Monthly Archives: Oktober 2005

Manche mögen’s bitter

Manche mögen’s bitter

Ein Zwischenbericht… die (kundenfreundlich vorgesägte) Kokosnuss aus der Obsttüte der letzten Woche schmeckt ausgezeichnet. Der Salat aus der aktuellen Kiste ist überreichlich und fand Dienstag mit Frikadellen ein erstes Heim, heute gibt’s vegetarische Bratlinge, über deren Erfolg oder Mißerfolg ich später berichten werde. Gestern stand dann der Radicchio auf dem Programm. Ich mag ganz gern bittere Salate und auch Radicchio, der Bio-Radicchio war aber selbst in der schmeichelnden Sauce noch arg bitter. Schade. Dennoch, das folgende Rezeptchen, sehr frei abgewandelt nach etwas das ich mal bei meine Familie & ich gelesen habe, war ganz prima: Radicchio-Nudeln mit Hähnchen In etwa habe ich folgendes gemacht: 2 Hähnchenbrustfilets in der Stahlpfanne in Olivenöl angebraten, rundum mit südafrikanischem Peri-Peri gewürzt und im Ofen fertiggegart. Von 2 Mandarinen aus der Gemüsekiste bzw. Obsttüte...

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Die gute Butter

Die gute Butter

“…und ein Stich gute Butter” höre ich noch im Geiste meine Oma sagen. Das kam mir als Kind immer komisch vor, ebenso wie die Betonung auf Bohnenkaffee, wenn sie ein Pfund Kaffee haben wollte. Schließlich gab es ‘Margarine’ oder ‘Butter’, ‘Caro’ oder ‘Muckefuck’ oder eben richtigen Kaffee. Woher das kommt, ist natürlich klar. Aber so richtig bewußt geworden ist es mir erst, als ich kürzlich für ein Projekt nach Ernährung der letzten Jahrhundertwende recherchiert habe und dabei auf dieses (extrem interessante und lesenswerte) Buch stieß: Die deutsche Küche im 20. Jahrhundert Für Baby-Boomers wie mich, die in eine Welt relativen Überflusses geboren sind, ist es schon schwer, sich daran zu gewöhnen, dass das 20. Jahrhundert vorbei ist, geschweige denn, sich die Not und Armut der Jahre bis etwa 1955...

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Gemüsekiste, die 3. (KW 43)

Gemüsekiste, die 3. (KW 43)

Lieferzeit zwischen 13:00 Uhr und 15:30 Uhr, hiess es bei der ersten Vereinbarung. Beim ersten Mal war der Lieferant – wohl, weil ich Newbie war, aber auch, weil in Hamburg just Herbstferien waren und diverse belieferte Familien im Stadtteil (immerhin insgesamt 80) nicht anwesend, um 13 Uhr da, um Kiste Nummer eins abzuliefern. Letzte Woche war es 14 Uhr. Heute machte ich mir dann aus schierer Verzweiflung um 14:30 Uhr einen Kaffee, Motto, steck Dir eine Kippe an und das Essen kommt (nicht dass ich je geraucht hätte) – und es wirkte. 14:36 Uhr, und die dritte Kiste vom demeter-Gemüsebauern Sannmann erreichte meine Tür. Auch meine Freundin Mela hat jetzt so eine Kiste – sieht doch gut aus! Das war heute drin: Und zwar…

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Zweimal Paul Gayler

Zweimal Paul Gayler

Für meinen derzeitigen Besuch, eine Vegetarierin, habe ich mir aus Paul Gayler: “Vegetarische Küche” zwei Rezepte ausgeguckt. Zum Einsatz aus der Gemüsekiste Nr. 2 kamen die Tomaten, Spinat und Shiitake (ergänzt um braune Champignons). Das Tomatengericht – Tomaten mit Ziegenkäse-Pesto – ist leider optisch nicht sehr ansprechend geworden, was aber an meiner Käsewahl gelegen haben könnte, anstelle von weichem Ziegenkäse hatte ich einen sehr reifen weichen Schafskäse von Lidl (total lecker, kaum zu glauben). Geschmeckt haben sie allerdings köstlich. Im Rezept für (Grüne) Spätzle mit Pilzragout Stroganoff hatte sich ein Fehler eingeschlichen – wie man Pilze anbraten, Schalotten dazugeben und dann die Pilze aus der Pfanne nehmen, aber die Schalotten drin lassen soll, entzieht sich ein wenig meinen Fähigkeiten. Vielleicht geht es, wenn man wirklich große Pilze dann einzeln...

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Eingelegte Kirschtomaten

Eingelegte Kirschtomaten

Eingelegte getrocknete Tomaten sind wahlweise nur zu Feinkostpreisen zu bekommen oder von minderer Qualität, oder beides… Grund genug also, jährlich selbst welche einzulegen. Als besonders lecker haben sich dabei – nicht überraschend – Kirschtomaten erwiesen. Also kaufe ich, wenn es ein Angebot für Kirschtomaten gibt, eine größere Menge (es passt ungefähr 1 kg auf mein Backblech), halbiere sie, lege sie mit der Schnittfläche nach oben auf ein mit Alufolie ausgelegtes Blech, bestreue sie mit etwas Salz und trockne sie ca. 4 Stunden bei 90°C im Backofen. Dann ist das Blech voll zu so viel zusammengeschrumpft, was in ein großes oder zwei kleine Marmeladenläser passt.

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Gemüsekiste, die 2. (KW 42)

Gemüsekiste, die 2. (KW 42)

Das ist diese Woche drin: Möhren (3 große 2 kleine) Romanesco (1 Kopf) Tomaten (3 große) Fenchel (1 großer) Spinat (ein Arm voll) Shiitake-Pilze (1-2 Handvoll) Lollo rossa (1 Kopf) Ausserdem…

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Schokoladenkekse wie in USA

Schokoladenkekse wie in USA

Beim Foodblogs-Lesen stieß ich bei 101 Cookbooks auf einen Thread im Forum, bei welchem es um die besten Schokoladenchip-Kekse ging. Viele der Leser sprachen sich für ein Rezept aus “The Great Book Of Chocolate” aus, das man im Original und mit sehr schönem Bild hier findet. Das sind meine: David Lebovitz’s Chocolate Chip Cookies Als ich sie dann backen wollte, stellte ich fest, dass ich weder Walnüsse noch Pecankerne im Haus hatte, aber ganze geschälte Mandeln, die ohnehin aufgebraucht werden wollten. Das Rezept ergab wirklich riesengroße Kekse, die – das konnte man auch in dem oben genannten Thread lesen – recht süß sind, aber auch sehr sehr lecker, eigentlich ein perfekter Coffee-Shop-Cookie. David Lebovitz’s Chocolate Chip Cookies 100 g weisser Zucker 120 g brauner Rohrzucker 115 g Butter, in...

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Frisch gewickelt ist halb gewonnen

Frisch gewickelt ist halb gewonnen

Wie ich schon bei den Bandnudeln mit Mangold und Senf schrieb, habe ich mir “für einen anderen Zweck” einige Mangoldblätter beiseite gelegt. Der andere Zweck war das hier: Mangold-Forellen-Wickel Das sieht nicht wirklich spektakulär aus, aber es schmeckt so! In blanchierte Mangoldblätter wickelt man eine Farce aus Räucherforelle, Ei und Sahne, gart das im Ofen und macht ein sensationelles Sößchen aus Weißwein, Sahne und Butter dazu – ein Gedicht. Und das Schönste daran ist, das Wickeln ging sehr viel einfacher als ich befürchtet hatte. Ein Sonntagsessen wie es kaum besser sein kann.Wichtig ist nur, daß man mit der Sauce rechtzeitig anfängt – ich habe den Wein auf knapp 200 ml eingekocht.

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Brasilianischer Möhrenkuchen – Bolo de cenoura

Brasilianischer Möhrenkuchen – Bolo de cenoura

Für die Möhren aus meiner Gemüsekiste hat mir Petra Holzapfel ein Rezept gegeben, das sie wiederum von ihrer Tochter Kathi und die von ihrer Gastmutter in Brasilien hat: Bolo de Cenoura, ein Möhrenkuchen, der – wie so vieles in Brasilien – mit dem Mixer zubereitet wird. Hier findet Ihr Kathis Artikel mit einem Rezept für Pao de queijo und Bildern von Bolo de cenoura und Infos zu einem ordentlichen brasilianischen Nachmittagskaffee. Als ich den Kuchen hergestellt habe, hatte ich die Info von Petra noch nicht, dass der Kuchen als flacher Kuchen gebacken wird – also habe ich ihn in die Silikon-Bundform gegeben. Das ist das Ergebnis (naja, was beim Fotografieren noch übrig war). Die tolle gelbe Farbe verdankt er sowohl den Möhren als auch den Bio-Eiern, ebenfalls aus der...

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Ein Blick in die Küche von… Foodfreak

Ein Blick in die Küche von… Foodfreak

Fool for Food hat mir ein Stöckchen zugeworfen für eine Kitchen Meme. Und so gewähre ich Euch heute einen Blick in meine Küche und hinter ein paar Schranktüren. 1. Meine Küche Hier werkele ich (im 4. Stock mit Blick über die Dächer der Stadt): linke Seite rechte Seite Da Stauraum Mangelware ist dient der Nachtspeicher-Heizkörper unter der Arbeitsplatte als Stauraum für Backbleche, Auflaufformen und den großen Gußeisen-Wok. Die Heizung in der Küche brauche ich ohnehin nur alle Jubeljahre mal im Winter… An der Wand über dem Tisch hängt das hier:

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