Burts hand-fried potato chips

Dieser Artikel wurde zuletzt am 22. Juni 2014 aktualisiert

Es ist schon Jahre her, da fragte ich in de.rec.mampf nach sachdienlichen Hinweisen zur Zubereitung von Kartoffelchips – und bekam selbst von altgedienten Foodies nur die erstaunte Antwort, wieso ich mir denn die Mühe machen wolle, die könne man doch gut in jedem Laden kaufen.

Schon damals war ich allerdings nicht nur ein großer aficionado der in Spanien in Sonnenblumenöl handfritierten Kartoffelchips, die ich bis heute für die leckersten überhaupt halte, sondern auch schon damals zeichnete sich ab, was heute vollends bittere Realität ist – alle in Läden erhältlichen Kartoffelchips, mit Ausnahme der Sorten aus dem Bioladen und reiner gesalzener (im Gegensatz zu: salt & pepper oder salt & vinegar) enthalten Aromen und vor allem Geschmacksverstärker.

Beim lokalen Edeka entdeckte ich dann neulich diese Chips:

und kaufte selbstredend erst mal die gesalzene Version.

„Burts hand-fried chips“, so der Aufdruck, kommen aus Devon, und die gesalzenen Chips enthalten genau drei Zutaten: Kartoffeln, Sonnenblumenöl, Meersalz. Vorbildlich.

Die Hersteller, Burts Chips, behaupten, ihr Produkt sei „naturally delicious“, und auf der Packung prangt ein Zusatzaufdruck, auf welchem Feld die Kartoffeln angebaut wurden, und wann die Chips für diese Tüte von welcher Person frittiert wurden.

Die crispen, ein wenig dicker geschnittenen Chips, die an Kettles erinnern, aber nicht so hart sind, haben einen wunderbaren Goldton und ein volles Kartoffelaroma, genau den richtigen Crunch, sind mir aber einen winzigen Hauch zu dick und damit zu mürbe in der Mitte. Auf jeden Fall gehören sie zum leckersten was man in Deutschland an gesalzenen Chips in der Tüte kaufen kann.

Auf der Tüte steht auch zu lesen, dass die Macher von Burts 1997 auf der Suche nach echten Kartoffelchips waren die noch nach Kartoffelchips schmeckten, und stattdessen eine quasi-antike Kartoffelchipfrittiermaschine fanden auf der sie unzählige Versuche starteten, bis sie die ihrer Meinung nach besten Kartoffelchips herstellen konnten – „using only the finest and freshest natural ingredients“.

Burts (achtung Flash) gibt es, neben der Variante Sea Salt (und in Deutschland wohl kaum erhältlichen Pastinakenchips, die ich gern mal kosten würde) in den Sorten Hot Chili Lemon, Mature Cheddar, No Salt, Salt and Black Pepper, Salt & Vinegar, und momentan auch in „seasonal flavors“ wie Smoked Streaky Bacon und Firecracker Lobster. Die anderen Sorten enthalten allerdings auch schon mal Dextrosepulver und (natürliche) Aromen, allerdings keinen Geschmacksverstärker. Vielleicht sollte ich doch noch mal eine exotische Sorte probieren… obwohl ich ja eher für klassische Geschmacksrichtungen zu haben bin.

Den Preis weiss ich nicht mehr. Billig waren sie nicht. Aber gut.

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Appetit bekommen? - Hungry for more?

6 Antworten

  1. gast sagt:

    Geheimtipp: Chips von Ikea. Kosten 99cent die Tüte und haben auf der Zutatenliste wirklich nur Kartoffeln, pflanzliches Öl, Salz.

    Besser als alles, was man an Chips im Supermarkt kaufen kann (okay, die sündteuren Kettle-Chips schmecken noch vergleichbar).

    Nachteil: Freunde gucken einen schonmal seltsam an, wenn man sagt: „Oh, ihr fahrt zu Ikea? Könnt ihr uns Chips mitbringen? Sagen wir mal so 10 Tüten…“

  2. Petra sagt:

    Sobald ich so eine Tüte finde, greife ich zu!

  3. Foodfreak sagt:

    Ich habe mal auf die anderen Burts Sorten genauer draufgeschaut. Leider enthalten sie soweit ich das sehen konnte ausnahmslos Hefeextrakt…

  4. Markus Pütz-Fischer sagt:

    Im EDEKA gibts diese neuen Chips für 2,49 € – das Geld kann man sich aber sparen – jedenfalls ist die Sorte „salt & plack pepper“
    ungenießbar. Die Chips sind mit einem pudrigen Gewürz überzogen das ungewöhnlich schlecht schmeckt: zu süßlich, nach Geschmacksverstärken und viel zu dick aufgetragen. Alles in allem sehr künstlich.
    Einzig die Schärfe ist, anders als bei vergleichbaren Chips, sehr ausgeprägt.

  5. Billigflüge New York sagt:

    Hey das hört sich sehr interessant an, weil ich diese Marke bisher noch nicht kannte. Ich muss allerdings sagen, dass ich bisher immer auf die Walkers Sensations zurückgegriffen habe und die hatten sehr ähnliche Sorten. Die waren auch verdammt lecker, mussten allerdings immer im Internet bestellt werden, da die Produktion aus England stammte. Naja und dadurch waren sie auch nicht sonderlich günstig, also auch um die 3€ pro Packung und dazu Liefergebühr….

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