Ich hatte gerade Gelegenheit mir den Dokumentarfilm Black Gold – A Film About Coffee and Trade – anzusehen. In manchen Programmkinos kann man ihn noch sehen, oder bei obiger URL auf DVD erwerben.
Unbedingt ansehen!
Auch wenn ich die meisten Zahlen und Fakten daraus schon lange kenne (und deswegen versuche möglichst Fair Trade Kaffee zu kaufen), kann einem der eine oder andere Schluck Kaffee doch in die Luftröhre gelangen bei dieser Doku.
Interessant ist, dass es in Deutschland kaum Fair Trade- und Bio-Kaffees im Handel gibt, bis auf die GEPA und normale Bioläden, und seit kurzem die Ware bei Lidl (wie paradox), während es in UK oder auch in USA, Australien eine Öko-Fairtrade-Kaffeekultur gibt, die dort von vielen kleinen Spezialröstern und -versendern getragen wird (etwa Ecocoffee in UK, oder Deans Beans in USA).
Bei uns fristet FairTrade ein relatives Schattendasein, große Kaffeespezialhändler haben oft nicht mal Fairtrade im Angebot (oder nicht gekennzeichnet), ebenso kleine Röster hier vor Ort – warum eigentlich?
Ich werde mich nochmal auf die Suche bei den Röstern in Hamburg machen und nachfragen…
Positiv möchte ich deswegen das Hamburger Angebot von El Rojito erwähnen, die direkt bei kleinen Kooperativen in Lateinamerika zu fairen Preisen einkaufen.
Empfehlen kann ich ausserdem unbedingt den Bio-Kaffee aus Kona, Hawaii, von Smithfarms. Das ist aber schon ein wenig teurer und leider auch bei gutem Dollarkurs immer noch ein wahres Luxusgut. Cea und Bob pflanzen, ernten und rösten selbst und machen auch den kompletten Vetrieb selbst. Kein Zwischenhändler, der abkassiert, hier kommt jeder Dollar bei den Produzenten an.
Wer wissen möchte wohin das Geld für die Tasse Kaffee ansonsten geht, klickt hier:
Die Doku ist natürlich auch bei Amazon zu haben:







Wir trinken seit einigen Jahren auch nur Fair-Trade-Kaffee. Früher habe ich ihn im Eine-Welt-Laden gekauft. Da ja bekanntlich die Faulheit siegt, bestelle ich jetzt direkt bei Gepa oder hole den Gepa-Kaffee, den es seit einiger Zeit bei Tengelmann und Edeka zum Gepa-Preis (ohne Aufschlag) gibt, dann dort.
Bei Grüntee bin ich jetzt auch auf Gepa umgestiegen.
Erst heute habe ich gelesen (Greenpeace-Magazin?), dass in Äthiopien Kaffee jetzt auch geröstet und dort vakuumiert wird, damit noch mehr Mehrwert in den Ländern verbleiben kann.