Chandler’s Coffee, Lüneburg

5. Februar 2009
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Beim Bummeln und Geocachen in Lüneburg fiel uns im letzten Jahr ein kleiner Coffeeshop auf, nur einen Steinwurf von Rathaus und Marktplatz entfernt – das Chandler’s Coffee. Auffällig aus gleich drei Gründen. Der erste: Chandler ist der Nickname eines guten Freundes von uns. Der zweite: Trotz wenig einladenden Wetters saßen Leute draussen, mit vom Coffeeshop bereit gehaltenen Wolldecken. Der dritte: ein St. Pauli-Fisch im Fenster.

Die Fische waren Teil einer Kunstaktion im Jahr 2007, die Lüneburger Stinte, und finden sich immer noch an vielen Stellen der Stadt wieder, aber bei St. Pauli lacht natürlich das Hamburger Herz :-)

Im Gegensatz zu unserem letzten Bummel wollten wir dieses Mal nicht in den Nudelkontor (eine für Foodies unbedingt zu empfehlende Adresse), sondern einfach nur in angenehmer Umgebung einen Kaffee trinken, und da lockte bei Temperaturen von 2 Grad eine der gemütlichen lederbezogenen Bänke entlang der Wand im Chandler’s.

Hier gibt’s das übliche Coffeeshop-Angebot, aber alles mit einem starken Augenmerk auf Bio (ausserdem Fritz-Kola-Limonaden, also regionale Ware) – auch den Kaffee gibt es ohne Aufpreis in Bio-Qualität, und man hat von der Bank oder auch von den Tischchen oder den Barhockern am Fenster einen schönen Ausblick auf das Geschehen draussen. Draussen sitzen wäre noch toller gewesen, aber das war gestern selbst mit Wolldecke jenseits des Zumutbaren.

Das Bild wird dem Ambiente übrigens nicht gerecht, das Café – oder der Coffeeshop – ist hell und freundlich, in lindgrün und hellen Holztönen gehalten.

Wir bestellten Latte Macchiato in Bio-Qualität und entspannten ein wenig.

Gut gemacht, lecker, wenn wir auch Frischmilch der hier aufgeschäumten H-Milch vorgezogen hätten – nach jahrelanger Bio-Frischmilch-Verwendung schmeckt man den Unterschied – ist in der Gastronomie aber wohl nur bedingt zu erwarten. Auf einem laminierten Kärtchen auf den Tischen fand sich dann auch noch ein Hinweis auf Winter-Specials wie Chai oder Heisse Schokolade mit Baileys oder auch Glühwein.

Die Musik war durchaus coffeeshop-typisch, aber angenehm unaufdringlich und leise, die offenbar frisch belegten Bagels und Ciabattas klangen gut und sahen auch gut aus, aber wir hatten keinen Appetit. Auf den Tischen stand brauner Rohrzucker, auf dem Tresen die gesamte Bandbreite an Shokomonk-Riegeln.

Hinter dem Tresen fällt eine silberglänzende Elektra-Espressomaschine und gleich zwei Mahlkönig Mühlen vom Typ K60 Twin Espresso Grinder ins Auge, die Hardware-Ausstattung findet also vor den Augen des Kaffee-Geeks sofort Gnade.

Die gesamte Inneneinrichtung nimmt das hellgrüne Thema auf, das beginnt bei Tassen und Tellern im gleichen Lindgrün wie die Wände, und endet nicht beim Papierspender am Waschbecken in den blitzsauberen Toiletten, das natürlich auch lindgrün ist.

Den Kaffee kann man sich am Tresen bestellen, oder auch auf den flinken, freundlichen Service warten, der klassische Tischbedienung macht – keineswegs selbstverständlich für einen Coffeeshop.

Hat mir sehr gut gefallen, würde ich wieder hingehen, zumal auch die überschaubare Speisekarte mal nicht nach der üblichen Massenware, sondern nach Eigenleistung aussah. Studenten mit entsprechenden Rabattkarten kriegen hier übrigens 10% Nachlass. Der Liebste nahm sich dann noch zwei Shokomonk-Riegel mit, ehe wir uns dem nächsten Cache widmeten…


Chandler’s Coffee
An der Münze 8 A
21335 Lüneburg

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2 Responses to Chandler’s Coffee, Lüneburg

  1. 5. Februar 2009 at 13:52

    Danke für den Link. Gebe meine Unwissenheit gerne zu, ich wußte bisher nicht, was shokomonk ist. Jetzt bin ich schlauer und werde als Schokoliebhaber mal danach Ausschau halten.
    Viele Grüße

  2. 5. Februar 2009 at 22:12

    Hach, Lüüüneburg! Ja, der Nudelkontor ist große Klasse, in dem Coffeeshop da war ich noch nicht, ganz toll finde ich auch noch den Heidkrug, wart ihr da schon mal?

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