Im Test: Braun Multiquick Artiste

Dieser Artikel wurde zuletzt am 20. September 2016 aktualisiert

Ob ich mir denn vorstellen könne, den neuen Braun Multiquick Artiste für sie zu testen, der demnächst (diesen Monat) auf den Markt komme, wurde ich im September von einer Agentur gefragt. Ganz ohne Bedingungen. Tja, dachte ich mir, wunderbar, da sage ich nicht nein – gerade noch hatte der alte Becher meines lang geschätzten Braun Stabmixers nebst Elektrohacker den Geist aufgegeben, und ich erwog mir einen kleinen Elektrohacker für die MUM oder eine Moulinette zu kaufen, aber so war mir das natürlich auch recht.

Und ein paar Tage später trudelte das Gerät bei mir ein und ich schaute erst mal erstaunt ob der Vielfalt, die mir aus dem Karton entgegenlugte:

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Ganz ehrlich, mit einem Braun rennt man bei mir offene Türen ein. Mein erster Satz Braun Stabmixer mit Elektrohacker ist mit meinem Ex nach der Scheidung in dessen Haushalt übergegangen, und hatte viele Jahre Arbeit auf dem Buckel, das zweite, das noch in Form des Stabmixers in Betrieb ist, haben der Liebste und ich gemeinsam gekauft und nun seit gut 7 Jahren im Einsatz, nur um den am Ende der von Plastikmaterialermüdung hingerafften handlichen Zerkleinerer tat es mir aufrichtig leid.

Meiner Schwiegermama habe ich eines schönen Tages ihr schrottiges Billiggerät weggenommen und Geld für etwas anständiges (einen Braun) in die Hand gedrückt – wirklich überzeugen musste man mich also nicht von dem Gerät.

Wie sich der neue Artiste auf der Langstrecke macht (bei Amazon kann man zum Vorgängergerät lesen, dass der Motorblock bisweilen nicht der beste war), bleibt natürlich noch für später zu berichten. Auf jeden Fall ist das Motorteil im Gegensatz zu meinem schon betagten Stabmixer schwerer, robuster – und vor allem stärker geworden, das hat, im Tim Taylor-Sinne, mehr Power!

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Das Gerät liegt gut in der Hand, hat nun zwei Bedienknöpfe – einen Powerbutton und einen für Normalbetrieb, den man stufenlos regeln kann – und das Mixerende ist, wie sich das gehört und wie schon gehabt aus Stahl. Mir kommt kein Stabmixer mit Plastikende ins Haus.

Neben den Klassikern wie Mayonnaise aus dem Mixbecher (das einzige Rezept das im Handbuch steht und sich mit meinem bzw. dem von Chili & Ciabatta deckt – einschliesslich Verwendung eines ganzen Eis) kommt bei mir der Stabmixer im allgemeinen vor allem für Suppen zum Einsatz. Und den Job erledigt der Artiste erwartungsgemäss problemlos.

Den kleinen Hacker/Zerkleinerer hatte ich bislang bereits für Sambal und Currypaste, aber auch für Salsa, das Zerkleinern von Amarettini (laut aber fix) und zum Hacken kleiner Mengen Zwiebeln im Einsatz, auch Nüsse reiben / mahlen dürfte damit superschnell gemacht sein, dreimal Knopf gedrückt, fertig. Das ist eine wahre Erleichterung bei der Küchenarbeit.

Ich bin ja ein ausgemachtes Weichei wenn es um Zwiebeln geht. Schon als Kind taten mir die Augen weh wenn ich zur Haustür reinkam und meine Mutter in der Küche Zwiebeln schnitt – deswegen wäre aus mir auch nie ein Koch geworden. Und nun habe ich in meinem Vorrat eine grosse Menge winzigkleiner Biozwiebeln oder eher Schalotten (meine Mutter nennt sie Familienzwiebeln) aus Mutters Garten, die ganz toll schmecken, aber heftig in den Augen brennen… mit dem Zerhacker ist aus der Quälerei eine blitzschnelle Sache geworden. Zwiebelchen schälen, in den Zerhacker geben, in Sekunden feinste Zwiebelwürfelchen haben – allein dafür kriegt das Ding schon von mir einen Stern.

Nicht ausprobiert habe ich bislang das Gemüseschnitzelwerk (5 verschiedene Einsätze), das wird noch ein Weilchen dauern, dafür habe ich mit dem Rühr/Schlagbesen Eiweiss geschlagen – ideal für die Mengen die für die MUM zu klein sind, ebenso bei Sahne – das geht schnell und die Gefahr z.B. die Sahne zu überschlagen ist nicht so groß wie bei einem üblichen Handrührgerät. Im großen „food processor“ habe ich vorgestern schliesslich (eine riesige, zuvor grob zerteilte) Gemüsezwiebel gehackt – ebenso schnell und mit tollem Ergebnis wie die kleine Menge Zwiebeln im anderen Gerät. Laut Produktbeschreibung kann man auch bis zu 700 g Fleisch damit verarbeiten, das werde ich demnächst testen, ehe ich mir zum Wursten noch einen Fleischwolf für die MUM zulege – ich bin schon gespannt. Darin Mürbeteig zu machen steht ebenfalls noch auf der Todo-Liste.

Was mir an dem Gerät schon früher gefiel und auch heute noch gefällt ist, einen Motorblock zu haben der mehrere Geräte betreibt – das spart Platz im Schrank und auch Kosten für extra Geräte. Blöde ist dass an den neuen Block mein alter Stabmixer dank veränderten Designs nicht mehr dranpasst.

Verglichen mit dem alten Braun ist das Design allerdings erheblich verbessert worden. So liegt nicht nur das Motorteil besser in der Hand, die einzelnen Geräte sind auch besser (unkomplizierter) in ihren einzelnen Bestandteilen zu reinigen.

Bleibt zu hoffen, dass sie auch den Haltbarkeitstest bestehen. Wir werden sehen, ich werde berichten.


Update – März 2014

2012, mithin nach rund 4 Jahren, sind die Plastikteile am Elektrohacker wieder zerbröselt, wenig später gab auch eine der Tasten am Motorblock auf, so dass nur noch eine davon nutzbar ist. Das Gemüseschnitzelwerk habe ich ein paar mal für Kartoffelscheiben für Gratin benutzt, finde ich aber weder vom Handling noch von der Reinigung her praktisch. Mit neuer Küche 2013 hat hier nach ausführlicher Diskussion im Foodie-Freundeskreis ein ESGE Zauberstab Einzug gehalten. Immer noch gern genommen ist der große Hacker, für kleine Mengen Hackfleisch, oder auch für Mürbeteig; der Mixstab kommt – parallel zum ESGE – auch noch für Suppen oder Mayonnaise zum Einsatz.

Summa summarum: Langzeit-Haltbarkeit geht anders – kann man vielleicht bei diesem Preis nicht erwarten. Gemessen an den Einstandskosten ist es immer noch ein vernünftiges Gerät, aber man merkt eben doch, dass hier kurze Produktlebensyzklen dem neuerlichen Konsum dienen sollen.

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Appetit bekommen? - Hungry for more?

9 Antworten

  1. Eva sagt:

    Ich habe das Gerät ohne das Gemüseschnitzelwerk (aber auch mit dem kleinen Hacker, dem Schneebesen, einem großen Hacker und einem Eis-Crusher…den genauen Namen müsste ich erst raussuchen) nun schon an die 2 Jahre, viel im Einsatz und bin ebenfalls hellauf begeistert – kann deinem Bericht also nur zustimmen!

  2. José sagt:

    Ich kann all dem auch nur zustimmen.
    Wir haben den Braun Multiquick professional MR 6550 MCA und sind damit 100%ig zufrieden.
    Dieses Gerät ist super durchdacht, liegt gut in der Hand und ist mit dem kleinen Mixbecher für alles zu haben.
    Da kann das neue Gerät nur gut sein!

  3. Sus sagt:

    Ich weiß jetzt zwarauch nicht die genaue Bezeichnung, aber so ein Bosch MultiQuick mit IceCrusher, aber ohne Schneebesen habe ich auch seit ca. einem Jahr. Bin bis jetzt begeistert. Das Gemüseschnitzelwerk würde mich interessieren. Wenn es denn etwas taugt, kann man das bestimmt irgendwann auch nachkaufen…

    Liebe Grüße, Sus

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