DKduW – Kürbisaufstrich

Dieser Artikel wurde zuletzt am 1. Januar 2015 aktualisiert

Vor beinahe einem Jahr habe ich hier über ein ausgesprochen schönes Buch berichtet,

Eingemacht von Nick Sandler und Johnny Acton

Und obwohl ich das Buch total klasse finde und ich wirklich massenhaft Zeit und Anlaß zum Einmachen hatte, habe ich es bisher nicht benutzt. Fast nicht. Als ich im letzten Jahr aus Biokiste und dem Garten meiner Mutter eine reiche Ernte an Hokkaido-Kürbissen vorfand, habe ich nämlich ein Rezept daraus ausprobiert – einen Kürbisaufstrich mit Ahornsirup, um damit zu Thanksgiving ein weiteres Rezept aus dem Buch zu machen, einen Kürbis-Himbeer-Pie. Nur kam es nie dazu, und so standen die Gläser mit dem Kürbismus unangetastet und ungetestet in meinem Vorratsschrank. Bis vor ein paar Tagen, da habe ich beschlossen damit nach einem bewährten Rezept für einen Zopf mit Quark-Öl-Teig einen Kuchen zu backen. Und da ich das Püree nun endlich verkostet habe, kann ich darüber bloggen – und das ist damit auch mein Beitrag zu DKduW diesen Monat.

Das goldgelbe Püree riecht deutlich nach dem verwendeten Ahornsirup, der Geschmack geht allerdings beim Verbacken flöten – pur auf Brot dürfte das anders sein. Die Menge an verwendetem Ahornsirup und Honig ist recht luxuriös, man kriegt aber auch eine Menge Püree dabei raus, das relativiert sich dann ein wenig. Für eine echte Kürbisschwemme und einen Haushalt mit Süßmäulern die Kürbis mögen ist das Rezept perfekt.

Meinen Zopf habe ich dieses Mal, da mir die Teigstränge zu lang geraten waren, zu einer Krone mehr schlecht als recht verknotet, das muss ich noch üben.

So sieht er dann aufgeschnitten aus:

Und last not least, das Rezept für den

Kürbisaufstrich mit Ahornsirup

ZUTATEN
1 1/2 kg orangefarbener Kürbis, geschält und grob gewürfelt
600 g Ahornsirup
300 g klarer Honig
Zimtstangen, nach Belieben

ZUBEREITUNG

Kürbisse, diese riesigen Kolosse, können einem das Leben manchmal ganz schön schwer machen. Sie passen in kein normales Gemüsefach im Kühlschrank, und sie sind so ergiebig, dass man – nicht nur an Halloween – schon bald nicht mehr weiß, was man noch aus ihnen machen soll.

Wir haben die Lösung. Nick bekam von seinem reiselustigen Onkel Reuben, der vor 50 Jahren per Schiff nach Kanada auswanderte, echten Ahornsirup geschenkt. Mit Kürbismus vermengt ergibt das einen süßen, bernsteinfarbenen Aufstrich.

Ausreichend viele Einmachgläser für ca. zwei Liter des fertigen Aufstrichs zehn Minuten in kochendes Wasser legen. Auch die Deckel dazu geben. Die Gläser bis zum Gebrauch im heißen Wasser liegen lassen.

Alle Zutaten in einem Topf mit dickem Boden langsam erhitzen. Sobald die Flüssigkeit zu köcheln beginnt, bildet sich an der Oberfläche Schaum. Diesen mit einem Schaumlöffel entfernen, damit die Flüssigkeit immer klar bleibt. Ca. 1 1/2 Stunden leicht kochen lassen. Der Kürbis wird dabei fast durchsichtig. Bildet sich erneut
Schaum, diesen sofort wieder abschöpfen. Die Zimtstangen am Ende des
Kochvorgangs entfernen.

Sie könnten den Kürbis jetzt einfach abgießen und aufbewahren, denn er schmeckt einfach köstlich. Wir pürieren die Mischung jedoch meistens, da der Aufstrich vielseitiger verwendbar ist. Den fertigen Aufstrich sofort in die sterilisierten Gläser füllen und versiegeln (siehe Seite 164). Er hält sich mindestens sechs Monate.

SO KÖNNEN SIE DEN AUFSTRICH VERWENDEN:

a) auf Toast mit etwas Butter,

b) auf einer heißen Waffel mit Sahne,

c) mit Sahne und Ei verrührt als wunderbare Kuchen- oder Tortenfüllung,

d) einfach pur als Stimmungsaufheller.

QUELLE: Nick Sandler, Johnny Acton: Eingemacht

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Appetit bekommen? - Hungry for more?

3 Antworten

  1. Manuel sagt:

    Hehe, eine coole Idee! Ich werde mal im Regal wühlen und versuchen bei dem Projekt mitzumachen…

    Zumindest die Abkürzug DKduW werde ich jetzt einige Tage im Kopf behalten 😉

  1. 17. März 2010

    […] Kontinent sein als Kürbis und Ahornsirup? Beides verbindet sich hier bei Foodfreak in dem Kürbisaufstrich mit Ahornsirup aus Eingemacht zu einer cremigsüßen Köstlichkeit, die auch als Füllung in Pies […]

  2. 28. September 2010

    […] Kürbisaufstrich mit Ahornsirup […]

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