DKduW #3 – Grüne Bohnen von Sant’Anna

Dieser Artikel wurde zuletzt am 24. August 2015 aktualisiert

Für die Oktoberausgabe von DKduW – Dein Kochbuch das unbekannte Wesen habe ich mir ein Buch über italienische Gemüseküche vorgenommen, das ich irgendwann auf einem Bibliotheksflohmarkt erstanden habe und das seither ungenutzt im Kochbuchregal darbt – Grüne Genüsse. Gemüserezepte aus der Toskana.

Daraus habe ich mir als Beilage zu einem Confit de Canard die Grünen Bohnen von Sant‘ Anna ausgesucht – einfach weil ich noch wunderbare (aber geschnippelte) grüne Bohnen aus dem Biogarten meiner Mutter im Tiefkühler hatte.


Die Gemüse, mit denen sich das Buch befasst, sind

  • Artischocken
  • Auberginen
  • Blumenkohl
  • Brokkoli
  • Dicke Bohnen
  • Grüne Bohnen
  • Erbsen
  • Fenchel
  • Gurken
  • Karden
  • Karotten
  • Kartoffeln
  • Knoblauch
  • Kürbis
  • Lauch
  • Mais
  • Mangold
  • Paprika
  • Pilze
  • Rote Bete
  • Rotkohl
  • Salat
  • Sellerie
  • Spargel
  • Spinat
  • Tomaten
  • Weißkohl
  • Wirsingkohl
  • Zucchini
  • Zwiebeln


Dafür dass das gebundene Buch gerade mal 132 Seiten umfaßt, ist das eine beeindruckende Auflistung. Zu jedem Gemüse gibt es einen Einleitungstext und 3-4, in einigen Fällen auch mehr Rezepte. Bebildert ist jeweils nur das einzelne Gemüse. Die Rezepte klingen allesamt einfach, machbar, oft klassisch (Spinat mit Pinienkernen und Rosinen), nach bester italienischer Landküche – viele sind vegetarisch, einige verlangen nach Speck, Leber, Schmalz…

Gekauft hatte ich das Buch um neue Ideen für Gemüsegerichte abseits der gewohnten Pfade zu bekommen, und nach dem erfolgreichen Test gestern bin ich geneigt, dieses Buch noch öfter hervorzuholen. Ich habe mich für eine der vorgeschlagenen Varianten des Rezeptes entschieden – wie im Kommentartext zu finden.

Ergebnis: einfach und lecker.

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Grüne Bohnen von Sant‘ Anna – Fagioli di Sant‘ Anna

INGREDIENTS:

– 400 g grüne Bohnen, ersatzweise Prinzeßbohnen
– Olivenöl
– 1 large reife Tomate
– 1 cup Fleischbrühe
– Knoblauch
– Salz
– Pfeffer aus der Mühle

METHOD:

Die Tomaten einige Sekunden in kochendes Salzwasser halten und ahschrecken. Die Schale abziehen und grob zerkleinern, dabei die Kerne entfernen. Olivenöl erhitzen und den Knoblauch ungeschält darin anbraten (er wird dann wieder entfernt). Die Tomatenstücke zugeben und darauf die Bohnen legen. Mit der Brühe übergießen, salzen und pfeffern. Zugedeckt etwa 20 Minuten dünsten. Kurz durchschütteln und servieren.

Geschmacksvarianten:

1. 1 Teel. Gänseschmalz oder

2. mit Zwiebeln und Speck oder

3. mit viel frischen Kräutern und Sahne

4. in Butter und frischem Thymian oder

5. mit gelben und roten Paprikawürfeln

Diese Bohnen hahen wirklich etwas besonderes. Sie sind sehr lang, sehr zart, heißen „Schnürsenkel“ (stringhe) und wachsen besonders gut in der Region Lucca. Um Florenz nennt man sie serpentini (schlangenartige Bohnen).

NOTES:

2007-10-20: 2 ganze geschälte Knoblauchzehen, kurz vor Schluß entfernt; Variante mit Paprika (etwa 1 großzügige Handvoll rote und grüne Streifen), Hühnerbrühe – angenehm, schöne Gemüsebeilage.

Der Bohnenbeschreibung nach dürften auch yardlong beans gut passen.

SERVINGS: 4
SOURCE: Birgit Müller, Rudolf Nottebohm: Grüne Genüsse

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Appetit bekommen? - Hungry for more?

1 Antwort

  1. 19. April 2013

    […] im Foodfreak-Blog habe ich mich für ganz einfache Gemüseküche aus Italien entschieden und Grüne Bohnen von Sant’ Anna zubereitet, nach einem Rezept in dem Buch Grüne Genüsse. Gemüserezepte aus der […]

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