Bella Italia – Bietole alla romana

Dieser Artikel wurde zuletzt am 3. Februar 2017 aktualisiert

Gestern abend war Jamie Oliver (mit blauem Auge) bei Johannes B. Kerner, daneben Tim Mälzer. Jamie kochte nicht nur mit famos aussehenden roten und gelben Beten, die in der Minimenge und roh (und natürlich von Jamie) sogar ich gegessen hätte, sondern auch mit wunderhübsch anzusehendem gelbem und rotem (buntem) Mangold. Herr Kerner kannte das bunte Gestrüpp augenscheinlich so gar nicht.

Überhaupt sind die Deutschen und viele ihrer direkten Nachbarn eher Entwicklungsland, was Gemüse angeht, da wird totgekocht, in weißer Sauce ertränkt und püriert, und die Vielfalt der eingesetzten Gewächse ist doch arg eingeschränkt. Mangold kennt man hier vorwiegend spinatähnlich zubereitet, wenn überhaupt.

Ich habe mich jedenfalls über den Mangold in der 4. Gemüsekiste gefreut und mir eine italienische Zubereitungsart ausgeguckt, die die kräftig grünen Blätter in eine Hauptrolle versetzt:

Mangold mit Tomaten auf römische Art – Bietole alla romana

Die Mengen hatte ich natürlich ein wenig an meine Bestände (1 Stauden Mangold, 3 Tomaten) angepasst, als Zwiebel kam 1 weisse Schalotte und 1 kleine rote Zwiebel zum Einsatz. Mit Ciabatta oder in unserem Fall Fladenbrot wurden von unserer Variante des folgenden Rezeptes 2-3 Leute satt.

Mangold auf Römische Art – Bietole alla Romana

800 g Mangold
4 reife Tomaten
1 Zwiebel
2 Knoblauchzehen
2 Anchovisfilets
3 EL Olivenöl
Meersalz
schwarzer Pfeffer aus der Mühle

Zubereitungszeit: 45 Minuten

1. Mangold vom Strunkansatz befreien, Stiele auseinandernehmen, waschen, abtropfen lassen und in 1?2 cm breite Streifen schneiden. Tomaten halbieren, Stielansätze entfernen, entkernen und würfeln.

2. Zwiebel und Knoblauch schälen, würfeln und im erhitzen Öl glasig braten. Gehackte Anchovis unterrühren und zerdrücken.

3. Mangold unterheben und bei starker Hitze ca. eine Minute schmoren. Tomatenwürfel hinzugeben. Alles zugedeckt bei mittlerer Hitze ca. 15 Minuten dünsten. Mit Salz und Pfeffer abschmecken und heiß oder lauwarm mit frischem Brot servieren.

Das war sehr lecker, leicht und würzig, ohne dass die Anchovis vorgeschmeckt hätten – das machen wir sicher mal wieder!

Das Rezept verdanke ich diesem hübschen Buch: Pasta & Pesto: Pasta Menüs, Nudeln selbermachen, Tips und Tricks

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Appetit bekommen? - Hungry for more?

2 Antworten

  1. onkelolf sagt:

    mist, jetzt weiß ich was ich *vergessen* hab aufzunehmen 🙁

  1. 4. Februar 2017

    […] gebratene Hähnchenbrust, dazu mit dem Mangold aus der Gemüsekiste den hier schon Mal verbloggten Mangold mit Tomate und Anchovis (Bietole alla Romana). Da haben wir gleich ein Stück Huhn extra gebraten für die heutige […]

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