Araucano Sauvignon blanc 2005

Dieser Artikel wurde zuletzt am 9. Mai 2016 aktualisiert

Gestern abend hat mein Herzallerliebster mich bekocht. Blöderweise war das einzige was das Weinregal bot, gähnende Leere… aber, der Foodie an sich weiß ja wo sich was finden läßt – eben über die Straße befindet sich ein bekanntes Steak House, das auch ganz annehmbare Weine außer Haus anbietet.

So bezahlte ich ganze 9 Euro (im Restaurant kostet er 17,50) für den

Hacienda Araucano — Sauvignon Blanc 2005

aus dem Valle Central in Chile.

Eine erfreuliche Überraschung erwartete uns!

Das steht auf der Flasche:

Bien se conoce n el mundo entereo que el clima chileno resulta perfecto para producir uvas de alta calidad. Entonces Jacques y François Lurton decideron asociar este clima con su tino único que les dio fama internacional. Descendientes de una de las familias más conocidas del mundo del vino, producen ahora una gama de vinos varietales excelentes, famosa entre las mejores de Chile.

Die Fakten:

Land: Chile
Region: Valle Central
Farbe: weiß
Rebsorte: Sauvignon Blanc
Lagern bis: k.A.
Alkohol: 13,0 % Vol.

Der Wein:

Kaum hatte ich die Nase über dem Glas mit dem feinen strohgelben Wein, betörte mich ein breites Fruchtaroma, dominiert von Maracuja, aber auch mit Zitrusnoten und etwas Mango. Der Geschmack trug dem Rechnung – auch gegen Ende der Flasche schmeckte der spritzige, eindeutig aus einem Stahltank kommende Wein ganz lecker nach Maracuja. Die Säure ist sehr gut ausgewogen und frisch, ein perfekter Begleiter zu einem nicht zu stark gewürzten asiatischen Essen – oder auch pur. Ein derartig reichhaltiges, tolles Fruchtbukett hatte ich nicht erwartet – ich bin wirklich begeistert. Der Araucano hat gute Chancen, zu meinem Sommerwein 2006 zu werden – vorausgesetzt ich finde eine Bezugsquelle… siehe auch unten.

Im Internet habe ich folgendes dazu gefunden:

Der französische Winzer Jacques Lurton ist einer der Garanten für den weltweiten Erfolg chilenischer Weine Im Colchagua Valley baute er sein eigenes Weingut Hazienda Araucano auf. Seitdem gilt sein Interesse nicht große Mengen zu vermarkten, sondern neue Qualitätsstandards zu markieren. Die Trauben für seinen Sauvignon Blanc werden handgelesen und zwar nachts, so dass sie bei niedrigen Temperaturen in den Keller kommen. Dadurch wird die Oxidation weitestgehend unterbunden und die Fruchtaromen gelangen zur vollen Entfaltung. Bei dem Araucano handelt es sich um einen hocharomatischen Wein mit tropischen Dufnoten. Sie riechen bspw. Mango und Papaya. Am Gaumen zeigt er sich trotz der Fruchtfülle mit einer angenehm spritzigen Säure. Dazu gesellen sich Aromen von Passionsfrucht, Stachelbeere und grüne Paprika. Das sonst bei Sauvignon Blancs oft vorkommende Geschmacksloch am Gaumen, werden Sie beim Araucano nicht finden. Der Nachgeschmack ist grandios.

Eine Quelle habe ich bislang nur für den 2004er Araucano ausmachen können, da kostet die Flasche im Einzelhandel 7,24 € – mit 9 Euro im Steakhouse lag ich da gar nicht so schlecht. Und bei einem der kleineren Händler habe ich per Mail angefragt, ob sie vielleicht auch den 2005er bekommen… ich bin gespannt. Ansonsten versuche ich wohl mal beim Steakhouse, dessen Zentrale ja auch hier in der Nähe ist, ein zwei Kisten zu ergattern.

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Appetit bekommen? - Hungry for more?

1 Antwort

  1. 7. April 2013

    […] denke mir, wir müssen den Villa Maria unbedingt einmal blind gegen den Araucano Sauvignon Blanc verkosten, der ja eine ganz ähnliche aromatische Palette […]

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