Die langsamsten Brötchen der Welt

Dieser Artikel wurde zuletzt am 22. Juni 2014 aktualisiert

Eigentlich sollte ich gerade was ganz anderes tun, aber wo ich nun schon mal angefangen habe, meine Blogrückstände aufzuarbeiten, will ich Euch auch die langsamsten Brötchen der Welt nicht vorenthalten.

Der Kochfrosch hat von seinem Aufenthalt in Brasilien viele Rezepte mitgebracht, darunter auch süße kugelige Brötchen mit gezuckerter Kondensmilch drin, die auf den wohklingenden Namen Pao de leite condensada hören. Naturgemäß hat Chili & Ciabatta diese Brötchen für uns ausprobiert und erfaßt und auch sie hatte Probleme mit dem Gehen des Teiges.

(Das Happy End vorweg: meine Brötchen sind doch noch was geworden – wie auf dem Bild zu sehen).

Aber ein wenig gezweifelt habe ich schon, als der Teig – zum Glück unter einem feuchten Küchentuch – auch nach 5-6 Stunden keine Anstalten machte zu gehen.

Nun gut, dachte ich mir, im Zweifelsfall gibt es eben morgen früh süße Fladenbrote. Petra von Chili & Ciabatta riet mit dann im IRC-Chat, doch aus dem Teig Brötchen zu formen und sie auf dem Backblech gehen zu lassen – nicht aufgeben!

Nachdem der Teig mittlerweile 11 Stunden auf der Heizung gestanden hatte, war er auch minimal aufgegangen, und so formte ich vor dem Zubettgehen meine Brötchenkugeln, packte sie pflichtbewußt in den sauberen Plastikbeutel und stellte das Ganze neben die Heizung.

Und siehe da, am Morgen darauf waren die Brötchen zwar nicht irrsinnig, aber doch sichtbar gegangen, und landeten sogleich im Ofen.

Die Konsistenz ist recht gut geworden, die leichte Salzigkeit im Kontrast mit dem ein wenig süßlichen Geschmack ist sehr aromatisch – am besten schmecken die Brötchen wenn sie ganz frisch sind.

Ob evstricktnichtnur beim Nachbacken der Brötchen auch so lang warten mußte, entzieht sich meiner Kenntnis. Aber wenn Ihr Euch auch daran wagen wollt – es lohnt sich – , kauft eine Tüte Geduld extra. Das Rezept gibt es bei Chili & Ciabatta. Gezuckerte Kondensmilch in der Dose gibt es u.a. unter dem Namen ‚Longevity Brand‘ günstig in Asienläden (oder die bekanntere Nestlé La Lechera / Milchmädchen).

Dazu dann noch ein café cortado, spanisch mit einer halbzentimeterdicken Schicht der Kondensmilch im Espressogläschen…

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Appetit bekommen? - Hungry for more?

2 Antworten

  1. zorra sagt:

    Sehen aber toll aus!

  1. 2. Januar 2010

    […] herankommt. Nachdem mir neulich auch ein anderes Brot aus dem Treuille-Buch hocken blieb und das Pao de leite condensada auch nicht richtig ging, hatte ich schon stark an mir gezweifelt. Oder waren in der Raumluft hier […]

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