Reise zur Gewürzinsel

30. Januar 2007

In de.rec.mampf haben bereits einige Leute die Gewürzinsel lobend als Gewürzversand erwähnt, und mir war aus den Zeiten, da ich im Odenwald wohnte und ab und an bei Walmart in Groß-Zimmern einkaufte, die Marke Edora ebenfalls noch als hochwertig in Erinnerung – so bot es sich an, beim Besuch bei den Schwiegereltern in der letzten Woche auch einen Abstecher nach Kleinostheim in den Werksverkauf zu machen.

Gewuerzinsel - Werksverkauf Eingang

Unter anderem war ich auf den Tellicherry Pepper scharf…

Zu den erfreulichen Überraschungen gehört, dass der Werksverkauf tatsächlich noch etwas günstiger ist als die Preise des Online-Shops.

Schade war dagegen, dass es keinen Pimenton de la vera gab, den ich sehr gerne mitgenommen hätte, zumal er sehr schwer und wenn dann meist nur zu Apothekenpreisen zu bekommen ist.

Eingekauft haben wir schließlich:

Einkauf bei der Gewuerzinsel

Ausgepackt / umgefüllt habe ich davon bislang den Fenchel (ausgezeichnete, süß-aromatische Qualität), die italienischen Kräuter (riechen gut, sind mir aber etwas zu fein und bröselig) und den schwarzen Pfeffer. Und da kann ich nur sagen: WOW.

Gernot Katzer schreibt dazu:

Je später man den Pfeffer erntet, umso besser wird sein Aroma, während die Schärfe in den letzten Tagen nicht mehr dramatisch zunimmt. Allerdings darf man nicht zu lange abwarten, da vollreife Pfefferfrüchte nicht auf die übliche Art fermentiert werden können: Ihr Zuckergehalt macht sie anfällig zum Verfaulen. Die letzte Möglichkeit, schwarzen Pfeffer zu produzieren, hat man, wenn sich die Beeren gelb-orange verfärben. Schwarzer Pfeffer aus solchen fast reifen Beeren hat ein besonders starkes und gutes Aroma. Dieser Pfeffer heißt Tellicherry-Pfeffer und wird nur in Indien produziert. Seine Körner sind etwas größer als gewöhnlicher schwarzer Pfeffer, und die Farbe ist weniger schwarz als ein dunkles, warmes Braun. Tellicherry-Pfeffer ist etwas teurer als gewöhnlicher schwarzer Pfeffer, um das erhöhte Verlustrisiko (Vogelfraß, Schlechtwetter) auszugleichen.

Das Aroma ist sehr intensiv, mit Zitrusnoten, ich bin gespannt, wie dieser Pfeffer schmeckt – vorerst schlummert er brav in einem dunklen Glas im Schrank, bis die Reste des billigen schwarzen Pfeffers vermahlen sind…

Gefreut habe ich mich auch über die mit 2,99 Euro für 350 ml preiswerte Louisiana Hot Sauce, die ich sehr viel lieber als z.B. Tabasco mag und die bei mir ein Standardgewürz auf Chicken Wings darstellt.

Erstaunt hat mich die relativ große Zahl vom Gewürzmischungen die Glutamat enthalten, ein automatisches Nono für mich, und dass die meisten Curry-Sorten mit Reismehl versetzt waren (bis auf die oben abgebildete). Die Verkäuferin vor Ort hatte leider wenig Ahnung vom eigenen Sortiment, aber das Stöbern war ohnehin viel interessanter… ;-)

Summa summarum, wenn man dort in der Gegend ist lohnt sich der Stopp auf jeden Fall, der Werksverkauf ist auch nochmal etwas bis je nach Produkt deutlich günstiger als die Online-Preise.

Eine Anfahrtbeschreibung gibt es auf der Webseite, uns hat das Navigationssystem unseres Mietwagens sicher wenn auch umständlicher als dort beschrieben bis vor die Tür gebracht.

Gewuerzinsel - Seitenfenster am Werksverkauf

Tags: , ,

4 Responses to Reise zur Gewürzinsel

  1. Petra on 30. Januar 2007 at 11:19

    Kleinostheim – klasse! Das ist ja bei meiner Schwiegermutter vor der Haustüre! Da muß ich bei Gelegenheit auch mal vorbeischauen. Falls du mal was von dort brauchst, kann ich es dir gerne schicken. Ist aber dann langfristig, weil wir nicht so oft dort sind. Liebe Grüße

  2. Cascabel on 31. Januar 2007 at 08:00

    Das tolle Aroma des Tellicherrypfeffers – per Versand in der Gewürzinsel bestellt – kann ich nur bestätigen :-)

  3. Claudia on 1. Februar 2007 at 22:46

    Schade, dass ich noch so viel Pfeffer im Haus habe. Der Telllicherrypfeffer reizt mich ungemein. Danke für den Tipp!

  4. Olav Dornberg on 26. Juni 2007 at 08:49

    Vielen Dank zu den positiven Kommentaren zum Onlineshop gewuerzinsel.de
    Zu Erwähnen wäre noch, dass mittlerweile alle Gewürzzubereitungen ohne Zusatz von Glutamat hergestellt werden.
    Reismehl ist den Currys als natürliches Trennmittel beigefügt, um ein Verklumpen zu vermeiden (andere Gewürzhersteller nehmen hierfür chemische Trennmittel).
    Ich wünsche weiterhin viel Freude bei der kulinarischen Weltreise mit Edora-Gewürzen.

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

*


*

Bento-Boxen

Blog-Events



Cucina rapida - schnelle Küche für Genießer. Ein Blog-Event von mankannsessen.de


Fremdkochen Hüttenzauber