Heilbutt mit Tomatensauce, vietnamesisch

Dieser Artikel wurde zuletzt am 2. September 2015 aktualisiert

Frischer Heilbutt beim Fischhändler liess mich spontan zum Salat aus der aktuellen Gemüsekiste und mit den dortigen Tomaten ein Rezept aus Vietnam: Küche und Kultur in Erwägung ziehen, zumal ich noch reichlich Zitronenblätter im Tiefkühler schlummern habe, und aus einer der letzten Gemüsekisten eingefrorenen Dill.
Heilbutt mit Tomatensauce, vietnamesisch
Gefallen hat mir, neben der typisch asiatischen Mischung an Aromen der Kategorie hot-sour-salty-sweet, vor allem dass das Gericht in kurzer Zeit auf den Tisch zu bringen ist.

Der Fisch war mir am Ende etwas zu weich, da ich ihn wie immer glasig gegart habe – ein festerer Fisch würde mir hier besser gefallen. Die Aromen sind toll, angesichts meiner recht süßen Tomaten hätte es hier aber durchaus noch ein Schuss Limettensaft oder (Reis-)Essig an die Tomaten sein dürfen.


Heilbutt mit Tomatensauce – ca sot ca chua

nach: Vietnam: Küche und Kultur

Ergibt: 3 Portionen

Zutaten

  • 600 Gramm Heilbuttfilets oder -steaks, ca. 2 cm dick
  • 250 Gramm Tomaten
  • 1 rote Peperoni
  • 2 Knoblauchzehen
  • 6-8 Kaffir-Limettenblätter
  • 1 Esslöffel brauner Zucker
  • 2 Esslöffel Öl
  • 2 Esslöffel Fischsauce
  • 1/2 Bund Dill, oder asiatisches Basilikum
  • Salz und Pfeffer
  • 200 ml Öl, zum Braten (weniger)

Zubereitung

  1. Fisch kurz waschen und trockentupfen.
  2. Tomaten waschen und klein würfeln, dabei die Stielansätze entfernen. Peperoni fein schneiden. Knoblauch schälen und in Scheiben schneiden. Limettenblätter waschen, in möglichst feine Streifen schneiden. Alles mit Zucker und Öl andünsten, nach 2 Min. 3-4 EL Wasser und Fischsauce zugeben und bei schwacher Hitze 15 Min. kochen lassen.
  3. Den Dill waschen, trockenschütteln, die Spitzen abzupfen und grob hacken.
  4. Heilbuttfilets mit Salz und Pfeffer würzen. 200 ml Öl in einer beschichteten Pfanne stark erhitzen, Fisch darin von beiden Seiten in je 3-4 Min. goldbraun braten. Aus der Pfanne heben und auf Küchenpapier abtropfen lassen.
  5. Fisch mit Tomaten anrichten und mit Kräutern bestreut servieren.

Nicht wirklich toll fand ich beim Essen die harten Streifchen der Kaffirlimettenblätter – beim nächsten Mal (das es bestimmt geben wird) werde ich die aromatischen Blätter so aufschneiden, dass sie zusammenhalten und am Stück beiseite gelegt werden können. Als suboptimal beim Essen hat sich auch die zwischen den Tomaten perfekt getarnte rote Chili erwiesen, obwohl die Schärfe zusammen mit Tomaten und Süße, Fischsauce und Limettenblättern ideal harmonierte – vielleicht kann ich hier, wie in der indischen Küche oft erlebt, aufgeschlitzte entkernte grüne Chilis, z.B. Thaichilis, nehmen, die man ebenfalls im Ganzen beiseite legen kann, und die auch optisch einen Farbtupfer liefern.

Schliesslich waren mir die Tomaten doch zu saucig – isst man das Gericht wie im Buch vorgeschlagen mit Reis, ist das kein Problem, als Solo-Veranstaltung oder zum simplen Salat würde ich die Tomaten, die ich nicht so fein geschnitten habe und die daher eher Gemüse waren, vor dem Anrichten noch abtropfen lassen.

Dennoch, schnell gemacht und sehr sehr lecker, Daumen nach oben!

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4 Antworten

  1. Der Küchenbulle sagt:

    Das hört sich nicht nur lecker an, sondern sieht auch nach mehr aus. 🙂
    Eine schöne Kombination aus tollen Gewürzen, dazu noch angenehm leicht, wirklich was zum hingucken.
    Ich geb dir auch nen Daumen gen Norden.

  2. mipi sagt:

    Sieht klasse aus. Ich benutze auch lieber feste Fische, da Heilbutt oft sehr leicht zerfällt.

  3. la23ng sagt:

    Sehr fein.

    (Beweisphoto des abgeleckten Tellers des Sohns: https://twitter.com/la23ng/status/639507398068191232)

    Ansonsten: alles was Du sagst.

    Ich hatte reife Tomaten, da konnte ich noch den Saft einer Limette zugeben (ich habe aber auch die Saucenmenge verdoppelt). Die Kaffirlimettenblätter habe ich gleich rausgefischt.

    Heilbutt passt vom Geschmack her sehr gut, aber von der Konsistenz her ist festerer Fisch verlockend.

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