coppeneur Wasabi & Algen

Dieser Artikel wurde zuletzt am 22. Juni 2014 aktualisiert

Bei einem Einkaufbummel im Karstadt Mönckebergstraße entdeckten wir im dortigen Schokoladenregal jede Menge aromatisierte Sorten von coppeneur. Mein Schatz wollte mich schon hindern, „Schokolade mit Glukosesirup“ zu kaufen, doch bei der Geschmackskombination konnte ich nicht anders. Die wollte ich probieren. Wann bekommt man schon mal die Möglichkeit eine Mischung aus Kakao, Wasabi und Alge zu verkosten.

Jetzt lag sie einige Zeit bei uns im Kühlschrank, mal vergessen, mal wegen anderem verschoben. Da wurde es Zeit die Verpackung zu öffnen. Sofort strömte mir ein deutliches Kakaoaroma entgegen. In der Verpackung, dickes Papier, lag ein dicke Tafel. Ich dacht schon, es wäre ein Schokoladenblock.

Ich brach ein Stück ab, es gab einen lauten Knacks, und es kam die Ganache in der Tafel zum Vorschein. Von dicker Bitterschokolade (72%) umhüllt lag die Füllung vor mir. Diese roch mehr nach dem verwendeten Alkohol, als nach den eigentlichen Zutaten. Der erste Biß: die äußere Hülle war sehr lecker, wie alle Schokoladen von coppeneur bisher. Sie schmeckte deutlich nach Schokolade, ohne die bitteren Noten billiger Verarbeitung.

Die Ganache, sie sollte die versprochenen Aromen von Wasabi und Algen tragen, enttäuschte. Sie schmeckte deutlich nach Alkohol, und auch nicht nach gutem. Vom Wasabi schmeckte ich rein gar nichts, obwohl 2,7 % davon drin sein sollte. Gerade das erstaunt mich, habe ich doch mit Wasabi in einiger Hinsicht recht viel Erfahrung. Da frage ich mich, wurde hier minderwertiger verwendet? Wurde er bei der Produktion gestreckt? Wir wissen es nicht. Die Algen waren herauszuschmecken, aber sie waren ungleichmäßig verteilt – in der Mitte war mehr als außen.

Insgesamt war diese Tafel für mich eine großartige Schokoladenhülle, die ich gerne ohne die Füllung gegessen hätte.

Die Zutatenliste erklärt dann doch einiges. Was auch immer Weizenspirituose bedeutet, es trägt nicht zu einem guten oder runden Geschmack bei. Und Glukosesirup, ja, ich gebe zu, in der Produktion ist das sicher sehr hilfreich, aber man kann, wenn es denn sein muss, auch anders süßen. Wenn ich mich recht erinnere, kostete das Täfelchen ca. 3,50 Euro. Recht viel, wie ich finde, für eine Schicht gute Schokolade mit schlechter Industrieganache.

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