Wieder mal: Hokkaido-Milchbrot (und ein Gadget)

29. August 2008

Vor etwas über einem Jahr habe ich das hübsche Hokkaido-Milchbrot nachgebacken, das ich in diversen Blogs gesehen hatte (Rezept hier).

Nun habe ich das Rezept erneut hervorgeholt, denn ich wollte auch endlich so ein superfluffiges Brot haben.


Oder genauer, der Hintergrund war unser neuer Hausgenosse.

Der Liebste und ich liebäugeln nämlich seit geraumer Zeit mit einer Küchenmaschine. Oder vielmehr, ich will einen anständigen Fleischwolf zum Wursten, und wenn man sich schon ein elektrisches Item mehr anschafft, dann kann es auch mehr als einem Zweck dienen, etwa den Brotbackaktivitäten des BestenAllerMänner, oder der Produktion perfekten Eischnees, oder…

Und deswegen habe ich mich an meinen eigenen Rat aus dem Kochbuch für Geeks gehalten:

Küchenmaschinen sind selbst für den kulinarischen Geek zunächst überflüssig und stellen meist nur weiteres Gerät dar, das Platz blockiert und auch noch unhandlich zu reinigen ist. Wird wirklich viel und häufig selbst gekocht und gebacken, könnt Ihr Euch die Anschaffung überlegen. Und dann solltet Ihr nicht zu einer billigen Null-Acht-Fünfzehn-Küchenmaschine greifen, sondern in ein robustes, langlebiges Gerät mit Erweiterungsmöglichkeiten investieren

Genau das. Schuld ist, neben anderen, übrigens Frau Zorra an der Neuanschaffung, die immer mal wieder von den Erlebnissen mit ihrer Bosch MUM 8210 berichtet.

Wir haben neulich die neueren Modelle (BOSCH MUM 8400 und 8600) angesehen und ergoogelt und Preise verglichen, und die höchst attraktive MUM82R1 mit rot lackiertem Metallgehäuse angeschmachtet. Und dann passierte etwas das die Planung umwarf.

Der BesteAllerMänner arbeitet bekanntlich bei einem grossen Elektronikhändler, und es bot sich die Gelegenheit, so ein Teil für einen deutlich reduzierten Preis zu bekommen. Und so ist es die schlichte MUM8200 geworden. (Die sich übrigens 1a reinigen lässt).


Da wird auch 14 Minuten Teig kneten ein Klacks, und das Ergebnis war der wohl glatteste, elastischste Teig den ich je produziert habe.

Und nun stimmt auch die Fluffigkeit, der entwickelte Kleber, die gesamte Teigkonsistenz – und trotz zu Anfang zickender Hefe ist das Hokkaido-Brot wunderbar aufgegangen.

Manchmal muss es eben doch die Küchenmaschine sein.

Tags: , , , ,

12 Responses to Wieder mal: Hokkaido-Milchbrot (und ein Gadget)

  1. Barbara on 29. August 2008 at 07:31

    Schönes Brot – ich bin glaube ich eine der wenigen, die es noch nie gebacken hat…

    Gratulation zur Küchenmaschine! Ich könnte auch nicht mehr ohne eine leben! :-)

  2. Gabi on 29. August 2008 at 07:46

    Ich bin auch eine Spätberufene, was Küchenmaschinen angeht – aber seitdem ich sie habe, möchte ich sie nicht mehr missen. Ich habe mich allerdings für ne Kitchen Aid entschieden, ich bin eben ameriphil :-)

  3. zorra on 29. August 2008 at 11:19

    Ich bin mir sicher du wirst noch lange viel Freude an deiner neuen Maschine haben. Ich habe meine ja schon länger im Einsatz und würde sie nie mehr hergeben. ;-)

    Das mit dem Reinigen stimmt, sogar den Fleischwolf kann man relativ einfach putzen. Da hatte ich Angst dass es eine Fummelarbeit wird.

  4. Peter on 29. August 2008 at 12:17

    Zitat: “Küchenmaschinen sind selbst für den kulinarischen Geek zunächst überflüssig”

    Ich kann mich dem auch nicht anschließen, eine Küchenmaschine sollte ein muss in jeder Küche sein.
    Und wer dann auch noch eine Kitchen Aid zuhause stehen hat, kann sich ganz besonders glücklich schätzen.

  5. Foodfreak on 29. August 2008 at 12:38

    das entscheidende Wort ist “zunächst”. Eine Menge Leute kommen in ihrem Leben und vor allem in ihren winzigen Küchen (lange Zeit hatte ich ganze 2,5 qm Küchenecke) sehr gut ohne Küchenmaschine aus. Deswegen ja auch, wenn man sie denn braucht, dann was vernünftiges.

  6. Barbara on 29. August 2008 at 12:57

    Das mit dem “etwas vernünftiges” kann ich auch nur unterschreiben – bis dahin kann man gut mit einem Handrührgerät leben, das in der Schublade verschwindet.

  7. Balu on 29. August 2008 at 14:38

    Ich habe auch eine Mikro-Küche, aber ein Monstergerät an Küchenmaschine habe ich mir trotzdem gegönnt – eine Kenwood Major.

    Ich bereite mich gerade langsam auf einen Umzug vor und habe sie schon eingepackt, aber ich werde sie wohl auch mal im Blog vorstellen müssen

  8. Petra on 2. September 2008 at 20:44

    Wow, Gratulation zur Anschaffung! Das Brot ist jedenfalls toll geworden, muss ich auch mal wieder backen :-)

  9. nasebaer.datenhamster.org on 29. September 2008 at 08:25
  10. Daniel on 13. Oktober 2009 at 20:14

    sieht echt lecker aus !!

  11. Foodfreak » Slowenische Schlickkrapfen on 1. Januar 2010 at 11:32

    [...] wäre der Pastavorsatz für die Bosch MUM eine echte Arbeitserleichterung gewesen, wir haben allerdings von Hand ausgerollt – zumindest [...]

  12. Foodfreak » DKduW September 2008 on 8. Juni 2010 at 13:45

    [...] habe mich beim ersten Blick in diese Agnolotti verliebt und nun steht der Pastavorsatz für die MUM (fast) ganz oben auf dem Weihnachtswunschzettel. Barbara hatte auf der Spielwiese plötzlich [...]

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

*


*

Bento-Boxen

Blog-Events



Cucina rapida - schnelle Küche für Genießer. Ein Blog-Event von mankannsessen.de


Fremdkochen Hüttenzauber