Meme: Fertigprodukte

Dieser Artikel wurde zuletzt am 3. Februar 2017 aktualisiert

Petra fragt mich, wie schon die andere Petra, wie ich es mit Fertigprodukten halte. also laßt mich die dritte Petra in der Runde sein…

Meme: Einsatz von Halbfertigprodukten und Fertigprodukten in deiner Küche?


1. Welche Halbfertigprodukte und Fertigprodukte verwendest du in der Küche regelmäßig? Warum?

Regelmäßig kommen bei mir asiatische Gewürzpasten zum Einsatz – von Hoisinsauce bis Thai-Currypaste.

2. Welche Teilprodukte sind aus deiner Küche einfach nicht wegzudenken?

Senf, und zwar Dijonsenf. Thai-Currypasten (obwohl ich weiß wie man die selbst macht) und Fischsauce. Sojasauce (nicht im Bild). Wie man hier auf dem Bild sieht, habe ich eine Tendenz zu Asiafutter. Zählen die Italienischen Kräuter als Teilprodukt? Dann müsste ich noch Currypulver dazustellen… 😉



Ein Glas Hühnersuppenpaste und ein Glas Gemüsebrühpulver stehen eigentlich immer für alle (Not-) Fälle im Schrank/Kühlschrank, obwohl ich beide eher wenig nutze. Den Pudding habe ich nur da, weil ich gerade einen Stachelbeerkuchen mit Pudding und Streuseln gebacken habe.

3. Welche Produkte würdest du nie einkaufen bzw. verwenden? Warum?

Maggi- und Knorr-Fix, Tütensuppen und -saucen. Tiefkühlfertiggerichte (ausser evtl. Frosta), Fischstäbchen. Generell alles was gehärtete Fette, Geschmacksverstärker, modifizierte Stärken und ähnlichen Quatsch enthält, alles was vorgewürzt ist. Warum? Die meisten Fertigprodukte sind überteuert, schlecht und schmecken mir einfach nicht bzw. schmecken widerwärtig. Vor allem aber sind sie minderwertige und verfälschte Nahrungsmittel.

4. Mit welchen Fertigzutaten hast du schlechte Erfahrungen gemacht?

Ich habe aus reiner Neugier ein Päckchen Fertig-Muffin-Mix gekauft. Das Zeug schmeckt nach Backtriebmittel und Aroma. Tütensuppen und -saucen haben alle den immergleichen Grundgeschmack und das Mouthfeeling bestimmter Bindemittel, so etwas Schleimiges, Pappiges. Schlechte Erfahrungen in dem Sinne gibt es bei mir nicht, was aber auch dran liegt daß ich keine allzu hohen Erwartungen an Fertiglebensmittel habe.

5. Erkennst du geschmackliche Unterschiede im Endprodukt (das mit Teilfertigmischungen zubereitet wurde), wenn du es vorgesetzt bekommst? Welche Erfahrungen hast du damit?

Wie Petra kann ich sagen ob die Bearnaise oder Hollandaise frisch ist oder aus dem Tetrapack kommt, das Fertigprodukt (auch die aus Tüte aufgerührten) haben ihre Nebenaromen die eindeutig sind. Mit Saucenbinder abgerundete Saucen schmecken auch nach Standard Nr. 15. Eimer-Mayo oder gar fertiger Kartoffelsalat sind sofort identifizierbar, Dinge die Süßstoffe enthalten oder auch Sorbinsäure. Ich ziehe, wie man ja auch oben sieht, the real mccoy vor.

6. Wie siehst du die wachsende Zahl von fertigen Mischungen und Mittelchen in der Lebensmittelbranche?

Es ist ein Markt dafür da. Mittlerweile betrachten Menschen es als Kochen, wenn sie sich selbst mit einem Fertigmix etwas zubereiten. Ich finde das nicht wirklich gut, die meisten Leute wissen nicht mehr wie gutes Essen wirklich schmeckt (oder zubereitet wird). Wobei es gegen gute Fertiggerichte (siehe Frosta) nichts einzuwenden gibt, und ich habe auch schon hier in diesem Blog von Fertiggerichten sogar großer Konzerne berichtet, die durchaus bei Zutaten UND Geschmack meinen Ansprüchen genügten, es geht also wenn man nur will. Aber auch dafür muß man erst einen Markt haben (erneut, siehe Frosta). Solange die Leute bereit sind für minderwertigen Schrott viel Geld zu bezahlen, existieren Fertigprodukte weiter. Ich muß sie ja nicht kaufen.

7. Was du schon immer mal zu diesem Thema sagen wolltest und noch nicht gefragt wurde…

Der für mich erschreckendste Aspekt am Fertgproduktboom ist die Standardisierung und Normierung von Geschmack. Es ist, als ob es in Zukunft statt Wein aus tausenden von Anbaugebieten mit unterschiedlichen Terroirs, plötzlich nur noch Gallo und Blanchet gibt, weil ein genormter Massengeschmack mit den besten Verkaufsaussichten gefunden und geprägt werden muß. Ein Extrembeispiel sind die krass überaromatisierten Fruchtjoghurts, die außerdem vor Zucker nur so strotzen. Der genormte Massengeschmack führt dazu, dass es nur noch einige wenige Obst- und Gemüsesorten gibt, dass ein Bauer öffentlich sagt, es lohnt sich für ihn nicht, eine alte Apfelsorte anzubauen, weil die neuen mehr Ertrag und gleichmäßigere Äpfel bringen und sich länger halten, auch wenn sie geschmacklich mit den alten Sorten nicht mithalten können. Das gipfelt letzten Endes auch in einer ökologischen / Biodiversitätskatastrophe.

8. So und nicht vergessen auch an zwei andere Blogger weiterschicken.

Das Stöckchen fliegt zu Mela und an das frisch gebackene Blog von Shanice.

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Appetit bekommen? - Hungry for more?

1 Antwort

  1. Melas Biotop sagt:

    Ein wenig habe ich ja schon die Befürchtung nun das schwarze Schaf unter den ganzen Fertigfraß-abstinenten Foodblogs zu sein. Aber FoodFreak warf mir das Stöckchen zu und ich will es mal fangen.

    Meme: Einsatz von Halbfertigprodukten und Fertigprodukten

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