bioaQa Granatapfel

Dieser Artikel wurde zuletzt am 22. Juni 2014 aktualisiert

Zu den schon bekannten Biolimonaden von Bionade und Voelkel gesellen sich inzwischen immer mehr in das Supermarktregal. Bei unserem letzten ausgiebigen Streifzug durch das Getränke-Regal des Edeka-Centers Struve griff ich kurzerhand zu einer Flasche von bioaQa, einer Marke, die ich bisher nicht kannte.

Im Nachhinein stellte ich dann sogar fest, dass es sich um ein Produkt aus der Region handelte. Die Limonade kommt aus Husum, einer Stadt an der Nordsee. Hergestellt wird sie von Husumer Mineralbrunnen HMB.

Der Hersteller bezeichnet diese Limonade als „Bio-Erfrischungsgetränk mit Malzextrakt und Granatapfel-Geschmack“. Wie Ihr seht, ich habe mich für Granatapfel entschieden. Es hätte noch Lychee gegeben, das fand ich aber nicht so spannend. Abgefüllt ist das Getränk in eine 0,33 Liter Einweg-PET-Flasche, für die natürlich Pfand zu zahlen ist. Es gibt aber auch 0,75er Mehrweg-Glasflaschen, auch als Kiste.

Aber kommen wir langsam mal zum Interessanten. Nach dem Öffnen der Flasche strömt mir eine deutlicher Granatapfel-Geruch entgegen. Meiner Meinung nach riecht es so quietschig wie zuckersüße klebende Limonade mit ordentlich Aroma. Der Geschmack ist dann allerdings bedeutend besser. Es ist nicht zu süß und schmeckt lecker fruchtig. Granatapfel dürften die meisten als Grenadine kennen. Wer den entsprechenden Barsirup kennt, stellt sich einfach ein kleinwenig davon mit viel Wasser vor. Ich fand es gut, und erfrischend war es auch.

Die Zutaten:

Natürliches Mineralwasser, Zucker*, Kohlensäure, Holundersaftkonzentrat*, natürliches Aroma, Antioxidationsmittel AscorbinsäureGerstenmalzextrakt*.

Alle mit * gekennzeichneten Zutaten stammen aus biologischem Anbau. Und da haben wir auch schon den Haken. Nicht alle sind biologisch, der Hersteller darf das Getränk aber trotzdem so nennen. Schade, dass hier ein nicht 100% biologisch erzeugtes Getränk als Bio-Produkt verkauft wird. Leider darf der Hersteller das, denn lt. EG-Öko-Verordnung müssen nur 95% der Zutaten aus biologischer Produktion sein. Ich finde, das reicht nicht.

Alles in allem finde ich den Geschmack gut, aber leider entspricht das Produkt nicht meiner Ansicht eines Bio-Produkts. Was mich zusätzlich noch stört ist eine fehlende Deklaration zur Ascorbinsäure, denn diese kann durchaus auch synthetisch hergestellt sein, muss aber nicht. Ich finde, in ein Bio-Produkt gehören nur natürliche Zutaten, vielleicht kann der Hersteller das ja auf dem Label besser darstellen.

Zu synthetischer Ascorbinsäure in Bio-Produkten habe ich hier noch ein schönes Zitat vom Kompetenzzentrum Ökolandbau Niedersachsen zu den strengeren Bioland-Richtlinien:

Diese Richtlinien legen beispiels­weise fest, dass bestimmte Hilfs­stoffe wie Enzyme, synthetische Ascorbin­säure oder Lecithin nicht verwendet werden dürfen. Nach Vorgaben der EG-Öko-Ver­ordnung sind diese Hilfsstoffe dagegen erlaubt…

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