Kochbuch benutzt, das er zuvor noch nie in Händen hatte, Streifzüge durch die Küchen der Welt: Thailand, weil wir doch gerade unseren Thailandurlaub für das Jahresende gebucht hatten, und daraus ein nicht besonders attraktives, aber dafür aromatisches Curry zubereitet.

Die eher gulaschartige Sache hört auf den Namen Chiang Mai Curry und ist ein sehr leckeres Rindfleisch-Curry mit komplexen Aromen. Ich glaube ich sollte ihn öfter Kochen lassen…

Aromatisch höchst spannend finde ich ja auch das Schalotten-Chutney, welches Robert von Lamiacucina ausgewählt hat.

Seine Beschreibung des Buches Feine Saucenküche von Lucas Rosenblatt klingt als solle man das Werk unbedingt anschaffen (genau das brauche ich ja, noch ein Kochbuch auf dem Wunschzettel 🙂 )

Wie Robert ist auch Katja die Kaffeebohne eine fleissige DKduW-Testköchin, im April hat sie dafür ein griechisches Zitronenhähnchen ausgesucht.

Zum Zug kam hier Das große Mediterrane Kochbuch. Besonders geschmunzelt habe ich darüber, dass Katjas Kinder nun auch „Hähnchen mit Skelett“ essen – das ist doch schön im Zeitalter von Nugget-Formfleisch in Kindermenus.

Ausgesprochen mediterran kocht auch Sebastian von der Hüttenhilfe nach einem Rezept aus dem Dr. Oetker Kochbuch Studentenfutter.

Schon die tollen Farben machen gute Laune und Lust auf die Ofenkartoffeln mit Rosmarin, Paprika und Zucchini, die im Sommer sicher auch mit einem studentischen Budget gut zu machen sind.

Ein ungewöhnliches Spargelrezept kommt aus dem passend betitelten Bändchen „Spargel leichtgemacht“ von GU, das Cucina Casalinga diesen Monat zu einer Spargellasagne inspiriert hat.

Auch wenn sich die Spargellasagne eher als „Ragout mit Nudeln dazwischen“ entpuppte, hat sie gut geschmeckt. Die Kombination mit einer Pilzsauce finde ich höchst interessant.

Wer sich jetzt wundert: wie, noch gar kein Kuchen? Noch gar kein Dessert? der kann beruhigt aufatmen: Deichrunner to the rescue!

Eva hat nämlich diese superleckeren Mini-Napfkuchen mit Schokoladenstückchen gebacken, die sie allerdings zu trocken findet (Eva, der Johann Lafer macht immer Schaumsösschen zu seinen Kuchen.. Du bist nicht allein!) Zwar hab ich nicht Das beste Dr. Oetker Backbuch im Regal stehen, aber hiermit eine schöne Anwendung für die 6er-Mini-Napfkuchen-Form – wie ich den Liebsten kenne dauert es nicht lange bis er sie nachgebacken (und noch weniger lang bis er sie aufgegessen) hat!

Auch Barbara hat ein Herz für Süßschnäbel und stellte eine Waldmeistercreme auf den grünen Boden der Spielwiese.

Die Creme klingt wirklich sehr fein und Barbara hat das Buch Wildpflanzen für die Küche, das sie einmal als Geburtstagsgeschenk erhalten hat, sicher nicht zum letzten Mal hervorgeholt.

Kein altes, sondern ein ganz neues Kochbuch hat mestolo hervorgeholt, eins das ich sehr schätze: La Cucina Casalinga.

Schon beim Anblick der Crostata di Marmellata läuft mir das Wasser im Mund zusammen, und auch im Hause Mestolo liebt man nun dieses wunderschöne Kochbuch innig.

Den Abschluss macht noch einmal nasebaer, der sich für ein indisches Huhn mit Koriandergrün, Chicken in Fresh Green Coriander, einen Beinahe-Klassiker aus dem Kochbuchregal geangelt hat: Madhur Jaffrey’s Flavours of India.

Schlecht wars nicht, aber das Gericht haben wir beide schon in besseren Varianten gegessen.

Vielen Dank für die vielen schönen, interesanten, köstlichen und aufschlusreichen Beiträge, und wir lesen uns in ein paar Wochen mit der Juni-Ausgabe!

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Appetit bekommen? - Hungry for more?

4 Antworten

  1. Eva sagt:

    Danke für die schöne und unterhaltsame Zusammenfassung!!

    (und das mit dem Herrn Lafer merk‘ ich mir 🙂 )

    LG Eva

  2. Kochblogger sagt:

    Haha, das mit dem Jamie Buch ist lustig. Geht mir ähnlich. Wir sehen uns @Twitter…

  3. rike sagt:

    Tolle Zusammenfassung! Immer ärgerlich, wenn ein Projekt nach massenhaft Arbeit storniert wird. Hoffentlich war der Urlaub umso schöner 😀

  4. Barbara sagt:

    Die Zusammenfassung ist wieder spitze! Eine Menge interessanter Rezepte und das ganze wunderbar zusammengestellt. Danke!

    Auch zum Buchprojekt kann ich mich Rike nur anschließen.

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