Gulaschsuppe

Dieser Artikel wurde zuletzt am 22. Juni 2014 aktualisiert

Goulash soup - Gulaschsuppe

Zu den schönen Traditionen meiner Kinderzeit gehörte, dass unsere Familie oft Sonntags in ein benachbartes Dörfchen wanderte und dort zu bester Kaffee-und-Kuchen-Zeit im örtlichen Gasthof einkehrte. Während die anderen Sonntagsspaziergänger aber Torte aßen, machte sich meine Sippe über die würzigen Sachen her – Schlachteplatte, Braten, und sehr gern genommen war auch immer wieder die leckere, in den 70er Jahren natürlich hausgemachte Gulaschsuppe des Restaurants.

Später kamen dann Fertigsuppen auf, und schon beim Geruch von Unox- und Aldi-Gulaschsuppe aus der Dose weiß man, was auf den Tisch kommt (und bin ich satt). Dabei ist eine selbst gemachte Gulaschsuppe wahrlich keine Hexerei, nur ein bißchen Zeit muß man dafür mitbringen. Dann allerdings wird man mit einer Suppe belohnt, wie man sie heute kaum noch in der Gastronomie finden kann. Meine Variante stammt aus dem von mir sehr geschätzten Buch Blue Corn and Chocolate von Elizabeth Rozin.

Wie auch im Rezept angegeben, verwendet das Originalrezept nur edelsüßen Paprika. Ich habe halb scharfen, halb süßen verwendet, das Ergebnis ist eine angenehm scharfe Gulaschsuppe, probiert es einmal aus wenn Ihr scharfes mögt.

Gulaschsuppe – Elisabeth Rozin
Ingredients
  • 2 EL Öl
  • 1 große Zwiebel, gehackt
  • 2 Möhren, in Scheiben oder gewürfelt
  • 2 große Knoblauchzehen, gepresst
  • 2 Paprikaschoten, rot und grün, entkernt, gewürfelt
  • 225 g mageres Rindfleisch, gewürfelt
  • 1 EL Paprikapulver, *
  • 2 1/2 Liter Wasser, oder Hühnerbrühe
  • 3 EL Tomatenmark
  • ½ TL schwarzer Pfeffer
  • 1 Kartoffel, geschält und gewürfelt
  • 2 TL Salz, nach Geschmack
  • * bei mir halb scharfes, halb mildes – die Autorin empfiehlt edelsüß
Instructions
  1. Öl in einem großen schweren Topf erhitzen, Zwiebeln, Möhren, Knoblauch und Paprika darin langsam anschwitzen, bis die Zwiebel und Paprika weich sind und die Zwiebeln Farbe annehmen.
  2. Fleisch und Paprikapulver zugeben und kurz anschmoren, das Fleisch muss dabei nicht anbräunen (ich habe erst das Fleisch angebräunt, dann das Paprikapulver darüber gestäubt).
  3. Wasser [Hühnerbrühe] angießen, Tomatenmark einrühren und das Ganze mit Pfeffer würzen. Zum Köcheln bringen und offen auf milder Hitze etwa 3 Stunden simmern lassen. Gegebenenfalls abschäumen (war bei mir nicht nötig).
  4. Kartoffelwürfelchen zugeben und garen, bis die Kartoffeln weich sind.
  5. Mit Salz abschmecken.

 

Wer einen großen Topf oder Bräter hat, kann die Mengen natürlich entsprechend nach oben skalieren, so eine Tasse Suppe macht sich auch als Einzelportion im Tiefkühler sehr gut 🙂


For an English version of this recipe please click here.

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Appetit bekommen? - Hungry for more?

1 Antwort

  1. 13. April 2013

    […] Eine deutsche Fassung dieses Rezepts findet sich hier. […]

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