Spirit of Georgia – Green Mango Kiwi

Dieser Artikel wurde zuletzt am 22. Juni 2014 aktualisiert

Nachdem ich vor einiger Zeit schon beim Shopblogger von der neuen Limonadenmarke aus dem Hause CocaCola gelesen habe, habe ich kürzlich im Supermarkt zugegriffen und eine Flasche der Sorte Green Mango Kiwi gekauft.



Fairerweise sollte man dazu sagen, ich bin generell kein Fan von Limonade, obwohl ich Bionade in der Variante Ingwer-Orange eiskalt ab und an ganz erträglich finde, und deswegen bin ich auch schwerlich die Zielgruppe.

„Ohne künstliche Süßstoffe, ohne künstliche Farbstoffe und Aromen“ verspricht der Flaschenaufdruck, und das ist drin:



In Worten: knapp 7 Prozent des Inhaltes sind Fruchtsäfte aus Konzentraten, und zwar vor allem Apfel und Orange, der Rest ist Wasser, Zucker, Kohlensäure, Zitronensäure, natürliches Aroma, Chlorophyll (für die schöne grüne Farbe), Ascorbinsäure und Johannisbrotkernmehl.

Ausserdem, hier nicht zu erkennen, kann man sehen dass 250 ml, respektive ein Glas oder 1/3 des Flascheninhalts, 13 Gramm Zucker bzw. 58 kcal. enthalten.

Wie alle Limonaden also ein fieser Cocktail, dessen Kombination aus Zitronensäure und Zucker ein echter Zahnschädling ist, und natürlich aromatisiert – das merkt man bereits wenn man die Flasche aufdreht und der ganz und gar nicht naturgetreue Duft des Mango-Kiwi-Flavorings einem in die Nase steigt. Mag ja sein dass das Aroma „natürlich“ ist, aber das heisst noch lange nicht dass es auch so schmeckt – im Gegenteil.

Die Limonade ist in der Tat nicht so quietschsüß wie die anderen Produkte aus dem Hause Coca-Cola, aber immer noch arg süß. Sie erinnert mich geschmacklich an die sauren Stäbchen von Haribo, die zu meinen Teeniezeiten mal schwer angesagt waren, von Kiwi oder Mango könnte der Eindruck kaum weiter entfernt sein.

Dank des nach wie vor chemischen Geschmacks – da helfen auch keine 2% Apfelsaft – wirkt sie superkünstlich und wenig lecker. Wer Ahoi-Brause aus dem Tütchen magt, dürfte den Geschmack allerdings lieben. Zur Entfernung von Zahnbelägen könnte das Zeug gut geeignet sein, vorausgesetzt man schrubbt hinterher die Zuckerschicht vom angegriffenen Zahnschmelz.

Was noch auffällt: die 0,75-Liter-Flasche sieht beinahe wie eine Halbliterflasche aus, hier ist die Optik wohl bewusst auf „klein“ gemacht um den Konsumenten dazu zu bringen mehr davon zu kaufen / zu trinken.

Was mir allerdings nicht nochmal passieren wird. Wenn ich Fruchtsaftschorle trinken will kann ich das besser – und aromafrei – haben.

Andere Meinungen:

Hier hat jemand die Sorte Lemon-Wacholderbeere verkostet. Prost.

Print Friendly, PDF & Email

Appetit bekommen? - Hungry for more?

8 Antworten

  1. Barbara sagt:

    Danke für den Selbsttest! 🙂

    Bei der Zutatenliste hätte ich glaube ich aufs Probieren verzichtet.

  2. Chefkoch sagt:

    Ich hab da auch schon alle Sorten durchprobiert und wurde bitter enttäuscht. Das Zeug schmeckt absolut nicht.
    Probieren kann man es mal, entweder man liebt es oder man hasst es =)

  3. Sebastian sagt:

    Ich teile Deine Meinung voll und ganz. Ich habe das Zeug bereits vor zwei Wochen eher zufällig probiert und war überhaupt nicht begeistert. Und das obwohl ich eine süße Limonade von Zeit zu Zeit ganz gerne trinke.

  4. Balu sagt:

    Ich verstehe immer nicht, wie man dieses Brausewasser mit Bionade vergleichen kann. Das ist das totale Gegenstück dazu.

  5. Chefkoch sagt:

    Es wird damit Verglichen weil es auf die selbe Zielgruppe zielt, zumindestens empfinde ich das irgendwie so.

  6. Foodfreak sagt:

    Ich vergleiche es nicht – Bionade ist nur die einzige Limo die ich wenn überhaupt trinke. Ich denke aber es hat was mit dem Claim „natürlich und gesund“ zu tun, und die verwendung fermentierten Apfelsafts lässt auch drauf schliessen dass das Zeug schon in diese Marktecke positioniert wird.

  7. wokman sagt:

    Bis gestern dachte ich, dass bionade total BIO ist. also: Ich wollte im kiosk ein zuckerfreies erfrischendes gesöff für zwischendurch.
    die sog. fritz-kola gibt es bei uns schon länger, und die hatte ich auch noch nicht probiert. sogar eine sugarfree-version stand davon im kühlschrank. dennoch entschied ich mich zunächst für eine bionade und schaute diesesmal aus versehen? auf das zutatenschild. na sowas, da war ja zucker drin ?!?!?!?!?!
    das hätte ich nicht gedacht. ok, war vielleicht auch naiv von mir zu glauben, dass bionade vitaminreicher als ne fassbrause ist. trotzdem sollte man nicht so tun, als ob bionade DIE gesunde brause ist. habe seit längerem mal wieder meine saftpresse aktiviert und lass mir jeden tag meinen lecker orangensaft raus. voll bio, alter 😉
    ciao,
    wokman
    PS: im kiosk wurde es dann die gute alte apfelschorle

  8. jonpro sagt:

    Es zielt nicht nur auf die selbe Zielgruppe, es ist auch noch gezielt als Konkurrenzprodukt zur Bionade ins leben gerufen, nachdem Bionade die Übernahme durch Coca Cola abgelehnt hat.
    Man wollte der kleinen bayerischen Brauerei dieses Feld halt nicht ganz kampflos überlassen und hat daher dieses Produkt (das es übrigens bisher nur in Deutschland gibt) aus dem Boden gestampft.
    Warten wir mal ab, ob der rote Riese Bionade vielleicht mittels Marktmacht doch noch verdrängen oder zur Übernahme nötigen kann…

Kommentar verfassen