Essen in Karlsruhe: Indischer Lieferdienst Curry-Haus

18. Januar 2008

Am Dienstag weilte ich nach einem langen Tag mit beruflichem Termin in Stuttgart bei Mela, und wir hatten beide keine Energie mehr zu kochen oder uns zu einem Restaurantbesuch aufzuraffen. Also flöhte ich die Lieferdienstangebote. Auffällig ist, dass es in Karlsruhe fast nur Pizzalieferanten gibt, die dann allerdings auch noch Thai, Badisch, Mexikanisch, Indisch, Chinesisch usw. mit auf den Karten stehen haben (die sich alle verdächtig stark ähneln).

Am Ende entschieden wir uns deswegen für den Lieferdienst vom Indian Curry Haus. (Faszinierenderweise steht heute auf der Website “Leider momentan geschlossen” und ein Zugriff auf das Speisenangebot ist nicht möglich, ich will glaube ich gar nicht wissen warum ein Lieferdienst Freitags geschlossen ist – oder wurde…)

Bestellen liess sich jedenfalls noch vor 3 Tagen bequem online, und nach gefühlten 45 Minuten kam auch das Essen. Wir bestellten

  • Onion Bhaji
  • Samosas
  • Channa Alu (Kichererbsen mit Kartoffeln in pikant-scharfer Sauce, vegetarisch)
  • Alu Gobi (Kartoffeln und Blumenkohl in pikanter Sauce, vegetarisch)

Wie ich fast befürchtet hatte, waren die Vorspeisen eher pappig und lauwarm, bis sie bei uns ankamen, und das sah dann so aus:

bzw.


Die Zwiebelringe waren zu dunkel / heiss fritiert, der Teig hatte nichts von der fluffigen Knusprigkeit und Leichtigkeit wie ich sie von Pakoras oder auch meinen eigenen Onion Bhaji kenne, der Teig war aufgeweicht, lauwarm und das Innere halbroh und von gummiartiger Konsistenz, die an Kantinen-Calamaresringe erinnerte. Der dazu eingedoste Dip schmeckte sehr süß, etwas säuerlich nach Tamarinde und sonst nach garnix und war verzichtbar.

Zu Melas unterbackenen, labbrigen langweiligen Samosas gab es dieselbe Sauce, die sie kurzerhand wegließ.

Ich dippte unterdessen erst mal zum Testen die Zwiebelringe in die Sauce meines Currygerichtes, Channa Alu. Der mitgelieferte bunte (Safran? Lebensmittelfarbe?) Reis schmeckte nach ordentlichem Basmati, mit einigen Kardamomkapseln und anderen Gewürzen leicht aromatisiert, solide.

Es sah nicht besonders aus, und nach der Vorspeise war ich skeptisch, aber die Sauce war nicht bloss (tatsächlich) mörderscharf sondern auch extrem gut gewürzt und aromatisch und lecker, die Kartoffelstücke waren für meinen Geschmack zu grob geschnitten, aber da ich sie dann ohnehin in der guten Sauce vermatschte war das weniger schlimm. Durch die ausgeprägte Schärfe sättigte das Ganze auch gut.

Melas Aloo Gobi war etwas milder (worüber sie sehr glücklich war) aber ebenfalls gut gelungen und lecker, trotz auch hier mäßiger Optik.



Fazit: Die Vorpeisen sollte man weglassen, die Hauptgerichte beim Indian Curry Haus in Karlsruhe waren lecker und die würde ich, sofern der Laden seinen Betrieb wieder aufnimmt, auch durchaus nochmal bestellen.

Eine Info darüber, wo das Essen herkommt, war bei dem Imbiss allerdings nicht wirklich zu finden. Am Tag drauf kam ich am Mühlburger Tor dann zufällig am Restaurant Punjab vorbei, dessen Karte fast 1:1 deckungsgleich mit der des Lieferdienstes war. Zufall?

Tags: , , ,

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

*


*

Bento-Boxen

Blog-Events



Cucina rapida - schnelle Küche für Genießer. Ein Blog-Event von mankannsessen.de


Fremdkochen Hüttenzauber