Heilbutt mit Rosmarin und Orangen-Püree

Dieser Artikel wurde zuletzt am 1. Januar 2015 aktualisiert

Bewaffnet mit einem großen Bündel Rosmarin aus dem Garten meiner Mutter gibt es diese Woche einiges mit Rosmarin, so habe ich mir ein Rosmarin-Chili-Öl angesetzt, heute abend will ich Rosemary Biscuits aus Grub: Ideas for an Urban Organic Kitchen machen, und gestern hat Torsten mal wieder für uns gekocht:

heilbuttrosmarin

Das Rezept entstammt einem meiner Lieblingskochbücher, das sich durch schnelle, einfache und leckere Fischrezepte für zwei auszeichnet, Kochzeit Fisch. Genial einfach: nur 4 Zutaten einkaufen! von Alexander Herrmann.

Allerdings war ich beim Lesen dann doch ein wenig skeptisch – aus zwei Gründen. Zum einen, weil ich mit Kartoffelpüree mit Mixer nicht eben die besten Erfahrungen gemacht habe, zum anderen, weil ich Zweifel hatte, dass ausgerechnet Heilbutt den Transfer auf den Rosmarin gut übersteht.

Heilbutt mit Rosmarin und Orangen-Püree

Serves: 2
Ingredients
  • 2 Orangen
  • 250 g Heilbuttfilet
  • 4 Zweige Rosmarin
  • 1 Päckchen Kapuzinerkresseblüten
  • 3 Kartoffeln
  • 450 ml Gemüsebrühe
  • 5 EL Olivenöl
  • 1 TL Stärke
  • Salz
  • Pfeffer
Instructions
  1. Die Kartoffeln schälen, in Würfel schneiden und mit der Brühe bedeckt gar köcheln. Die Orangen mit dem Messer schälen, die Filets herausschneiden, aus den Schalen den Saft auspressen. Orangensaft in einem kleinen Topf einmal kurz aufkochen und mit der Stärke leicht binden. Die Orangenfilets hineinlegen und beiseite stellen.
  2. Den Heilbutt in 8 gleich große Stücke teilen und mit Salz und Pfeffer würzen. Vom Rosmarin großzügig einige Nadeln abzupfen, die Zweige als Spieße für je 2 Heilbuttstückchen verwenden. Die Heilbuttspieße in einer Pfanne in 2 EL Olivenöl von beiden Seiten bei mittlerer Hitze glasig braten.
  3. Die gegarten Kartoffelwürfel in ein hohes Gefäß geben, etwa 3 EL Olivenöl sowie etwas gebundenen Orangensaft hinzugeben und mit einem Stab mixer sämig pürieren, falls nötig, noch etwas heiße Brühe dazugießen und mit Salz und Pfeffer abschmecken. DasPüree in die Mitte der Teller geben, die Orangenfilets mit restlichem Saft dazugeben, die Heilbuttspieße darauf anrichten und mit den Kapuzinerkresseblüten und dem Rosmarin dekorieren.
Notes

Püree stampfen!

 

Die Kapuzinerkresse haben wir ausgelassen… und natürlich, es kam wie es kommen musste. Abgesehen davon dass – wie schon bei anderen Rezepten aus diesem Buch (allesamt recht lecker) die Menge tendenziell für zwei Portionen im Rahmen eines (mehrgängigen) Menus konzipiert ist, nicht als alleiniges Gericht – war mir das Püree einfach zu schleimig.

Im Wiederholungsfall würde ich auf jeden Fall von Hand stampfen respektive durch die Kartoffelpresse drücken, denn geschmacklich war an der Melange aus Kartoffel, Olivenöl, (süßer) Orange und Gemüsebrühe nichts auszusetzen, sie harmonierte wunderbar. Ebenso, wie die Sauce aus den süßen späten Navel-Orangen ganz prima zum Rosmarin passte. Der Fisch allerdings fiel vom Rosmarinstiel und hatte auch ingesamt weniger Rosmarinnote als ich mir gewünscht hätte – in meinem gerade erst angesetzten Rosmarinöl gebraten, wäre zumindest der Geschmack besser gewesen. Als Fisch würde ich mir doch eher etwas festeres aussuchen (Haifisch müsste sehr gut passen).

Fazit: ein Abendessen, das durchaus lecker war, aber doch erheblichen Spielraum zur Optimierung bietet. Die Geschmackskomposition ist jedenfalls sehr angenehm.

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Appetit bekommen? - Hungry for more?

3 Antworten

  1. Claudia sagt:

    Sieht sehr lecker aus! Rosmarin ist eines meiner Lieblingskräuter.

  2. zorra sagt:

    Ich glaube, das werde ich am Karfreitag zubereiten.

  1. 10. Februar 2011

    […] spanischen Küche. Es passt zu allerlei Gerichten und Speisen wie Fisch, beispielsweise Heilbutt (Rezept), Fleisch, allerlei Saucen, wie Nudelsaucen (Rezept), Suppen und Gemüse. Der Klassiker sind […]

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