DKduW – Mais-Raita mit Pappadams (und Aloo Tikki)

Dieser Artikel wurde zuletzt am 22. Juni 2014 aktualisiert

Für die erste Runde des DKduW-Events habe ich mir ein Buch vorgenommen, das ich vor längerer Zeit bei Tauschticket ergattert habe:

Landhausküche: Mais

Lustigerweise kam das Buch von Chili & Ciabatta 🙂

Ich habe schon einige Bücher aus der Landhausküche-Reihe gehabt, mit diesem begann ich sie ernsthaft zu sammeln (3 oder 4 fehlen mir immer noch) – erschienen ist die Reihe mit den dunkelgrünen Hardcovern zuerst bei Carlsen, da noch mit Schutzumschlag, später bei Komet ohne.

Jedes der Büchlein dreht sich um eine Zutat (im Fall von „Kräuter“ bzw. „Beeren“ oder „Gartengemüse“ auch um eine Gruppe, stellt Warenkunde und Sorten vor, und rund 30-40 Rezepte dazu. Aus einigen der Bücher habe ich schon Rezepte gemacht, die zwischen großartig und brauchbar rangierten.

Für den Event habe ich mir dank des Zuckermais aus der aktuellen Gemüsekiste eben das Mais-Buch vorgenommen, und fasziniert hat mich ein Mais-Raita mit Pappadams. Das schien mir auch gut zum derzeit eher tropischen Wetter zu passen.

Als Ergänzung habe ich noch Aloo Tikki (gewürzte Kartoffelküchlein) und eine scharfe Bohnentomatensauce zu diesen gemacht.

Pappadams oder papadums sind dünne indische Linsenmehlfladen, die ausgebacken oder getoastet sehr knusprig werden – man kann sie in gestapelten Paketen im Asienladen bekommen, pur, mit Kreuzkümmel, mit Chili, mit Masala oder hier mit schwarzem Pfeffer. Schon sehr früh in meiner Kochkarriere stellte ich fest dass man sie wunderbar in der Mikrowelle zubereiten kann.

Ein Raita (auch: pachadi) ist eine Joghurtsauce mit Gemüse, die als Dipp dient.

Beim Durchlesen des Rezeptes allerdings kamen mir die angegebenen Mengen zweifelhaft vor – da sollten für einen Dipp für 4-6 Personen folgende Zutaten zusammenkommen: 1 Liter Joghurt, 2 Maiskolben. und eine stattliche, aber für die Joghurtmenge viel zu niedrige Menge Gewürze – ich habe dann der Einfachheit halber mit 1 Maiskolben angefangen und bin bei der halbe Maismenge und einem Viertel der Joghurtmenge bei gleichgebliebener Gewürzmenge mit einem guten Ergebnis herausgekommen, deswegen hier meine Mengenangaben:

1 Maiskolben
250-300 g Vollmilchjoghurt oder griechischer Joghurt
1 Esslöffel schwarze Senfkörner
1 Esslöffel Kreuzkümmelsamen
1 Esslöffel Knoblauch, gepresst (habe ich weggelasen)
1 Esslöffel Öl
Salz nach Geschmack
1 EL fein gehackter frischer Ingwer (auf der feinen Microplane gerieben)
1 EL fein gehackte frische Minze
1 Prise Cayennepfeffer
2 EL grob gehacktes frisches Koriandergrün, nach Geschmack
1 frisch gehackte scharfe rote oder grüne Chilischote, entstielt, halbiert, entkernt
1 Packung Pappadams – hier: mit Pfeffer, aus dem Asienladen

Mit einem Gummispatel den Joghurt in eine 2-Liter-Rührschüssel geben. Mit einem scharfen Messer die Maiskärner vom Kolben in eine kleine Schüssel schaben. Beiseite stellen.

Das Öl in einer Pfanne mit 20 cm Durchmesser bei mittlerer Hitze erwärmen. Senf- und Kümmclkörner dazugeben und rütteln. Die Samenkörner werden aufplatzen und anfangen zu duften. Hitze herunterschalten, Knoblauch dazugeben, aber nicht bräunen lassen! Die Maiskörner und eine Prise Salz dazugeben und gut mit einem Holzlöffel umrühren. Für etwa 2 Minuten bei mäßiger Hitze weiterrühren. Die Mischung aus der Pfanne in den Joghurt geben. (Es wird ein wenig zischen und brutzeln.) Die Maismischung unterrühren, dann Ingwer, Minze, Cayenne sowie Koriandergrün und Chili (falls erwünscht) dazngeben. Alles gut vermengen. Etwa 10 Minuten gut durchziehen lassen. Abschmecken und, wenn nötig, mit Salz nachwürzen. Wenn die Raita nicht gleich serviert wird, sollte man sie abkühlen lassen und mit Alu- oder Plastikfolie fest abgedeckt in den Kühlschrank stellen (bis zu 3 Stunden).

Die Pappadams der Reihe nach toasten oder im Ofen aufbacken, bis sie Blasen werfen. Sie können auch im Freien über einem offenem Feuer oder Grill geröstet werden. Zum Servieren wird die Ralta in eine kleine Servierschüssel gefüllt. Die knusprigen Pappadams in große Stücke brechen und um die Schale mit der Raita legen. Die Brotstücke wie Chips in die Ralta dippen.

Abgesehen davon dass die Originalversion viel zu flüssig war (bzw. geworden wäre) ist das Ergebnis sehr lecker und schön sommerlich; die Pappadams sind allerdings etwas zu bröckelig als Dipp-Brot, hier würden sich Tortilla-Stücke oder sowas wie Paratha / roti denke ich besser machen.

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Appetit bekommen? - Hungry for more?

3 Antworten

  1. 2. Januar 2010

    […] wir gestern indisch gekocht haben, gibt es heute natürlich Reste davon in der […]

  2. 8. Juni 2010

    […] Foodfreak habe ich aus dem Buch Landhausküche: Mais ein indisches Mais-Raita mit Pappadams […]

  3. 30. März 2014

    […] Mais-Raita mit Papadams […]

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