Goldenes Rad, Friedrichshafen

Dieser Artikel wurde zuletzt am 22. Juni 2014 aktualisiert

Es war der Zufall, der uns im Hotel Goldenes Rad in FN nächtigen liess. Und wo wir schon mal da waren, warfen wir einen Blick in das zugehörige Restaurant und auf die Speisekarte, und beschlossen spontan, dort unser Abendessen einzunehmen – die ausgelobten 14 Punkte im Gault Millau spielten dafür weniger eine Rolle als die Tatsache, dass auf der Karte Iberico-Schwein stand.

Vorweg: Der Service war superfreundlich und aufmerksam und für sich genommen schon eine Empfehlung für dieses Restaurant.

Wir begannen unser Mahl mit Spargelcremesuppe, einer köstlich rahmigen Angelegenheit mit lauwarmen Spargelscheibchen mit Biss und einer leicht zitronigen Note sowie aromatischem Kerbel – einfach, klassisch, gut. Zu meckern gab’s hier bestenfalls dass die Spargelscheibchen etwa zu lang geraten waren um mit dem Löffel gut handhabbar zu sein.

Torsten nahm dann das besagte Kotelett vom Ibericoschwein mit Trüffeljus, zu dem gute dünne Tagliatelle gereicht wurden und ein Spargel-Möhren-Gemüse (leider kein Bild), ich wollte Kalbstafelspitz, der mit Petersilienkartoffeln, einer Schnittlauchrahmsauce, Gemüse aus weissem und grünem Spargel, Fenchel und Möhren sowie fein gehobeltem Meerrettich kam.

Wie auch die Suppe waren beide Gerichte handwerklich exzellent gemacht, perfekt abgeschmeckt, gutbürgerliche Küche wie man sie sich wünscht.

Neben Wasser orderten wir eine Weissburgunder-Chardonnay-Cuvee vom Bodensee (mehr dazu bei Gelegenheit in einem eigenen Artikel), und Torsten zusätzlich zu seinem Schwein einen Birnauer Kirchhalde Spätburgunder QbA trocken, einen offenen Roten aus der Region, der auch passend zum Iberico-Kotelett serviert wurde und damit gut harmonierte.

Für ein Dessert war bei mir kein Platz mehr, Torsten dagegen versuchte sich an den hausgemachten Sorbets (Erdbeer, Mango, Kiwi) die sehr viel farbenfroher leuchteten als hier auf dem Bild, von einem (imho verzichtbaren) Waldmeisterpesto begleitet waren, und geschmacklich keine Wünsche offen liessen.

Auch hier: Jederzeit gern wieder.

Einzig mein Espresso fiel etwas ab – die Maschine war anscheinend eher suboptimal eingestellt. Der Kaffee war deutlich zu kühl und etwas zu bitter.

Am Ende haben wir zu zweit für zwei Vorspeisen, zwei Hauptgerichte, Wasser, eine Flasche Wein, ein Glas Wein, ein Dessert und einen Kaffee 78 Euro bezahlt. Und keinen Cent bereut. Sollten wir nochmal an den Bodensee kommen, steht das Goldene Rad fest auf dem Plan. Sehr zu empfehlen.

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Appetit bekommen? - Hungry for more?

2 Antworten

  1. Nathalie sagt:

    Wir gehen auch gerne dort zum Essen, wenn wir am Bodensee sind.

  2. Petra sagt:

    Ist vorgemerkt, danke!

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