Ohne Blubb und doppelten Boden

Dieser Artikel wurde zuletzt am 22. Juni 2014 aktualisiert

Gerade noch rechtzeitig will ich heute meinen Beitrag zum Garten-Koch Event „Ohne Blubb“, der großen Frühjahrsspinatherausforderung, abliefern.

Was hatte ich mir nicht alles ausgedacht: Spinat-Parathas… Spinat-Pakoras… Pasta mit Ziegenkäse und Spinat… jedoch, wie auch bei anderen Teilnehmern haperte es vor allem an der Spinatbeschaffung. Vernünftige Bioware: Fehlanzeige. Auch beim Gemüsehof, der mein wöchentliches Gemüse-Abo liefert, glänzte Spinat auf der Bestelliste durch Abwesenheit.

Ein Rundgang durch die lokalen Läden förderte bestenfalls grünes türkisches Leder mit braunen Stellen zu Tage, das ich nicht wirklich kaufen mochte, also mußte am Ende doch Onkel Iglo herhalten für meine Variante von

Japanischem Spinat mit Sesam – Goma Ae

Goma Ae ist eines der Gerichte, die ich über alles liebe. Leicht, einfach, unprätentiös, toller Geschmack, nur optisch macht es meist wenig her wenn der Spinat schlicht in eine Essschale oder auf einen Teller gehäuft daher kommt.

Eine interessante Dekoidee habe ich bei How To Cook Everything gefunden – den Spinat mit einer Sushimatte fest aufzurollen, in Scheiben zu schneiden und diese in Sesam zu stippen. Das werde ich sicher mal ausprobieren, allerdings wollte ich heute meinen Spinat angesichts der Wetterlage warm essen, weswegen ich darauf verzichtet habe.

Die grundsätzliche Verfahrensweise für Goma Ae läßt sich hier bei Blog d’Elisson nachlesen – frischer Spinat wird abblanchiert und wegen der schönen grünen Farbe sofort in Eiswasser getaucht, dann gut abgetropft, mit den Händen zu kleinen Bällchen geformt, wobei man das übrige Wasser ausdrückt, und auf Teller drapiert.

In einer Schale vermischt man Sojasauce, Mirin, geriebenen Sesam (der spezielle Sesammörser gehört zur Grundausstattung eines japanischen Haushaltes) und etwas Zucker. Diese Mischung träufelt man auf die Spinatbällchen und läßt das Ganze etwas durchziehen. Kurz vor dem Servieren kommt heller gerösteter Sesam obenauf.

Und hier kommt die Quick-and-Dirty-Fassung für Goma Ae mit Tiefkühl-Blattspinat:

Den aufgetauten Spinat etwas ausdrücken. In eine heiße Pfanne geben, gut verteilen, einen kräftigen Schuß Mirin (oder Sherry, ich habe heute Manzanilla genommen) zugießen. Unter Wenden 2 Minuten garen, bis der Mirin fast verkocht ist. Kurz abkühlen lassen, so gut wie möglich ausdrücken, und wunschgemäß formen.

In einer kleinen Schale 2 TL Sojasauce (Shoyu), 2 TL Tahini (türkische Sesampaste) und 1 TL geröstetes Sesamöl verrühren, auf den Spinat träufeln. Nach Wunsch mit hellem oder dunklem Sesam dekorieren.

Mit dem Standard-Blattspinat-Paket aus der Tiefkühltruhe ergibt das ungefähr 4 Vorspeisenportionen, oder auch ein paar mehr, oder 1 Teller Mittagessen für mich 🙂

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Appetit bekommen? - Hungry for more?

2 Antworten

  1. Melas Biotop sagt:

    Mein Göttergatte darfmuß heute mal wieder nach Schweden fliegen und wie die Konjunkturlage so will, bucht die Firma bei Ryanair. Das heisst also, kein Essen an Bord, außer man bestellt und bezahlt heiße Würstchen und ähnliches Fast Food. Dann doch lieber

  2. Melas Biotop sagt:

    Schon haben wir die Kalenderwoche 17 und ich hab zwischendrin endlos viele Kisten beim Bloggen ausgelassen. Aber manchmal sind andere Sachen eben wichtiger.

    Diesen Monat war die Kiste scheinbar recht spinatlastig. Ein riesiger Berg, der sich blanchiert

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